Sword Art Online: Fatal Bullet Test

Mit Sword Art Online: Fatal Bullet tauchen wir ein weiteres mal in die VR-MMO Welt des SAO Universums ein, doch diesmal nicht in Sword Art Online oder Alfheim, diesmal ist das aus Staffel 2 bekannte MMO Gun Gale Online an der Reihe.

Fatal Bullet versetzt uns in die Welt von Gun Gale Online, dem Massively Multiplayer Online VR-Spiel, welches in Sword Art Online II zu sehen ist. Natürlich ist es nicht wirklich VR und es ist nur teilweise online, aber das ist auch nicht der Kernpunkt hier. Wir beginnen als Neuling in Gun Gale Online, personalisieren unseren Avatar und treffen uns mit mit der Freundin unserer Spielfigur Kureha, welche unseren alter Ego bereits länger zu kennen scheint. Bei unserer allerersten Mission stoßen wir auf einen der seltensten Funde von Gun Gale Online: eine intelligente, humanoide KI namens ArFA-sys. Kurz nach unserem Fund treffen wir auf Kirito, Asuna und den Rest der SAO Crew. 

Es dauert jedoch nicht lange, bis Fatal Bullet eine seiner größten Schwächen offenbart, das Tempo. Direkt zu Spielbeginn dürfen wir einen Tutorial Dungeon durchspielen und erhalten für nahezu alle Interaktionsmöglichkeiten mit den NPCs ein Tutorial, alles in allem vergeht gut eine Stunde bis wir mit sämtlichen Erklärungen durch sind. Natürlich können diese Sequenzen auch übersprungen werden, doch spielen wir Fatal Bullet zum ersten mal, ist das keine gute Idee, da uns ansonsten einige wichtige Infos entgehen könnten. Aber auch nach den frühen Infodumps nimmt sich die Handlung Zeit, um sich zu bewegen. Das Spiel versucht zwar uns anhand der Weiterentwicklung unseres ArFA-sys weiter zu motivieren, doch die meiste Zeit wirkt das erledigen der diversen Quest Aufgaben mehr wie grinding. 

Konzentrieren wir uns nur auf das Hauptspiel sind wir in rund 20-25 Stunden durch, anhand von Side-Quests kann diese Spielzeit auch noch etwas gestreckt werden. Wir können Quests annehmen, um große Feinde zu besiegen, NPC-problematische Spieler zu eliminieren und Schätze zu finden. Ebenso können wir auch in begrenzten, kompetitiven und kooperativen Online-Multiplayer-Modi spielen, in denen wir uns mit anderen Spielern verbünden (oder gegen sie konkurrieren), um Bossgegner von hohem Level auszuschalten. Persönlich habe ich mich allerdings auf die Einzelspieler Missionen konzentriert, in welchen wir gemeinsam mit der SAO Crew in Gun Gale Online auf die Jagd gehen können. Indem wir uns mit Charakteren anfreunden, werden wir einige ernste Vorteile auf der ganzen Linie verdienen, obwohl die Filmsequenzen, die mit zunehmender Affinität einhergehen, komisch schlecht aussehen, während ein Haufen sich kaum bewegender Charaktere während des Sprechens auf den Bildschirm starren. Dabei wirken besagte Zwischensequenzen eher wie aus einer Visual Novel entnommen.

Die Kampfmechanik ist in Fatal Bullet deutlich auf Action ausgelegt. Wir können unsere Charaktere mit einer Vielzahl verschiedener Waffenarten ausstatten, von Handfeuerwaffen über Scharfschützengewehre bis hin zu Maschinengewehren, die alle unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Und wenn wir kein Gewehr spielen wollen, können wir stattdessen immer ein Schwert ausrüsten. Auch verfügt Fatal Bullet über einen Zielassistenten, welcher uns den Großteil der Arbeit abnimmt, besonders Spieler mit wenig Shooter Erfahrung profitieren hiervon. Als geübter Spieler sollte man allerdings auf diesen Assistenten verzichten, da das Spiel sonst zu einfach wird. So spaßig die Kämpfe auch sind, die sich nach einiger Zeit wiederholenden Gegnermodelle und auch die immer gleich aussehenden Dungeons tragen nicht zu einer guten Stimmung bei.

Mochten wir:

  • wiedersehen mit den Charakteren aus der Vorlage
  • unterhaltsame und schnelle Gefechte
  • zahlreiche Möglichkeiten zur Charakterverbesserung

Mochten wir nicht:

  • Grafik wirkt etwas angestaubt
  • langsame erzählte Geschichte stört den Spielfluss
  • KI-Aussetzer der Begleiter

Fatal Bullet ist bei weitem kein schlechtes Spiel, doch leider konnte es mich nicht auf Dauer bei der Stange halten. Dazu trug sowohl die langsam erzählte Geschichte sowie auch die sich ständig wiederholenden Gegnermodelle in den immer gleich aussehenden Dungeons bei. Auf der anderen Seite spielen sich die Kämpfe schnell und Actionreich und man hat die Möglichkeit mit den Helden aus dem Anime in den Kampf zu ziehen.

Wertung:

6,8 / 10



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