Star Wars: Jedi Fallen Order – endlich wieder ein gutes Solospiel

Nach dem gecancelten Star Wars 1313, stand es lange Zeit schlecht um Singleplayer. Mit Jedi: Fallen Order macht EA nahezu alles richtig.

Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit weit entfernten Galaxis….. dass Star Wars Fans ein ordentliches Singleplayer Spiel des Franchises feiern konnten. Abgesehen von den Lego Star Wars Titeln, welche durchaus Spaß machen, sehnte man sich allerdings doch nach etwas mehr. Da half der Skandal 2017 rund um Star Wars Battlefront 2, und die daraus entstandene Diskussion um Lootboxen auch nicht wirklich weiter. Um genau zu sein, war die letzte richtige Star Wars Erfahrung für Solospieler 2010 mit The Force Unleashed 2. Immer wieder hieß es, die Spieler wollen keine Singleplayer sondern nur Multiplayer. Nun, Jedi: Fallen Order hat wohl eindeutig gezeigt, was Spieler wirklich wollen.

Eine packende Star Wars Geschichte mit einem runden Kampfsystem, den Einsatz der Macht und natürlich darf die Action auch nicht zu kurz kommen. All das liefert uns Star Wars: Jedi Fallen Order von Respawn Entertainment. Respawn Entertainment kennt man bis Dato nur als die Entwickler von Titanfall und Apex Legends, umso mehr erstaunt es, dass von einem Studio, welches bis Dato eigentlich Multiplayer Titel entwickelt hat, nun ein so passables Singleplayer Abenteuer erscheint.

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Worum geht es aber überhaupt in Jedi: Fallen Order? Wir übernehmen die Rolle über den ehemaligen Padawan Cal Kestis. Dieser hat die Order 66 überlebt, und fristet sein Dasein als Schrottsammler auf dem Planeten Bracca. Direkt zu Spielbeginn liefert Jedi: Fallen Order ein für mich atmosphärisches Setting. Auf Bracca sind Schrottsammler damit beschäftigt alte Schiffe der Republik, sowie der Separatisten aus den Klonkriegen für das Imperium auszuschlachten. Eines führt zum anderen, und so taucht eines Tages das Imperium auf Bracca auf, und die Handlung nimmt ihren Lauf. Auf der Flucht werden wir mit den Fähigkeiten von Cal, sowie der Steuerung vertraut gemacht. Gen Ende des Tutorials wartet ein kurzer Lichtschwert Kampf gegen den obligatorischen Bösewicht des Spiels auf uns. 

Schon während wir die Steuerung lernen fällt auf, wo Jedi: Fallen Order sich an Spielelementen bedient hat. Wir klettern wie in Uncharted und kämpfen wie in einem Souls-Like. Einzig ein anderer Bezug fällt erst wesentlich später im Spiel auf. Jedi: Fallen Order hat nämlich mehr von einem Metroidvania als von einem Souls. Klar einzelne Elemente findet man dort auch wieder, aber eigentlich lernt Cal auf der Reise neue Fertigkeiten, und/oder findet neues Equipement, mit welchem er an eventuell zuvor entdeckten Stellen weiter kommt. 

Das einzige was wirklich an ein Souls-Like erinnert, ist, dass sobald wir sterben, wir unsere nicht investieren Erfahrungspunkte verlieren, und wieder in der Welt finden müssen. Das wars aber auch schon, da Jedi: Fallen Order nicht einen so steilen Schwierigkeitsgrad hat. Wobei das ja uns überlassen ist. Zu Spielstart können wir zwischen einen von vier Schwierigkeitsgraden wählen. Als alter Hase dachte ich mir da, “natürlich legen wir auf Jedi-Großmeister los”. Was sich nach kurzer Zeit als Fehler erwies. Aber zum Glück können wir den Schwierigkeitsgrad während dem Spielen verändern. Äußerst praktisch wenn man sich übernommen hat, allerdings nicht von vorne beginnen möchte.

