Ist Monster Hunter Generations Ultimate wirklich so ultimativ oder fehlt der Pepp?

Mit diesem Spiel will Capcom wieder die altbewährte Schiene einschlagen, welche sie schon vor Monster Hunter Generations gefahren ist, denn mit dem letzten Titel haben wir etwas bekommen, dass wir westlichen Spieler so nicht kannten. Ein Monster Hunter, welches in Japan zwar gerne gesehen wird, aber für uns, die wir nur Freedom und Ultimate Versionen kennen, etwas kurz. So war ich deutlich glücklicher, als ich es anstarten durfte.

Zunächst muss man erwähnen, dass, sogleich es ein Switch Spiel ist, es dennoch für den Nintendo 3DS konzipiert worden ist, da es in Japan unter dem Namen Monster Hunter XX erschien. Natürlich haben wir nicht 1:1 das Gleiche bekommen, da wenigstens die Auflösung hochgeschraubt wurde. Das alleine sorgt dafür, dass das Spiel deutlich feiner aussieht und einen neuen Flair bringt, der zwar nicht an Monster Hunter World heran kommt, wer aber nur die Ultimate und Freedom Reihe wie ich gespielt hat, der wird mehr als nur zufrieden sein.

Was gibt’s neues?

Nicht nur gibt es einen neuen Drachen zu bekämpfen, nein es gibt auch noch neue Kampfstile, welche integriert wurden. Zu Valstrax werde ich allerdings nicht sehr viele Worte verlieren, immerhin wäre das ein Spoiler und dazu käme noch, dass es ohnehin recht zügig im Spiel um diese Kreatur geht. Die Kampfstile integrieren sich wie die vorherigen sehr schön in das Kampfgeschehen, wobei ich hier nicht für beide sprechen kann.

Der Alchemiestil ist eine nette kleine Spielerei und macht durchaus Spaß in er Anwendung, wogegen der Wagemut Kampfstil scheußlich ist. Es mag Leute geben, die damit umgehen können oder auf ihn schwören. Ich kann davon aber nur abraten, denn wenn ihr eure Waffe wegstecken wollt und zu früh versucht zu rennen, führt ihr einen Angriff aus und das kann euch gut und gerne mal das Leben kosten.

High Rank Quests! Für mich war dies ein Segen, denn die Quests, welche in Monster Hunter Generations geboten wurden, hielten mich nicht sehr lange am Damm und haben mich somit nach 44 Spielstunden wieder in die Hände anderer Spiele getrieben. Das mag jetzt nach einer Menge klingen, wenn ich aber Monster Hunter 4 Ultimate hernehme, dann hab ich dort das 9-fache an Stunden, 360 für die Rechenfaulen, angehäuft. In Perspektive kann man also sagen, dass es ein sehr kurzer Spaß war. Dies hat Monster Hunter Generations Ultimate allerdings gefixed.

Das Dark Souls der…

Öh verzeiht, kleiner Reflex von uns Redakteuren. Natürlich ist das Spiel kein Dark Souls, denn es existierte mit einem sehr ähnlichen Kampfsystem schon vieeel länger, weit vor Demon Souls auch nur in Produktion ging. Dennoch kann man das Kampfsystem durchaus vergleichen. Lediglich ist es etwas schwergängiger und langsamer, was dafür sorgt, dass man deutlich mehr darauf achten muss, was man tut, da man bei einem Fehler nicht sofort bestraft wird, sondern schön langsam dabei zusieht, wie man stirbt.

Die Masse an Großen Gegnern macht es nicht wirklich leichter, denn bei 93 Gegnern ist es eine Herkulesaufgabe sich die Angriffe zu merken und entsprechend zu reagieren. Natürlich gibt es einige die sich leicht auf anderen anlehnen, aber im Großen und Ganzen ist keines der Monster zu ähnlich und somit immer eine neue Erfahrung. Wer also ein Tigrex und ein Nargacuga bekämpft, kann sich auf ähnliches gefasst machen, aber es ist dennoch nicht der gleiche Gegner.

Hinzu kommt, dass man nur 3x sterben darf, dann wird man aus der Mission geschmissen und muss sie von vorne starten. Auch wenn man einfach die Mission abbrechen kann, bevor dies passiert um sich die Materialien zu sparen, die man verbraucht hat, verliert man die Zeit, welche man so weit aufgewendet hat und wenn es schon zu 2 Toden kam, ist das meist durchaus schon mehr als eine halbe Stunde. Dies wird auf den Schwierigkeitsgrad aufaddiert, da man hier deutlich mehr Zeit kämpft und somit viel mehr Fehlerpotenzial besteht.

