Mit Persona Q2 bringt Atlus wieder ein Mashup der Persona Spiele und Etrian Odysee.

Da ich die Persona Reihe damals mit Persona 3 angespielt habe und diese auch sehr zu mögen gelernt habe und erst letztes Jahr mit Etrian Odyseey in Kontakt kam, war ich durchaus interessiert daran, wie sich ein Mash-Up dieser Spiele denn anfühlen würde. Aber lassen wir ab von der generellen Erzählung und schlüpfen wir doch direkt rein in das Konzept des Spiels für sich.

Wer noch kein Etrian Odyseey spielen konnte (nachholen, das lohnt sich!), ist es zunächst wichtig zu lernen, wie dieses Spiel funktioniert. Durch ein Labyrinth bewegen wir uns und zeichnen uns selbst die Karte. Feld um Feld bewegen wir uns vorwärts und markieren markante Punkte auf der Karte um nicht noch einmal in eine Falle zu tappen. Hinzu kommen auch noch gegnerische Mobs, welchen wir in einem rundenbasierenden Kampf gegenübertreten.

Was in Titeln wie Persona Q2 nicht möglich ist, ist sich die Tränke wie in Pokemon aufzuheben bis zur Top4. Denn hier kann es schnell zum Game Over kommen. Also muss man hier wirklich lernen zu rationieren. Kämpfe für sich sind nicht sehr schwer, können aber schnell überhand nehmen, wenn man Stärken und Schwächen ignoriert und versucht brutal durchzustürmen.

Wieviel ist wovon drinnen?

Grundsätzlich haben wir hier als Spiel selbst, einfach nur Etrian Odyseey bekommen, dieses hat aber eine gänzlich neue Aufmachung bekommen. Wer Hyrule Warriors und Dynastie Warriors kennt, der weiß was ich meine. Das Spiel selbst wurde einfach nur neu verpackt und mit einem neuen Plot und anderen Models versehen.

Wirkt faul, mögen sich manche denken, aber was Atlus hier an Arbeitsaufwand bei der Innovation im Spielsystem spart, machen sie mit der Story wieder wett, denn diese ist wirklich interessant, vor allem für jene, die mehrere Persona Teile gespielt haben. Denn in diesem Spiel werden die Charaktere aller Persona Teile in ein Spiel geworfen und müssen sich durch Labyrinthe kämpfen.

Diese bestehen grundsätzlich aus Kinos, in welchen wir in die Filme springen müssen um deren Ende zu ändern. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Umgebungen immer interessant und neu sind, aber auch dafür, dass man gar nicht darauf warten kann zu sehen, in welche Art von Film sie als nächstes springen werden. Dies kombiniert mit der Gruppendynamik der jungen Protagonisten sorgt für erstaunlich viel Spannung.

Das Übliche

Dann mal ein kurzer Absatz über die Grafik, so weit man diese heute noch gut bewerten kann. Natürlich haben wir es hier mit keinem Switch Titel oder gar PC Titel zu tun, sondern mit einem 3DS Titel, welcher sich mit der mäßigen vorhandenen Hardware begnügen muss. Dennoch sieht das Spiel nicht hässlich aus. Es genügt für das was es sein soll und erinnert leicht an Persona 3, aufgrund der damals ebenfalls mangelnden Hardware.

Die Sequenzen sind zumeist aus sehr schön animierten Anime Sequenzen gemacht, wo definitiv nicht gespart wurde, denn, wenn auch der Bildschirm des 3DS nicht so viel hergibt, diese sind hochqualitativ und wurden definitiv mit einem höheren Budget gemacht. Hinzu kommt, dass sie sehr stimmig sind was das Ambiente angeht und immer eine gute Wirkung auf den Spieler haben. Vor allem wenn der Protagonist des 4. Teils auf den des 5. trifft, fliegen die Funken.

Ganz besonders an den Persona spielen war schon immer das Sounddesign. Mit diesem Merkmal hat sich die Serie in die Herzen der meisten Spieler gebrannt, denn jedes Persona Spiel hat sein eigenes Musik-Genre. Diese findet sich eher im Bereich Retro und Pop – passt aber wie bei jedem anderen Persona Spiel wunderbar ins Geschehen und unterstreicht das Spiel ungemein gut.

Mochten wir:

Mochten wir nicht:

Wertung:

8/10

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