In Slain: Back from Hell werden der Schwierigkeitsgrad eines Dark Souls mit der Action eines Metroidvanias verbunden.

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Vor einiger Zeit veröffentlichten die Entwickler von Wolf Brew Games den Titel Slain. Theoretisch klang alles recht cool, ein bockschwerer Metroidvania Titel mit Metal-Musik. Leider war das Spiel damals alles andere als gut. Aber die Entwickler hörten auf das Feedback der Spieler, setzten sich erneut ran und haben nun die überarbeitete Version ihres Werkes Slain: Back from Hell veröffentlicht.

Spielerisch ist der Titel simpel gehalten. Wir können springen, rutschen, blocken und mit drei verschiedenen Waffen angreifen, welche für bestimmte Gegnertypen mal mehr, mal weniger effektiv sind. Wohl die wichtigste Fähigkeit ist das parieren. Hierfür müssen wir einfach im richtigen Moment des Angriffs die Blocken-Taste drücken und können so mit einem kraftvollen Hieb unseren Gegner auf die Bretter schicken, ohne selbst Lebenspunkte zu verlieren. Ein richtiges Gefühl für diese Technik zu entwickeln, ist einer der Knackpunkte, ohne eine Parade ist es nahezu unmöglich in Slain: back from Hell sonderlich weit zu kommen, denn der Game Over Screen wird regelmäßig euren Bildschirm schmücken.

Storytechnisch macht Slain: back from Hell nicht sonderlich viel her. Unser Held ist von den Toten auferstanden und muss nun das finstere Gesocks zurück in die Hölle schicken. Noch dazu gesellt sich eine Schriftart, die zwar zum Look des Spiels passt, allerdings so dermaßen schwer zu lesen ist, dass man versucht ist, auf die Story zu pfeifen und das Spiel ohne die kleinen Storyfetzen durchzuspielen. Wie zuvor erwähnt ist der Schwierigkeitsgrad enorm. Während wir von Checkpoint zu Checkpoint laufen, welche teilweise wirklich unglücklich platziert sind, kommt es schon mal vor, dass unser Held einige male ins Gras beißt.

Grafisch präsentiert sich Slain: Back from Hell in einem schicken 16-Bit Pixel look. Die Umgebung wurde Detailreich gestaltet und auch die Animationen sind durchaus gelungen. Einzig etwas mehr Abwechslung bei den Gegnern und ihren Bewegungen wäre wünschenswert gewesen, doch das Spiel möchte eindeutig meine Nostalgie-Drüsen bedienen und damit kann ich über dieses Manko hinweg sehen, möchte es jedoch nur kurz anmerken.

Fazit

Wer sich ein Dark Souls in 2D erwartet wird wohl enttäuscht werden, auch wenn der Schwierigkeitsgrad enorm und die Lernkurve ziemlich steil ist, passt ein Vergleich zu From Softwares Serie nicht wirklich. Slain: back from Hell ist ein knallhartes Metroidvania in dem Timing das wichtigste ist und ihr jedenfalls einige Stunden lang bedient sein werdet.

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