Lange mussten Fans auf eine Fortsetzung warten. Sechs Jahre nach dem letzten Teil kommen wir endlich wieder in den Genuss eines Warhammer Titels der es in sich hat.

Lang ists her, seit wir das letzte mal unsere Space Marines in einem Dawn of War in die Schlacht schicken durften und nach der Pleite von Publisher THQ war es überhaupt ungewiss ob wir noch einmal in den Genuss kommen werden. Doch Relic Entertainment hat zusammen mit Publisher Sega nun den dritten Teil der Dawn of War Reihe veröffentlicht und kurzum, es ist verdammt gut geworden. Während in Teil 2 noch der Fokus auf einzelne Einheiten und taktisches Vorgehen gesetzt wurde, dürfen wir in Dawn of War 3 wieder eine Basis aus dem Boden stampfen, Einheiten produzieren und diese in Massenschlachten führen.

Abgespeckter Basenbau und Supereinheiten

 

Nun gut eine Basis aus dem Boden stampfen ist nicht ganz richtig. Auf der einen Seite dürfen wir Gebäude errichten aber auf der anderen Seite sind es nicht wirklich viele. Aber die Entwickler wollen den Fokus auch auf die spannenden und taktischen Kämpfe legen und nicht etwa darauf, wo ihr welches Gebäude platziert. Doch bevor wir uns daran machen können eine Armee aus dem Boden zu heben gilt es die auf der Karte verteilten Ressourcen Punkte zu erobern und mit Generatoren zu bestücken. So müssen wir immer auf Achse sein und unsere Einheiten über die Karte bewegen ansonsten verlieren wir wertvolle Ressourcen an den Feind, Sammler welche das für uns übernehmen gibt es schließlich nicht.

Was es allerdings dafür gibt sind mächtige Supereinheiten, Warcraft 3 lässt grüßen! Jede der drei spielbaren Fraktionen hat gesamt 9 von diesen Helden wovon wir vor Spielbeginn 3 auswählen. In der Schlacht können wir diese mit sogenannten Elitepunkten anfordern. Diese Punkte generieren langsam mit der Zeit maximal gibt es auf der Karte einen Ressourcen Punkt welcher zusätzliche Elitepunkte generieren kann, natürlich sind diese Posten meist heiß umkämpft bringen die Elites doch einen guten Bonus in der Schlacht. Doch bis unsere Mächtigen Helden auf dem Feld sind müssen wir mit normalen 0815 Truppen auskommen. Besonders zu Spielbeginn sind hier die einzelnen Fähigkeiten der Truppen besonders wichtig. Eine gut platzierte Granate kann schon mal das ein oder andere Scharmützel für sich entscheiden und so einen Taktischen Vorteil auf der Karte bringen.Im späteren Spielverlauf hingegen werden die normalen Einheiten uninteressanter, dafür die Fähigkeiten unserer Heldeneinheiten umso wichtiger. Klar man kann noch immer die einzelnen Squads auswählen und Granaten werfen lassen die Betonung liegt hierbei allerdings beim können denn im Eifer des Gefechts und bei dem ganzen Getümmel auf dem Bildschirm ist das leichter gesagt als getan. Doch trotz des ganzen Getümmels wurde ich nie so gestresst wie beispielsweise in Starcraft 2 wenn meine Space Marine Armee gesplittet werden muss weil eben ein grüner Haufen Banelinge anrollt. Man kann in Dawn of War 3 auch seinen Spaß haben wenn man nicht 400 APM frisch importiert aus Süd Korea hat. Wie gut man im Endeffekt aber abschneidet lässt ich momentan noch nicht so genau sagen, da es bis jetzt zwar einen Multiplayer Modus gibt aber keinen Ranked Modus der aber noch folgen soll.

Ein Spielmodus mit einer Handvoll Maps

 

Wo wir gerade beim Thema „Multiplayer Modus“ sind. Leider bietet das Spiel nur einen Modi auf gerade mal acht Karten für 1v1, 2v2 und 3v3. Der einzige Spielmodus ist ganz klar von MOBAs inspiriert. Anstatt wie es bei Genrekollegen üblich ist alle Gebäude des Gegner zu zerstören, gilt es in Dawn of War 3 den Energiekern zu zerlegen. Damit dieser angreifbar wird muss zunächst der Schildgenerator sowie das anschließende Geschütz zerstört werden. Die Zielgebäude haben allerdings noch andere Funktionen. Stellt man Fernkampfeinheiten in den Schildgenerator können diese aus einem geschützten Feld feuern. Der beste Weg um so etwas zu umgehen wären Nahkampfeinheiten da diese einfach in den Schild hinein laufen und die darin befindlichen Fernkämpfer zersäbeln. Das Geschütz hingegen bedarf keiner Unterstützung durch Truppen, es feuert selbstständig in einer geraden Linie die alle Einheiten durchschlägt und bei allen Getroffenen schaden anrichtet. Zusätzlich können wir noch einen Stun aktivieren der Einheiten die nahe am Geschütz stehen betäubt. Und zu guter letzt hat der Core noch eine aktivierbare Fähigkeit welche ihn kurzzeitig unzerstörbar macht. Eventuell kann diese Fähigkeit das ein oder andere Base Race entscheiden, allerdings habe ich bis jetzt in noch keiner einzigen Partie diese Fähigkeit benutzt oder überhaupt gesehen.Auch wenn der Multiplayer meine persönliche Motivation ist ein RTS zu spielen, bietet Dawn of War 3 dennoch mehr als besagte 8 Maps mit einem Spielmodus. In der Kampange in welcher wir zum ersten mal in der Serie im Hauptspiel alle 3 Völker spielen dürfen, in den vorherigen Teilen mussten dafür immer Addons herhalten, geht es ordentlich zur Sache. Die Kampange besteht aus gesamt 17 Missionen von denen keine zu kurz dauert. Mal müssen wir mit unseren Eldar unsere Basis von Plattform zu Plattform teleportieren bevor uns der Boden unter den Füßen zerschossen wird und ein anderes mal müssen wir als Orkboss einen feindlichen Orkboss zur Strecke bringen um seine Basis zu übernehmen. So abwechslungsreich das Szenario auch ist, leider laufen die Missionen gen Ende meist darauf hinaus eine möglichst große Armee zusammen zu stellen und am Ende den Gegner zu Brei hauen. Bei der Inszenierung kommt Dawn of War 3 leider nicht an Blizzards Renderfilme heran. Die Geschichte wird zwar mit hübschen aber eben nicht so spektakulären Standbildern erzählt.

Conclusion

 

RTS Fans und solche die es noch werden möchten werden mit Dawn of War 3 definitiv glücklich. Das Spiel ist nicht so hektisch wie Starcraft 2 erreicht aber auch nicht ganz die Qualität von Blizzards Sci-Fi Titel. Trotzdem gelingt es Dawn of War 3 das richtige Warhammer 40.000 Feeling in den optisch gut in Szene gesetzten Schlachten zu transportieren. Solltet ihr nun gefesselt sein findet ihr auf unserem YouTube Kanal noch Videos wie sich meine Wenigkeit mit den Space Marines in das Schlachtengetümmel stürzt.

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