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Wie bereits erwähnt, erhalten wir im Laufe des Spiels immer mehr Fähigkeiten um die Planeten zu erkunden. Das erringen dieser Fähgkeiten wird, sofern es sich um Macht Fertigkeiten handelt, in kurzen Rückblenden in Cals Padawan Zeit erzählt. Ein ziemlich cooles Element, so lernen wir über die Zeit auch Cals alten Meister Jaro Tapal kennen. Ebenfalls eine wichtige Rolle Spielt die Crew der Mantis, mit welcher wir die Galaxie erkunden. Dabei bleiben Cere und Greez, obwohl sie eigentlich nur Nebendarsteller sind nicht flach und farblos wie man es aus anderen Spielen kennt. Besonders Greez hat es mir angetan, landen wir doch im Spielverlauf aufgrund seiner Vergangenheit in einer Art Colosseum.

Der Sound kann sich hören lassen sowohl die Effekte, als auch die musikalische Untermalung. Das Spiel beginnt mit einem ziemlich coolen Alien Song, welchen Cal während der Arbeit über seine Kopfhörer hört. Ich hätte mir gewünscht, dass er diese im Spiel öfter verwendet, allerdings werden diese Kopfhörer nach dem Intro nicht mehr gesehen. Besonders ins Ohr, geht allerdings der Klang von Cals Lichtsäbel. Mit der richtigen Ausstattung hört sich das Hantieren mtit dem Lichtschwer ganz genau so an wie im Kino.

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Während Battlefront 2 noch mit allerlei Mikro-Tansaktionen aufwartete, zumindest zum Beginn, wird in Jedi Fallen Order komplett auf solche Inhalte verzichtet. Alles was im Spiel gefunden wird, ist optional und kosmetischer Natur. So können wir entweder neue Farben für Cals Poncho finden, welche, wie ich persönlich finde, allesamt ziemlich Panne aussehen. Aber auch neue Lackierungen für das Schiff, die Mantis, oder Cals kleinen Droiden BD-1 können gefunden werden. Apropos BD-1, zu Cals kleinem Helfer habe ich noch gar kein Wort verloren. Wir kennen die wohl etwas schrägen Freundschaften zwischen Mensch und Maschine ja bereits aus den Filmen, in welchen R2-D2 immer ein guter Kumpel des Hauptdarstellers war. Ähnlich verhält es sich mit BD-1. Kurz nach Spielbeginn finden wir den kleinen Droiden, welcher fortan quasi Cals bester Freund wird. Das so eine Freundschaft der Story zutun kann, hat Respawn uns schon in Titanfall 2 gezeigt.

Mochten wir:

  • Tolle Optik
  • Überzeugender Genre Mix
  • Gut umgesetztes Kampfsystem
  • Vier Schwierigkeitsgrade
  • Überzeugende Charaktere

Mochten wir nicht:

  • Teils lange Ladezeiten
  • Ewig lange Laufwege und keine Schnellreise

Star Wars Jedi: Fallen Order ist ein Spiel wo ich sage, da haben sich meine 60 Euro gelohnt. Auch wenn die PS4 Version auf der ich gespielt habe teils mit extrem langen Ladezeiten zu kämpfen hat, und sogar während dem Spielen ab und an das Spiel einfriert um das neue Gebiet zu laden. Letzteres ist nicht sonderlich oft passiert, aber für eine PS4 Pro dann doch etwas, was mich stört. Weitaus nerviger hingegen waren die elends langen Laufwege, und die nicht vorhandene Schnellreisefunktion. Auf den unterschiedlichen Planeten gibt es immer nur eine Landezone für die Mantis und das wars. Wir dürfen teilweise 20 – 30 Minuten durch bereits erforschte Gebiete laufen, Gegner nochmal bekämpfen und die Klettereinlagen absolvieren, nur um zum nächsten Punkt auf der Agenda zu gelangen. Mehrere Landeplätze hätten hier schon für etwas mehr Flexibilität gesorgt. Das einzige was es gibt sind Abkürzungen, welche von uns geöffnet werden müssen. Aber naja seis drum das ist aber auch wirklich das einzige was ich an Fallen Order zu meckern habe. Alles in allem hatte ich in den zwei Spieldurchläufen, die ich gespielt habe, so viel Spaß wie schon lange nicht mehr in einem Spiel. Star Wars Fans greifen sowieso zu, und jene welche sich bis dato nicht sicher waren, Fallen Order ist definitiv eine gute Anschaffung für die Feiertage.

Wertung:

9/10



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