Xenoblade Chronicles: Definitive Edition im Test

Bereits zum dritten mal feiert Xenoblade Chronicles einen Release, nun in einer echt gut gelungenen Definitive Edition.

Xenoblade Chronicles feierte seinen Release (den Ersten) damals 2011 (zumindest in Europa, 2010 bereits in Japan)auf der Nintendo Wii, ihr könnt euch also vorstellen, dass die Grafik nicht gerade das gelbe vom ei war

2015 wurde das Spiel dann abermals released, und zwar für den New Nintendo 3DS sowie die WiiU. Für die Nintendo Switch allerdings gibt es nicht nur einen schnöden Port, sondern eine richtig schön überarbeitete Definitive Edition. Das sieht man schon bei den ersten Cutszenes, wirkten in der Originalfassung die Charaktermodelle ziemlich verwaschen, bekommen wir nun auf der Nintendo Switch richtig schön neu überarbeitete Modelle. Doch nicht nur die Charaktermodelle wurden neu überarbeitet, auch die musikalische Untermalung wurde neu arrangiert. Wem das nicht gefällt, kann auf Wunsch auch die alte Version genießen, so oder so ist die musikalische Untermalung in jedem Fall grandios. Was gibt es sonst noch neues, ein optionaler Time Attack Modus, in welchem wir neue Items für unsere Helden in doch recht knackigen Herausforderungen erspielen können. 

Was auf jeden Fall in keinem RPG fehlen sollte, die Möglichkeit die Rüstungen der Charaktere kosmetisch zu verändern. Persönlich kann ich es nicht leiden, wenn mein Charakter zwar starke Items trägt, aber dabei aussieht als käme er mit einer Mischung aus Pinken Teletubby Land / Abgefahrenen Sci-Fi Schrottplatz daher. Nicht so in Xenoblade Chronicles Definitive Edition. Wir können unsere Charaktere transmoggen, und so der gesamten Party einen passenden Look verleihen. Ist wohl nicht das wichtigste Element in einem RPG, ich finde es aber gut, wenn auch ein bisschen an das Aussehen der Charaktere abseits der Modelle gedacht wird.

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Die Story von Xenoblade Chronicles wird uns anhand schicker Cutscenes mit vertonten Zwischensequenzen erzählt. Allerdings sind nur die Hauptquests vertont, bei Nebenaufgaben hat man sich diese Mühe gespart. Wir übernehmen die Kontrolle über den Jungen Shulk, welcher in Kolonie 9 auf dem Bionis haust. Der Bionis ist ebenso wie der Mechones ein Titan, welche sich vor Äonen geprügelt und gegenseitig erledigt haben. Nun wuchert leben auf den beiden Giganten. Auf dem Bionis schreitet die Evolution eben anhand von Lebenwesen voran, während auf dem Mechones die sogenannten Mechon hausen. Hierbei handelt es sich um Maschinenwesen, welche nicht all zugut auf die Bewohner des Bionis zu sprechen sind. 

Das Problem bei diesem Konflikt ist allerdings, dass die Mechon so stark sind, dass man sie mit herkömmlichen Waffen kaum klein bekommt. Eine Ausnahme bildet hier das Legendäre Schwert namens Monado. Der Legende nach wurde dieses Schwert einst von Bionis selbst geführt und ist als einzige Waffe effektiv gegen die Mechon. Allerdings kann nicht jeder diese Waffe verwenden, aber wie es der Zufall so will, kann Shulk das Schwert führen, und so beginnt die Reise. Schon bereits in den ersten Stunden lernen wir einige interessante Charaktere kennen, wie beispielsweise Dunban, welcher das Monado vor Shulk verwendet hat, dadurch allerdings schwere Verletzungen davongetragen hat. Oder Reyn, der Haudrauf der Gruppe und zugleich Kindheitsfreund von Shulk. Oder Fiora, die kleine Schwester von Dunban und ebenfalls Kindheitsfreundin von Shulk. Aber ich will hier nicht zu weit ausschweifen, denn es gibt noch wesentlich mehr Charaktere welche uns begegnen. Bei den von mir genannten handelt es sich lediglich um die Verbündeten der ersten Spielstunden. Während wir mit den anderen Charakteren unserer Party zusammenspielen und uns unterhalten, wächst auch der Zuneigungslevel, wodurch wir mehr über die Vergangenheit und die Beziehungen der Figuren erfahren.

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Kommen wir nun also zum Gameplay, welches ich persönlich unterhaltsam finde. Im Grunde läuft ein Kampf so ab, wir begegnen dem Feind, alle ziehen ihre Waffen und prügeln sich. Während nun also der Charakter selbstständig seinen Standard Angriff ausführt, können wir uns frei in dem Kampfareal bewegen, sowie Spezialangriffe durchführen. Das ist besonders dann wichtig, wenn wir gegen Mechons kämpfen, denn wie bereits erwähnt, ist nur das Monado wirksam gegen diese Biester, ergo muss man gut die Fähigkeiten der Gruppe kombinieren, damit nicht nur die Angriffe von Shulk schaden verursachen. Ach ja weil das Monado so ein krasses Ding ist, können wir während der Kämpfe auch verschiedene Stärkungszauber wirken, wie etwa eine Barriere, welche unsere Gruppe vor Spezialangriffen schützt. Cleveres kombinieren der Fähigkeiten ist also ein muss, wenn man das Spiel auf dem normalen Schwierigkeitsgrad durchspielen will. Solltet ihr allerdings dennoch Probleme mit den Kämpfen haben, könnt ihr jederzeit in den einfachen Modus schalten, wodurch (wie der Name schon sagt) die Kämpfe einfacher für euch werden.

Zu guter letzt möchte ich noch lobend den Prolog des Spiels erwähnen. Dieser trägt den Titel “Future Connected” und bietet uns noch einmal um die 10 Stunden Spielzeit, angesiedelt nach der Hauptstory des Spiels. Ihr sehr also, dass nicht nur Neueinsteiger etwas von der Definitive Edition haben, auch Serienveteranen dürfen sich auf neue Inhalte freuen.

Mochten wir:

  • Beschäftigung für viele Stunden
  • Schöne neue Charaktermodelle
  • packendes Gameplay
  • neue Storyline

Mochten wir nicht:

Ihr merkt schon, dass ich von Xenoblade Chronicles: Definitive Edition für die Nintendo Switch echt begeistert bin. Nicht nur bietet das Spiel von Haus aus viele Stunden an Unterhaltung, auch für neuen Content wurde gesorgt. Das Ganze noch verpackt mit neuen Charaktermodellen, sowie neu aufgenommener Musik, und fertig ist ein echt gut gelungenes JRPG für die Nintendo Switch. Da ich bis dato nicht viel mit der Reihe zu tun hatte, ist nun allerdings der Punkt gekommen, an dem ich mir noch Xenoblade Chronicles 2, sowie die zugehörige Erweiterung näher ansehen werde.

Wertung:

9/10



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