Praise the Sun! Dark Souls auf der Switch

Mit etwas Verspätung nun endlich auch auf der Switch. Dark Souls Remastered!

Das die Nintendo Switch für mich nach wie vor die wohl geilste Konsole ist, dürfte mittlerweile kein Geheimnis sein. Umso mehr habe ich mich über den Release der Remastered Version von Dark Souls gefreut. Auch ich war, wie vermutlich jeder andere, 2011 als das Spiel erstmals erschien direkt geflashed. Ein notdürftiges Tutorial, einen Weg in einer Welt selber herausfinden und kaum Story die dem Spieler aufs Auge gedrückt wird. Dazu noch monumentale Bosskämpfe mit einem Schwierigkeitsgrad aus der Hölle. Oh ja damals habe ich Dark Souls gleichzeitig gehasst und geliebt.

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Aber fangen wir am Anfang an. Wie bereits erwähnt gab und gibt es einige Punkte, die die Souls Reihe ausmachen, sodass heutzutage bei ähnlichen Ablegern oft der Begriff Souls-like verwendet wird. Als unscheinbarer Untoter starten wir im Asyl und kämpfen uns hier unseren Weg durch das Tutorial. Bis zu dem Punkt, an dem der Asylum Daemon im Dreck liegt, und wir die grundlegenen Mechaniken gemeistert haben. Von da an bringt uns ein riesiger Rabe zu dem Hauptschauplatz des Spiels, eine gigantische Burg umgeben von Katakomben, Burggärten und Schluchten welche zum erkunden einladen. Doch Achtung, hier ist nicht so wie es scheint. An dieser Stelle eine kurze Anekdote über meine ersten 2 Stunden Dark Souls im Jahre 2011. Frisch gelandet, treffe ich auf NPCs mit denen sich reden lässt. Hinter dem Typen am Bonfire scheint es weiter zu gehen, also finde ich mich kurze Zeit später auf einem Friedhof wieder. Ach da sind Skelette, klar die sind meist die ersten Gegner in einem RPG also Waffe gezückt und zu Knochenmehl verarbeitet. Ach Moment die Viecher bleiben nicht tot? Was ist denn hier falsch, etwa ein Bug? Das Ende vom Lied ist, dass ich anschließend geschlagene 2 Stunden versucht habe am Friedhof weiter zu kommen, und mittlerweile versucht habe die Skelette so zu beseitigen, indem ich sie die Schlucht hinab stürzen lasse, dass ich den eigentlichen Weg gar nicht bemerkt habe. Ich weiß nicht ob es dem ein oder anderen ähnlich ergangen ist, aber das war wohl einer der frustrierendsten Momente in meiner Zockerkarriere. Was ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, die gesamte Spielwelt ist nahtlos und sinnig miteinander kombiniert, doch durch die fehlende Karte fällt dies eher nur aufmerksamen Spielern auf. Verliert ihr die Orientierung könnt ich euch schnell mal verlaufen, oder in Fallen tappen welche in der Spielwelt verteilt sind.

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Kommen wir nun zu Monster- und Gegner Design. Angefangen bei normalen Ghouls wie wir sie auch aus anderen Spielen kennen, bis hin zu wirklich grotesken Biestern ist ziemlich alles vertreten. Besonders im Gedächtnis bleiben hierbei die Bossgegner, nicht zuletzt wegen ihres Designs, sondern weil sie euch bestimmt das ein oder andere mal das Licht auspusten werden, denn die Auswahl unserer Waffen ist nicht so exotisch wie unsere Gegner. Magie zählt hier schon zu den exotischeren Arten einen Gegner zur strecke zu bringen, greifen wir sonst nur auf altertümliche Waffen wie Schwerter, Äxte, Schilde usw. zurück. Ebenfalls unverzichtbar bei solchen Gegnern ist die Aufmerksamkeit des Spielers. Sofern ihr die Bosse noch nicht kennt, werden diese euch, wie bereits erwähnt, bestimmt das ein oder andere mal töten. Hier hilft nur das Angriffsmuster der Biester zu studieren und entsprechend zu reagieren. Einmal zu gierig mit einem Angriff, schon habt ihr einen Treffer Kassiert und könnt euch im schlimmsten Fall vom letzten Checkpunkt erneut durch die respawnenden Gegner durchkämpfen um letztendlich zum Boss zu gelangen.

