Warhammer: Chaosbane – Chaos im Übermaß

Warhammer: Chaosbane versucht mit dem Hack & Slay Genre in die Fußstapfen von Diablo zu treten, während es neue Dinge probiert.

Mit Warhammer: Chaosbane wurden die meisten, die Diablo lieben, schon sehr hibbelig und wollten direkt drauf los spielen, doch bringt Chaosbane einiges mit sich, das wir so nicht kennen. So ist zum Beispiel das Hub, in welchem wir unsere Dinge spenden und kurz aufmagazinieren doch etwas fehlt hier leider. Auch wenn man hier gerne sein sollte um sich kurz zu entspannen, fühlt es sich etwas leer und uncharismatisch an.

Wo man in Diablo oder Path of Exile sich gerne in die Stadt begibt und dort schon die eine oder andere Stunde verbringt, sei es wegen der Questgeber oder wegen der vielen Händler und dem Inventar Management, bleibt dies in Chaosbane leider beinahe gänzlich aus. Zwar sind wir hier auch für einige Quests und Dialoge, doch ist es eher eine “Durchzugsstelle” die dafür sorgt, dass man sich nirgendwo so ganz heimelig fühlt.

Natürlich stellt sich die Frage, ob man sich in diesem Spiel überhaupt daheim fühlen will, aber in dem durchgängigen Chaos an Gegnern wäre ein kleiner, besser gestalteter Hub durchaus kein Fehler gewesen. Zwar erfüllt es seinen Zweck, aber das auch nur gerade so. Dies war aber auch schon der schlimmste Kritikpunkt, den ich diesem Spiel leider zuschreiben musste.

Ohne Ende!

Also rein in die Monstermassen, in Erwartung, dass diese ohnehin zahlenreich werden, habe ich das Spiel bekommen und wurde überwältigt mit noch mehr als ich mir gewünscht hätte. Man kämpft ohne Ende. Wo bei Diablo 3 eher längere Korridore die Gruppen trennen, haben wir hier nur sehr wenige kleine Bereiche in denen wir kurz durchatmen und Level Ups durchführen können, bevor wir schon in den nächsten Bildschirm gefüllt mit Gegnern vordringen.

Abhängig von der Klasse die man spielt, kommt man besser oder schlechter durch die Massen. So ist der Zwerg eher ein Off-Tank/Bruiser, der zwar ein bisschen Schaden machen kann, aber alleine dann doch etwas länger braucht, meine Wahl fiel in diesem Fall auf den Waldelfen. Wie der klassische Schurke mit Bogen im Gepäck kann man mit ihm leicht Gegner töten, bevor sie einen erreichen. Kritisch wird es hier nur, wenn man kein Mana mehr hat.

Die Klassen spielen sich also sehr unterschiedlich und bedienen die klassischen Geschmäcker sehr gut und können in Kombination für wirklich viel Spaß sorgen, denn einen Multiplayer gibt es selbstverständlich und den haben wir auch getestet, dazu aber später mehr. Das Balancing ist dahingehend sehr gelungen und bietet für jeden Geschmack eine gewisse Herausforderung. Man stirbt hier und da mal, wenn man nicht aufpasst, denn die Monsterhorden können überwältigend sein.

Multiplayer, Bosse und Skills

Der Multiplayer funktioniert grundsätzlich gut. Man hat kaum Verbindungsprobleme, Lag gibt es scheinbar keinen bei annähernd brauchbarem Internet und auch der Ping scheint hier nicht sehr tragisch zu sein. Loot ist für jeden personalisiert und dadurch gibt es keinen Streit darum, lediglich streitet man sich um die roten Kügelchen die zufällig erscheinen und unsere ultimative Fähigkeit aufladen.

Die Ultimative Fähigkeit, wie sie zumindest in LoL genannt wird, kann in diesem Spiel verheerend sein, denn mit dieser erlegen wir alles ohne auch nur ins Schwitzen zu kommen. Lediglich Dungeonbosse widerstehen dem Ganzen einigermaßen. Abgesehen von diesen können wir 4 Skills ausrüsten, wobei jeder Skill Punkte kostet und unser Charakter hat abhängig vom Level nur eine gewisse Zahl an Maximalpunkten, also müssen wir genau überlegen, welche Skills wir ausrüsten wollen.

Bosse sind zunächst rar gesäht, doch so wie der erste auftaucht, kommen sie öfter und hier haben sie sich nicht Lumpen lassen. Sie haben alle spezielle Mechaniken. Man muss ausweichen, angreifen, Mobs killen – man hat sich also wirklich Mühe gegeben, diese Kämpfe durchzudenken und interessante und spaßige Mechaniken eingebaut, die den Kampf auch im Team zu Spaß machen.

Mochten wir:

  • Viele Gegner
  • Gute Klassenauswahl
  • Spaßig mit mehreren Spielern

Mochten wir nicht:

  • mangelhaftes Spielerhub

An sich macht Warhammer: Chaosbane sehr spaß, aber durch das fehlende Hub, verliert das Ganze leider wirklich an Körper. Wenn man davon absieht und sich nur der Action zuwendet, dann hat man einen wirklich tollen Titel hier den man als Diablo Fan durchaus spielen sollte. Diverse Skilltrees und Gestaltungsmöglichkeiten ermöglichen einem den Charakter selbst zu kreieren und diesen dann gegen Unmengen von Gegnern zu testen. 

Wertung:

7,5/10



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