Stellar Commanders im Test

Planeten erobern in nur 7 Minuten. Das ist Stellar Commanders.

In einer fernen Zukunft liegen 3 mächtige Fraktionen im Clinch miteinander. Der Grund, jeder will die Vorherrschaft. Um dies zu erreichen, werden fähige Kommandeure eingesetzt um Planeten und Ressourcen zu erobern. So könnt ihr euch die Ausgangssituation in Stellar Commanders vorstellen. Neben der coolen optischen Präsentation wartet aber noch ein interessanter Gameplaykniff auf uns. Ein Match dauert maximal 7 Minuten. Bevor es ans Eingemachte gegen menschliche Kontrahenten geht, bekommen wir die Basics des Spiels zunächst in ein paar Matches gegen die KI beigebracht. Im Anschluss sind wir bereit, in kurzen und knackigen 1 on 1 Gefechten uns gegenseitig mit allerlei Kriegsgerät auf die Mütze zu hauen.

Das Spiel selber läuft dabei relativ klassisch ab. Zwei Spieler finden sich auf einem Planeten wieder, es gilt nun Rohstoffe zu erbeuten, Truppen zur Eroberung zu entsenden, oder aber die gegnerische Basis zu vernichten. Die erste Minute einer Partie gilt hierbei als Vorbereitung, während dieser Minute kann nicht angegriffen werden, oder Raketen bzw. Orbitalschläge eingesetzt werden. Wir können allerdings vorausplanen um in den darauffolgenden Minuten bestens gewappnet zu sein. Sobald der Timer auf 0 ist geht es auch gleich los, Raketen fliegen, Truppen bewegen sich. Nun müssen wir gleichzeitig an mehreren Fronten den Überblick bewahren. 

Nach 4 Minuten ist es dann soweit und der Planet beginnt unter der Schlacht zu kollabieren, was sich dadurch äußert, dass nicht eroberte Gebiete automatisch zerstört werden. Während der letzten 2 Minuten gilt es nun den Gegner zahlenmäßig zu übertrumpfen oder aber mit Raketen das feindliche HQ zu vernichten. 

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Eingangs erwähnt streiten sich drei Fraktionen um die Vorherrschaft. Was wäre Stellar Commanders dann auch für ein Strategiespiel, wenn diese Fraktionen keine Eigenheiten mit sich bringen würden? So findet man bei den „Söhnen und Töchter von Barovia“ einen besonders aggresiven Stil, mit starken Raketen. Beim  „Königreich Jin Guo“ hingegen setzt man ganz darauf, sich zu verschanzen und uneinnehmbare Hindernisse zu schaffen. Die „Vereinte Koalition der Welt“ setzt hingegen auf technologisch fortschrittliche Panzer, um im Lategame die Nase vorne zu haben.

Eigentlich schreit alles bei Stellar Commanders nach mobile Game. Das schlägt sich auch am Ende bei der Bedienung nieder. Ich habe mich etwas an Command & Conquer Rivals erinnert, bei welchen ich auf dem Handy einfach viel schneller und präziser agieren kann, als auf dem PC mit der Maus, genau dasselbe Problem gibt es bei Stellar Commanders, da die Bedienung auf Touch-Geräte optimiert zu sein scheint ist die Steuerung mit der Mauseingabe, oder mit den WASD bzw. Pfeiltasten etwas hakelig.

Allerdings handelt es sich bei Stellar Commanders jetzt auch nicht unbedingt um einen neuen Titel, immerhin erschien das Spiel bereits im September 2019. Der Grund warum ich jetzt einen Blick auf das Spiel werfe ist das neue Friends and Foe Update, also gehen wir auf die Neuerungen des Updates ein. Das Friends and Foe Update bietet das sogenannte „Friends Assembly“ Programm an. Ich nenne es einfach mal Programm, hierbei können Spieler sich zusammenschließen und Einheiten freischalten. Allerdings beschränkt sich dies nur auf einige Einheiten, welche für alle Fraktionen freigespielt werden. Solltet ihr über keine Freunde verfügen, welche Stellar Commanders zocken nicht verzagen, denn auf dem Discord Server finden sich bestimmt einige gleichgesinnte. Aber auch Solisten kommen nicht zu kurz. Einmal täglich kann der „Explorers Path“ eingeschlagen werden. Durch das Erfüllen dieser Missionen kann eine eigene Ingame-Währung erspielt werden, durch welche sich im Shop ebenfalls Einheiten und Skins kaufen lassen. 

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Natürlich dürfen in einer neuen Erweiterung auch brandneue Einheiten für die eigenen Fraktionen nicht fehlen. Bzw nicht nur Einheiten, denn die „Söhne und Töchter Barovia“ erhalten Beispielsweise verbesserte Raketen, was dem aggressiven Spielstil zugute kommt, während „Das Königreich Jin Guo“ neue Verteidigungstürme erhält. Mit dabei sind auch neue Supereinheiten. Die Söhne und Töchter erhalten einen gigantischen Turm, welcher anfliegende Raketen nicht nur abfängt, sondern auch zurück an den Absender schickt. Die „Vereinten Koalitionen der Welt“ erhalten den sogenannten Panopticon Core, dieser ermöglicht das passive Erobern angrenzender Gebiete. Das Königreich hat anschließend noch einen getarnten Panzer im Sortiment, welcher unbemerkt in ein Gebiet eindringt und die nächste Einheit übernimmt welche darauf gebaut wird. Wie üblich brauchen Supereinheiten recht lang bis sie auf dem Feld sind und schlucken ordentlich Ressourcen, sind allerdings dafür umso mächtiger. Wenn ihr jetzt Bock auf ein kurzweiliges RTS habt, Stellar Comanders könnt ihr über Steam oder für iOS  über Apple-Arcade beziehen.

Wertung:

7/10



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