Super Blood Hockey für die Nintendo Switch im Test

Mit Charmenten Retro Flair und Pixel Optik

Auf den ersten Blick hat mich Super Blood Hockey an den NES klassiker World Cup von Nintendo erinnert. Pixel Männchen jagen dem Puk hinterher, und mit Fouls wird nicht gegeizt. Grund genug für mich also den arcadigen Titel unter die Lupe zu nehmen. An sich bin ich für Sportspiele ja nicht wirklich zu haben, aber schon im Trailer dachte ich mir, das könnte etwas für lustige Coop Abende über Split Screen sein, und ich hatte recht. 

Das Hockey-Gameplay ist einfach genug, um zugänglich zu sein, aber tief genug, um einige ziemlich spannende Spiele zu ermöglichen, zumindest gegen andere Menschen. Wir können schnelle Schüsse auf das Tor abgeben oder die Taste gedrückt halten, um den Schuss zu verstärken, aber die Genauigkeit verringern. Gleiches gilt für Pässe. 

Spielt man hingegen gegen die KI sieht das ganze schon anders aus. Schon auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad ist die KI so übermäßig stark, dass wir in unseren ersten Partien gar kein Land sehen werden. Einige Spieler mag der Schwierigkeitsgrad eventuell abschrecken, für andere Spieler könnte dies gerade ein motivierender Faktor sein, das muss allerdings jeder für sich selber wissen.

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Im Story Modus bauen wir uns als Coach eine eigene Mannschaft zusammen. Das nötige Startkapital liefert uns der Verkauf einer unserer Nieren. Bei dem Intro und der Erklärung musste ich mehrmals schmunzeln, wenn unser alter Ego benommen im Rollstuhl sitzt und die Räumlichkeiten erklärt bekommt. Unsere Spieler haben alle ihre eigenen Attribute, die neben den üblichen Dingen wie Geschwindigkeit und Genauigkeit auch ihren Körpertyp beinhalten. Größere, schwerere Spieler können die Spieler besser kontrollieren und den Puck halten, aber sind langsamer und weniger wendig. Leichtere Spieler sind schneller, aber zerbrechlicher und eignen sich daher besser für schnelle Torversuche oder schnelle Pässe, da sie sonst Gefahr laufen Verletzungen zu kassieren. Wir sollten eine gesunde Mischung dieser Typen in unserem 4-köpfigen Team anstreben, oder wir sind ein bisschen benachteiligt, es sei denn, wir verwenden nicht ganz konventionelle Taktiken.

Eine dieser Taktiken wäre es beispielsweise auf Kämpfe zu setzen. Wir reden hier allerdings nicht von fairen Zweikämpfen, sondern richtigen “gib ihm, bis er nicht mehr aufstehen kann” Kämpfen. Solche Fights können ausgelöst werden, indem wir in einem Spiel mehrmals den selben Spieler foulen. Anschließend geben sich beide Mannschaften so richtig schön aufs Fressbrett. Allerdings sind die Möglichkeiten hierbei begrenzt, da es nur eine verfügbare Taste zum Schlagen gibt. Gehen wir aus so einem Kampf als Sieger hervor, schalten wir für einen längeren Zeitraum des Spieles einen Spieler der gegnerischen Mannschaft aus, sodass dieser sich nur noch am Boden krümmt und die Eisfläche vollblutet, daher auch der Name Super Blood Hockey.

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Um für etwas Abwechslung zu sorgen, gibt es neben dem Story Modus auch noch diverse andere Modi. Ganz typisch ein versus Modus um gegen Freunde anzutreten. Sind mehre Personen Anwesend, gibt es sogar einen Turnier Modus für bis zu Acht Spieler. Der Franchise Modus ist besagter Story Modus, in welchem wir als Trainer Gefangene aus Gefängnissen kaufen, um für unsere Mannschaft zu spielen, und schlimmsten falls auch zu sterben. Zieht sich nämlich ein Spieler auf dem Eis so schwere Verletzungen zu, dass dieser im Krankenbett landet, ist es uns frei gestellt auf Genesung zu warten, oder aber den Stecker zu ziehen. Wenn wir als Trainer in unserer Aufgabe versagen und unser Land enttäuschen, werden wir im Game Over Screen sogar hin gerichtet. Man erkennt also einen ziemlich derben Humor.

Mochten wir:

  • Spielmechanik geht schnell von der Hand
  • ziemlich schwarzer Humor

Mochten wir nicht:

  • Schwierigkeitsgrad mitunter etwas zu hart
  • Keine Vielfalt in den Kämpfen

Zwar macht das Aufbauen einer eigenen Gefängnismannschaft durchaus Spaß, doch an dieser Stelle offenbart sich uns die wohl größte Schwäche von Super Blood Hockey. Alleine gegen die KI wird es mit der Zeit unfassbar öde. Erst im lokalen Spiel gegen Freunde, entfaltet der Titel seine richtige Stärke. da wir hier etwas ausgewogenere Matches haben. Mit 14,99 € bezahlen wir schon einen recht stolzen Preis für relativ wenig Umfang, doch solltet ihr des öfteren Sessions mit euren Freunden veranstalten, könnt ihr Super Blood Hockey mal eine Chance geben.

Wertung:

6/10



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