Loot?

Das Spiel wäre natürlich nur halb so lustig, wenn es nicht auch einen gewissen Glücksspielfaktor gäbe. Wenn man ein Monster umbringt droppt es natürlich nur zufälligen Loot, manchmal das was man braucht, manchmal was man nicht braucht und manchmal was man erst später braucht. Am Ende hebt man aber alles auf und hat irgendwann mehrere Seiten in der Truhe voll mit Zeugs, das man dann doch nicht anrührt.

Der Loot wird verwendet um Waffen und Rüstungen zu bauen, welche wir natürlich brauchen. Was das ganze noch spannender macht ist, dass man die Rüstung, welche sich am besten gegen ein gewisses Monster einsetzen lässt nur von eben diesem bekommt. Wer also ein Khezu töten möchte, sollte auf eine Khezu Rüstung setzen. Warum dann noch dagegen kämpfen, wenn die Rüstung schon fertig ist? Nunja manchmal kommt es dazu, dass man in der nächsten Queststufe wieder gegen eines Kämpfen muss.

In den meisten Fällen verwendet man sie aber dann um in nächster Instanz gegen andere Monster zu kämpfen, welche die gleichen Eigenschaften besitzt, so eignet sich eine Khezu Rüstung durchaus auch um gegen ein Zinogre zu kämpfen. So hat man immer mehrere Rüstungssets, welche man sich macht und verwendet um auch ja gegen mehrere Monster einen Vorteil zu haben.Dies erübrigt sich im späteren Spielverlauf, da man spätestens bei den G-Rank Quests gut genug sein muss um ohne Eigenschaftsvorteil mit den Gegnern fertig zu werden, denn hier zieht die Schwierigkeitskurve stark an.

Andere Kleinigkeiten

Wer Monster Hunter Generations gespielt hat und sich nun überdrüssig ist durch den Anfang zu müssen, der kann diese Sorge getrost beseitigen, denn man kann seinen Spielstand einfach importieren und von dort weiterspielen, wo man aufgehört hat. Man übernimmt allerdings nur alle Items bis Seltenheitsstufe 3, was nicht sehr hoch ist, dennoch sind gerade die essenziellen Items wie Tränke und ähnliches genau in diesem Segment.

Die Musik ist ein Feuerwerk. Es gibt nur sehr wenige Spiele, die einen so guten Soundtrack wie die Monster Hunter spiele haben und dieses ist hierbei keine Ausnahme. Man vergisst dies gerne mal, wenn man es sich seit über 10 Jahren von dieser Spieleserie gewohnt ist, aber jedes mal, wenn man das Horn hört beim Charakter auswählen, fällt es einem wieder ein!

Die Steuerung ist fantastisch. Wer auf dem 3DS oder auf der PSP damals gespielt hat, weiß wie sehr man sich geärgert hat, dass man einfach die Kamera kaum steuern konnte, aber da man ja nun 2 Analog Sticks hat, kann man endlich die Kamera drehen und auch mit der altgewohnten Kameralock Variante mit ZL anvisieren und immer das Monster anvisieren, wenn es am selben Feld ist. Eine Besserung, die lange notwendig war und endlich umgesetzt wurde!

Mochten wir:

Mochten wir nicht:

Fazit

Ich finde es etwas unfair, dass ich als jahrelanger Fan der Serie diese Rezension schreibe, denn ich war hyped und wurde positiv überrascht, insofern muss die Bewertung ja gut ausfallen. Auf der anderen Seite, kann ich wohl am besten für andere Fans der Serie bewerten, ob die Qualität beibehalten wurde und das wurde sie! Mit den Neuerungen wurde manches richtig gemacht und anderes war für mich eher unverständlich, aber da es ja nur Zusatz war in Form von Kampfstilen, ist es absolut egal, da man ohnehin nichts dafür bekommt, wenn man alle Kampfstile meistert.

Insofern verbleibt mein Fazit bei: Zugreifen! Es ist das umfangreichste und beste Monster Hunter, seit ich mit Monster Hunter Freedom begonnen habe und ist dahingehend auch absolut das Geld wert! Wer einige Spielstunden möchte und sich nicht zu schade ist gegen sau schwere Gegner zu kämpfen, die keine Rücksicht nehmen, der ist hier genau richtig! Für jeden dem ein älteres Monster Hunter gefallen hat, ist dieses Spiel ein Muss!Wertung:

9/10

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