Omensight im Test

Ursprünglich kam Omensight bereits im Mai 2018 für PC, PS4 und die Xbox One. Nun folgt eine Version für die Nintendo Switch

Wie so oft, handelt es sich auch bei Omensight um ein bereits erschienenes Spiel, welches einen Nintendo Switch Port spendiert bekommt. Für uns Grund genug, noch einmal anzusehen was das Action Rollenspiel von Spearhead Games zu bieten hat.

Schon das Setting ist ein durchaus interessantes, die Welt Urralia ist in zwei Nationen geteilt: Das ‘Pygarische Imperium’, das vom Vogel-Imperator Indrik regiert wird, der unter sich Katzen und Hunde vereint hat, sowie das rebellische Rodentia, welches von der Nager-Anführerin Ratika geleitet und von den Bären unterstützt wird. Darüber hinaus überschattet der Mord an der Gottlosen Priesterin diesen Konflikt, denn die Anwesenheit dieser unsterblichen Priesterin hat ein Wiederauferstehen des Gottes Voden verhindert. Nun da die Priesterin nicht mehr ist, kann auch Voden ungehindert zurück kehren und dabei jegliches Leben vernichten. Wir als Spieler müssen das verhindern, allerdings steigen wir direkt an einem Zeitpunkt der Geschichte ein, an dem diese Dinge bereits passiert sind. Was bleibt uns anderes übrig als eine Zeitreise?

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Hilfe bei dieser Zeitreise Thematik verschafft uns eine Hexe. Wir als Spieler schlüpfen in die Rolle des sogenannten Harbingers. Ein legendärer Held, der immer dann auftaucht, wenn die Welt kurz vor dem Untergang steht. Normalerweise wird die Gottlose Priesterin in einem endlosen Zyklus wiedergeboren, doch dieses mal blieb die Seele besagter Priesterin fern. Da wir das auftauchen von Voden zunächst nicht verhindern können, werden wir von der Hexe an den Morgen des Tages vor Vodens Erscheinen befördert, nun dürfen wir Hinweise über Hinweise sammeln um das unabwendbare doch noch zu verhindern. Dabei fokussiert sich die Geschichte auf vier im Krieg von Urralia kämpfende Charaktere: Ratika, die Anführerin von Rodentia, Ludomir, ihrem treuen Bären-Verbündeten, Imperator Indrik, sowie Draga, seinem Katzen-General. Besonders cool an der Sache ist, dass wir jede der beiden Seiten in dem Krieg kennen lernen und recht bald bemerken, dass es kein stumpfes Gut gegen Böse gibt, sondern das jede Partei ihren Grund für das hat, was sie tut. 

Haben wir einen Tag durchlebt, erhalten wir noch eine Zusammenfassung über das Schicksal der Priesterin wodurch es uns leichter fällt, beim nächsten Start in den Tag andere Entscheidungen zu treffen und somit noch mehr Hinweise zu sammeln. Haben wir genug Puzzleteile zusammengefügt, erhalten wir einen der vier Schlüsselhinweise, welche zur Lösung des Rätsels benötigt werden. Darüber hinaus, verfügt der Harbinger über die besondere Fähigkeit das Omensight, mit deren Hilfe wir die vier Schlüsselcharaktere direkt zu Beginn eines Tages davon überzeugen können, uns zu helfen.

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Omensight liefert uns gesamt fünf verschiedene Schwierigkeitsgrade, je nachdem welches Spielerlebnis wir erleben wollen. Wollen wir nun ein Actionlastiges Mistery Hack´n Slay oder aber einen interaktiven Film erleben, wir haben die Wahl. Die Kämpfe selber sind in klassischer Action-Adventure Manier gehalten. Zusätzlich können wir die Attacken von Gegnern blocken, oder spezielle Fähigkeiten verwenden, was uns wiederum die Zeit verlangsamen lässt und uns so einen Vorteil im Kampf gibt. Obendrein sammeln wir sowohl Erfahrungspunkte als auch Amber. Erfahrungspunkte lassen uns neue Level aufsteigen, und neue Fähigkeiten erlernen, während Amber dazu gedacht ist, unsere Statuswerte zu verbessern. 

Abschließend sei noch gesagt, das Omensight audiovisuell einfach genau meinen Nerv trifft. Man könnte sich zwar an der Zeichentrick Optik stören, doch gerade solch ein Grafikstil spricht mich extrem an. Beim Sound hingegen warten mystische Klänge, wie wir sie von einem Mystery Hack´n Slay erwarten. 

Mochten wir:

  • Wunderschöne Grafik
  • Passender Sound
  • Fesselnde Geschichte

Mochten wir nicht:

  • wenige Abschnitte

Omensight ist definitiv etwas für Spieler, welche die Geschichte der Action bevorzugen. Zwar kann man auch hier ordentlich viel Spaß haben, indem man die Gegner verdrischt, allerdings finde ich die Story weitaus stärker als das eigentliche Gameplay. Der Neustart des Tages hat mich sehr an The Legend of Zelda: Majoras Mask erinnert, wovon ich ja ein glühender Verehrer bin. Durch die Möglichkeit alle Seiten des laufenden Konflikts kennen zu lernen, zieht Omensight den Spieler in seinen Bann, und lässt ihn so schnell nicht mehr los. Noch dazu mit der Möglichkeit immer und überall auf der Nintendo Switch zu zocken, haben wir hier eine richtige Perle, auch wenn der Titel mit rund 20€ auch recht teuer zu Buche schlägt.

Wertung:

7/10



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