Seit fast einem Jahr kann man Yonder auf dem PC spielen, jetzt auch auf der Nintendo Switch

Unseren namenlosen Protagonisten verschlägt es auf der Suche nach einem geheimen Königreich und damit auch auf der Suche nach seinen Eltern, auf ein Schiff, welches in einen Sturm gerät. Als Schiffsbrüchiger armer Tropf erwachen wir am Strand einer Insel und dürfen die ersten eigenen Schritte in der Welt von Yonder: The Cloud catcher Chronicles machen. Nicht nur die Grafik sondern auch die kurz darauf folgende Intro Sequenz erinnert an The Legend of Zelda: Breath of the Wild, das wars allerdings schon mit den Gemeinsamkeiten, denn hinter Yonder steckt ein deutlich anderes Spiel. Dies wird noch deutlich sobald wir das erste Dorf betreten und unsere erste Quest vollendet haben, denn im Grunde handelt es sich hierbei um Sammelaufträge, und das kann mit der Zeit ziemlich eintönig werden, auch wenn der niedliche Grafikstil und die Weitsicht in der offenen Spielwelt überzeugen.

Nicht ganz offen

Sagte ich offene Spielwelt? Denn auch diese ist zu einem Teil beschränkt. Kurz vor der aus Zelda geklauten Intro Sequenz, treffen wir einen kleinen Geist, welcher uns über eine seltsame dunkle Materie informiert. Um diese zu beseitigen benötigen wir mehr von den kleinen Kumpels. Besagte dunkle Materie fügt uns auch keinen Schaden zu, lediglich das Gebiet wird dadurch abgeschnitten, bis wir in dem verfügbaren Gebiet genug Geister gefunden haben. Erst dann können wir die Welt um ein gutes Stück erweitern, ehe wir uns weider auf die Suche nach neuen Geistern machen müssen. Durch das fehlen von Gegnern und Kämpfen im allgemeinen könnte so für den ein oder anderen recht schnell Langeweile aufkommen, denn in Yonder liegt das Erkunden der Welt im Vordergrund. Wir können uns auch mit bereits erwähnten Nebenquests beschäftigen oder eigene Bauernhöfe errichten.

Landschaftsidylle

Genau wir können wie in Harvast Moon oder Stardew Valley unseren eigenen Hof bewirtschaften. Wobei bewirtschaften nicht ganz richtig ist. Lediglich dürfen wir in den verschiedenen Gebieten an bereits vordefinierten Positionen einen Stall errichten, und anschließend Wildtiere mit dem passenden Futter hinein locken. Ist dies geschafft, können wir in regelmäßigen Abständen die Belohnung für unsere „Mühen“ einsammeln wie Milch, Wolle usw. welche wir im Anschluss gewinnbringend verkaufen dürfen. Sehr viel mehr können wir auf dem Hof leider auf nicht machen, klar ein bisschen säen und ernten ist natürlich auch dabei, allerdings bekommt man schon alleine durch das fischen so viel Geld zusammen, dass es nicht wirklich nötig ist noch auf andere Arten Geld zu verdienen. 

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Mochten wir:

Mochten wir nicht:

In den ersten paar Minuten war mein Spielerlebnis in Yonder Liebe pur. Abgesehen von dem etwas detailarmen Spielfiguren, hat mich die Welt sofort gepackt. Zumindest bis ich die ersten 4-5 Quests erledigt hatte, dann fiel mir auf, dass es im Grunde um nichts anderes geht, als Zeug zu sammeln oder zu craften. Auch die Bauernhöfe, welche man von Zeit zu Zeit freischaltet sorgen nur für recht wenig Abwechslung. Das Erkunden selber hingegen macht, besonders aufgrund der liebevoll gestalteten Umgebung, eine Menge Spaß. Solltet ihr also Freude am erkunden und noch dazu an einer zuckersüßen Optik wie in Yonder haben könnt ihr zugreifen.Wertung:

6/10

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