Wie im Traum – The Legend of Zelda Links Awakening

Nintendo führt uns im Remake von Links Awakenung ins Traumland

The Legend of Zelda: Links Awakening war schon immer ein Teil, der ein bisschen anders war, als andere Zelda Spiele. Klar auch dürfen wir hier Serientypisch Dungeons erkunden und Rätsel lösen, allerdings gibt es in Links Awakening die ein oder andere Überraschung, zumindest wenn man das Originalspiel nicht kennt. Solltet ihr zu denjenigen gehören, die 1993 das Original, oder später 1999 die überarbeitete Fassung The Legend of Zelda: Links Awakening DX gespielt haben, bietet das Remake für die Nintendo Switch zwar nichts neues, dafür haufenweise nostalgische Gefühle. 

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Die Geschichte ist relativ schnell zusammengefasst. Link erleidet Schiffbruch und strandet auf der Insel Kokolint. Die junge Frau Marin entdeckt unseren Recken am Stand, und bringt ihn in Sicherheit. Nach einer kurzen Unterhaltung mit der, ebenfalls Serientypischen, Eule erfahren, dass wir den sagenumwobenen Windfisch wecken müssen, nur so könne Link die Insel verlassen. Um dies zu bewerkstelligen, müssen wir sämtliche Instrumente der Sirenen Sammeln. Das dies einfacher gesagt als getan ist, dürfte wohl selbstverständlich sein, denn jedes Instrument ist in einem Dungeon versteckt, von welchen es vor allem die späteren in sich haben. Da Links Awakening ein Remake eines GameBoy Titels ist, und wir nun auf der Nintendo Switch spielen, ergeben sich einige Punkte, welche komfortabler gelöst sind.

Allen voran die Buttons. Während der GameBoy dazumals 3 Button + das Steuerkreuz zur Verfügung hatte, haben wir bei der Nintendo Switch nun mehr als 10 Buttons zur Verfügung, da kommt gleich ein komplett anderer Spielfluss auf. Als Beispiel, früher mussten alle Items über A und B verwaltet werden, ja auch Schwert und Schild! Heute sparen wir uns eine Menge, Schwert und Schild stehen immer zur Verfügung, auch die Stiefel, sowie das Kraftarmband sind immer einsatzbereit, sobald wir das Item gefunden haben. Durch diese Neuerung spielt sich das Remake wesentlich flüssiger als das Original. Klar man verbringt schließlich auch weitaus weniger Zeit im Pausenmenü.

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Der Soundtrack ist, wie wir es von Zelda Titeln schließlich gewohnt sind, einfach wieder grandios geworden. Neuauflagen bekannter Themes wecken, zumindest bei mir, immer wieder nostalgische Gefühle. Ach damals, als man auf dem GameBoy das Schwert am Strand wieder gefunden hat und die klassische Overworld Theme ertönt, einfach ein toller Moment. Und das Spiel ist gespickt mit solchen Momenten. 

Allerdings gibt es auch einige Punkte über die ich meckern muss. An sich spielt sich Links Awakening flüssig, da außerhalb der Dungeons auf den scrollenden Bildschirm verzichtet wird. Allerdings treten des öfteren Ruckler auf, und das sowohl im Handeld als auch im Dock Modus. Und ein kleiner Punkt, der allerdings nur mich persönlich stört, ist die Bewegung unserer Spielfigur. Mit dem knuffigen Grafikstil hat Nintendo sich mal wieder selbst übertroffen. Bis auf die Mimik sieht Link, und alle anderen Bewohner der Insel Kokolint, grandios aus, allerdings sobald wir beim Laufen die Richtung ändern, passiert das nicht mit einer smoothen Drehung des 3D Modells, sondern so, als würde es sich bei Link um ein Spritesheet handeln. Mit einem Ruck sieht er auf einmal in die andere Richtung, ohne das wir irgendetwas was auch nur aussieht wie eine Drehung sehen können. 

Zu guter letzt hätten wir wohl noch die größte Neuerung welche das Remake von Links Awakening zu Bieten hat. Den Totengräber Boris. Bei diesem Kerl zuhause dürfen wir nämlich unsere eigenen The Legend of Zelda Dungeons kreieren. Also Quasi wie im Super Mario Maker nur eben mit The Legend of Zelda. Und das ganze macht auch richtig Spaß. Allerdings können wir nicht wie im Super Mario Maker unsere Dungeons Online mit Freunden Teilen. Wir können unsere Kreationen lediglich auf den neuen Amiibo Packen und so an unsere Freunde weiter geben, was ich persönlich ziemlich schade finde.

Mochten wir:

  • Der Grafikstil gefällt sehr
  • Keine unnötigen Änderungen des Originals
  • Dungeon Editor macht Spaß … 

Mochten wir nicht:

  • … Kreationen lassen sich allerdings nur mit Hilfe des Amiibos Teilen
  • Framerate oft nicht stabil
  • Drehungen der Spielfigur

Alles in allem ist The Legend of Zelda: Links Awakening eine grandiose Zeitreise für Nostalgiker. Solltet ihr das Original nicht gespielt haben, was ja durchaus sein kann, könnt ihr euch auf ein richtig schön klassisches Zelda freuen, welches wohl etwas aus der Reihe tanzt. Der neue Grafikstil erinnert zwar etwas an Knetmasse, allerdings muss ich sagen, dass mir der Stil optisch recht gut gefällt, allerdings scheiden sich bei diesem Punkt die Geister. Ich habe auch schon mit Zelda Fans gesprochen, denen der Grafikstil überhaupt nicht zusagt. Was ich allerdings echt schade finde, ist die Tatsache, dass ich zum teilen meiner Dungeon Kreationen einen Amiibo benötige, haben wir doch vor einigen Monaten den Super Mario Maker 2 von Nintendo bekommen, also sollte die Technologie zum Umsetzen auch vorhanden sein. Also, wenn wir demnächst den The Legend of Zelda Maker bekommen, hier habt ihrs zuerst gehört! Ansonsten haben wir mit Links Awakening ein klassisches Zelda, mit dem vor allem Fans der Serie nichts falsch machen können.

Wertung:

8/10



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