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Apropos sterben, in Dark Souls werdet ihr für jeden Tod bestraft. Durch das erledigen von Gegnern sammelt ihr Seelen, welche an den Checkpunkten zum aufwerten des Charakters genutzt werden, oder aber bei Händlern gegen Waren eingetauscht werden können. Habt ihr nun einen Haufen Seelen im Gepäck und segnet das zeitliche, habt ihr nun noch einen Versuch eure hart erspielten XP wieder zu erlangen, indem ihr an den Ort eures Ablebens lauft und diese aufsammelt. Solltet ihr auf dem Weg da hin nochmals sterben, tja Pech gehabt, alle Seelen, die ihr verloren habt, sind nun futsch. Eine äußerst fiese Mechanik, die uns dazu verleitet nicht allzuviele Seelen mit uns herum zu schleppen und immer brav unseren Charakter aufzuwerten. Doch zum aufwerten unseres Charakters müssen wir an einem Bonfire rasten, dies bedeutet zwar, dass unser sämtlichen Gesundheitstränke wieder aufgefrischt werden, doch auch alle Gegner die wir zuvor erledigt hatten wieder da sind.

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Doch genug von Souls selber, kommen wir nun zu dem, was euch eigentlich interessiert, der technischen Umsetzung. Dark Souls ist wie bereits erwähnt ein Titel aus dem Jahr 2011, der 2018 für PC, PS4 und Xbox One in der Remaster Version neu aufgesetzt wurde. Nun ist die Frage, wie gut der Port auf der Switch funktioniert, und ich kann euch sagen, erstaunlich gut. Sowohl im Dock als auch im Handheld Modus kommen wir stets auf unsere versprochenen 30 FPS, im TV Dock mit 1080p im Handheld Modus mit 720p. Zwei kleine Mankos habe ich allerdings, zum einen die Steuerung. Diese ist zwar gewohnt präzise, sodass sich Dark Souls problemlos spielen lassen sollte, wäre da nicht diese nervige Kleinigkeit, dass der B Knopf für “Bestätigen” und der A Knopf für “Abbrechen” standardmäßig belegt wäre. Also eigentlich genau anders rum als Veteranen es bereits gewohnt sind. Zum Glück können wir diesen Punkt in den Einstellungen korrigieren. Was sich allerdings nicht korrigieren lässt, egal wie gut eure Heimkino Anlage ist, ist der Sound. Aufgrund der Komprimierung der Audio Files kommt der Ton nicht nur “blechern” rüber, sondern es kann stellenweise auch zu einzelnen Aussetzern führen, worunter die Atmosphäre stark leidet. Hoffentlich bessert From Software an dieser Stelle noch mit einem Patch nach.

Zu guter letzt hätten wir auch noch den Online Modus, denn was wäre Dark Souls ohne Invader. Habt ihr eine aktive Online Verbindung, könnt ihr von anderen Spielern hinterlassene Nachrichten lesen, welche euch beispielsweise auf Geheimnisse hinweisen. Ebenfalls ist es möglicht Invadet zu werden, oder selber in die Welten anderer Spieler einzudringen, und diese in ehrenvollen PvP Kämpfen zu besiegen. Natürlich könnt ihr euch auch mit euren Freunden im Coop Modus zusammen tun und euch so Hilfe für Bosskämpfe holen.

Mochten wir:

  • Konstante Fraemrate
  • gigantischer Umfang
  • Level und Monsterdesign

Mochten wir nicht:

  • Umgekehrt belegte Buttons (A und B)
  • Soundqualität

Allein schon dieser Gedanke, Dark Souls immer und unterwegs zocken können. Genial, genau aus diesem Grund ist die Nintendo Switch auch ein so geniale Stück Hardware, nicht nur werden uns laufend neue Titel geboten, auch Klassiker dürfen wir in neuem Gewand nochmals erleben. Klar um den Online Modus spielen zu können solltet ihr idealerweise eine stabile Verbindung haben, und benötigt noch dazu ein Abo des Nintendo Service, dieser schlägt mit 20 Euro im Jahr vergleichsweise günstig zu buche. Jedenfalls kann ich die Remastered Version von Dark Souls jedem Nintendo Switch Besitzer wärmstens ans Herz legen.

Wertung:

9/10



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