The Coma wurde bereits im Oktober 2015 auf Steam veröffentlicht. Nun ist die überarbeitete Fassung auf der Nintendo Switch erhältlich.

Leistungsdruck dürfte in den Schulen Koreas eine große Rolle spielen, denn genau dieses Thema wird in „The Coma – Recut“ aufgegriffen. In der Rolle des Schülers Youngho der Sehwa Highschool betreten wir eine Alptraumwelt, auch genannt „The Coma“. Während einer Prüfung verliert der junge Youngho das Bewusstsein und findet sich in besagter Welt wieder. Die Umgebung in Finsternis gehüllt, wird uns als Spieler schneller als unserer Figur klar, dass hier etwas nicht stimmt. Spätestens als Youngho auf seine Lehrerin trifft, welche ihn von diesem Moment an verfolgt und nach dem Leben trachtet, ist auch dem gestressten Schüler klar, dass er sich nicht in seiner üblichen Schule befindet. 

Gameplay technisch ist „The Coma“ recht simpel gehalten. Bewaffnet mit nichts weiter als einer Taschenlampe steuern wir Youngho in der 2D Seitenansicht durch die Korridore und Klassenzimmer. Per Knopfdruck können wir die Taschenlampe ausschalten, um zu schleichen und nicht zu schnell von unserer Verfolgerin, Ms. Song, entdeck zu werden. In der überarbeiteten Fassung Recut ist es zudem auch möglich, Ausweichrollen zu vollführen, sowie uns in der Dunkelheit zusammenzukauern und den Atem anzuhalten. Wurden wir entdeckt, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen und in Schränken oder Toiletten ein sicheres Versteck vor Ms. Song zu finden. Leider kündigt die Gute sich akustisch recht deutlich vorher an. Sind wir am durchsuchen eines Raumes, können wir aus dem Korridor bereits die Schritte der Lehrerin hören, wodurch ihr Auftreten eher zur Routine wird. 

Bei der Story hingegen hat „The Coma“ es geschafft mich zu fesseln. Wenn ich nicht gerade auf der Flucht vor Ms. Song war, konnte ich durch das sammeln von Notizen, sowie die Interaktion mit anderen Charakteren innerhalb des Alptraumes, immer Informationen sammeln und immer selber rätseln was hier eigentlich passiert bevor es gen Ende hin zu einer Auflösung kommt. Leider fällt die Dauer mit rund 4-5 Stunden recht kurz aus. 

Fazit

Gerne wäre ich mehr auf die Story eingegangen, doch möchte ich nichts von der Geschichte vorweg nehmen. Besonders herausstechend ist der Grafikstil, wie auch die eher für Visual Novel üblicheren Unterhaltungen mit den Charakteren. Auch das Design der ebenfalls im Coma befindlichen Figuren ist gut getroffen und hat mich sehr begeistert. Leider ist der ganze Spaß / Grusel bereits nach rund 5 Stunden vorüber. Wenn man sich nicht all zulang von Ms. Song durch die Gänge jagen lässt vielleicht sogar noch eher. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.