Monster Hnuter Rise im Test

Lange hat es gedauert, doch nun gibt es mit Monster Hunter Rise endlich wieder einen Ableger auf einer mobilen Konsole.

Die Monster Hunter Serie ist, wie ich denke, nicht gerade dafür bekannt, besonders einsteigerfreundlich zu sein. Mit Monster Hunter Rise für die Nintendo Switch möchte Capcom zugleich neuen Spielern den Einstieg erleichtern, während alt eingesessene Veteranen mit Verbesserungen gelockt werden sollen. Gut da ich selber zu den neuen Spielern zähle, kann ich nicht genau sagen, ob letzteres funktioniert, aber immerhin kann ich beurteilen, wie einsteigerfreundlich Monster Hunter Rise ist. 

Das Spielprinzip ist dabei relativ einfach erklärt. Zusammen mit unseren Partnern, einem Palico, sowie einem Palamute, ziehen wir los um gigantische Monster mit gigantischen Waffen zu erlegen. Ist dieser Teil der Aufgabe erfolgreich geglückt, kehren wir in die Stadt zurück, wo wir vom Schmied für unsere Beute neue und noch stärkere Waffen erhalten, damit wir noch stärkere Monster vermöbeln können. Das ganze wiederholt sich anschließend dutzendfach, denn für manche Waffen werden mehr Materialien benötigt als die Monster hergeben und schon sind wieder wieder auf der Jagd nach dem selben Biest. Dabei schafft es Capcom, dass sich das spielen nie wie ein nerviger Grind anfühlt, das liegt vor allem daran, dass Rise um einige Elemente bereichert wurde, die das Gameplay verbessern sollen.

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Bei nicht gezogener Waffe können wir uns so durch das Gelände hangeln und selbst die höchsten Berge erklimmen, wo meist seltene Ressourcen warten. Mit gezogener Waffe hingegen, ist es möglich einen von zwei speziellen Angriffen auszuführen. Hierbei unterscheiden sich die Waffentypen allerdings von der Art des Spezialangriffs. Mit Schwert und Schild ist dieser eher defensiver Natur, mit dem Hammer offensiver beispielsweise. Haben wir genug solcher Angriffe ausgeführt, ist es möglich die Monster zu reiten um beispielsweise diese aufeinander zu hetzen, oder aber gegen Wände donnern zu lassen um so noch mehr Schaden zu verursachen. 

Bevor wir einen Kampf starten lohnt es sich allerdings zunächst die Umgebung zu erkunden, Helfer finden sich nahezu überall. Die neuen Irrlitze sind hier besonders hilfreich. Einmal gesammelt, verbessern diese Vögel die Statuswerte des Jägers für die Dauer der Jagd. Es lohnt sich also die Map vorher nach den Helfern abzusuchen. Doch damit nicht genug, auch finden sich andere Bewohner der Umgebung welche sich sammeln und im Kampf wie Objekte einsetzen lassen.

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Käfer verursachen elementare Seuchen, der Gärhase verstärkt Tränke und der Miefnerz macht…nun ja das was der Name vermuten lässt. Er lässt uns stinken und Monster finden uns ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zum anbeißen. Der Clou dabei ist, dass das Sammeln dieser Helfer vollkommen optional ist. Umso mehr wir sammeln, desto einfacher wird der Kampf. Wir können aber auch direkt zum Monster laufen und dieses in einem so gesehen etwas höheren Schwierigkeitsgrad erlegen. 

Unter die Kategorie entbehrlich fällt allerdings die Story von Monster Hunter Rise. Kurz zusammengefasst, wir sind ein neuer Jäger und sollen das Dorf Kamura gegen die wiederkehrende Randale verteidigen. Danke und Happy Hunting. Von Zeit zu Zeit kommen immer wieder Story Quests hinzu, diese schimpfen sich allerdings lediglich so, eine wirkliche Geschichte wird hierbei nicht erzählt. Wenn man vollkommen unbefangen an das Spiel ran geht, sind die kurzen Einführungen wenn es das erste Mal an neue Monster geht etwas unterhaltsames wie ich finde, aber rechtfertigen natürlich auch nicht das ausrotten der Population der Biester. 

Neu sind hingegen die Randale Missionen. In diesen Müssen wir wie der Name vermuten lässt das Dorf gegen die anrückende Randale verteidigen. Dies funktioniert ähnlich wie ein Tower Defense Spiel. Alleine oder mit bis zu vier Mitspielern verteidigen wir dann das Dorf gegen die anrückenden Gegnerhorden bis hin zum finalen Boss Monster. Da einige Kanonen während dieser Quests manuell bedient werden müssen, ist dieser Modus im Coop deutlich angenehmer als alleine, da wir alleine eher von einer Ecke in die andere gehetzt werden.

Nach rund 15 Stunden ist die Story auch schon durch, doch was kommt danach? Dann geht es erst richtig los. Es gibt ein Deko System mit dem wir unseren Raum ausstatten können und wild drauf los sammeln dürfen. Aber auch neue Waffenskins können erfarmt werden, was für manche Spieler noch einen zusätzlichen Anreiz bietet. Darüber hinaus können wir natürlich Monster abfarmen um unsere Ausrüstung stetig auf dem Laufenden zu halten, was natürlich bei schwereren Monstern wieder zugute kommt. Magnamalo oder Rajangs sind alles andere als einfach und spätestens bei diesen Gegnern sollten die Seilkäferkünste gemeistert sein, ansonsten sieht man hier recht schnell alt aus.

Mochten wir:

  • Schöne gestaltete Chraktere
  • flüssige Animationen
  • coole Reitmechaniken
  • Seilkäfer
  • Palamute
  • Mit 14 eine sehr große Waffenauswahl
  • Guter Multiplayer

Mochten wir nicht:

  • Story austauschbar
  • Keine Tiefe bei Charakteren

Wie schon mal erwähnt bin ich kein alt eingesessener Monster Hunter Spieler, ich kann also nicht beurteilen ob Rise nun schlechter / besser oder einfacherer / schwerer als die vergangenen Teile ist. Ich kann lediglich sagen, dass ich mich seit der Ankündigung auf den Titel gefreut habe und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar ist das Handling der Waffen teilweise doch wirklich gewöhnungsbedürftig, doch nach einiger Zeit hat man als Spieler den Kniff raus, zumindest wenn man schnell die Waffe seiner Wahl findet. Das hat bei mir ja etwas gedauert, doch nun bin ich mit dem Langschwert vorerst einmal voll und ganz zufrieden. Kann ich nun also Monster Hunter Rise bedenkenlos empfehlen? Sehr schwere Frage, wenn ihr keine Freunde von knackigen und länger dauernden Bosskämpfen seid wohl nicht. Wenn ihr schon immer mit der Serie geliebäugelt habt, allerdings aufgrund des schweren Einstiegs nie den Sprung gewagt habt, denke ich, dass es keinen besseren Zeitpunkt gibt in die Serie einzusteigen.

Wertung:

8/10



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