Metro Exodus im Test

Einmal mehr schlüpfen wir in die Rolle von Artjom und erleben den wohl besten Story-Shooter der letzten Jahre.

Metro Exodus ist mittlerweile der dritte Teil der beliebten Metro Reihe des ukrainischen Entwicklers 4A Games. Wie wir wissen, dienen die Romane von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski als Vorlage für die Metro Spiele. Nach einem nuklearen Konflikt flüchten sich die Überlebenden in dieser postapokalyptischen Welt in die Moskauer U-Bahn, und gründen dort eine neue Zivilisation. Mitten drin der Protagonist Artjom, dessen Rolle wir auch in den Metro Spielen übernehmen. 

Diese träumt von einem Leben außerhalb der Metro, und ist auch zuversichtlich, dass ein Leben an der Oberfläche möglich ist. Aus diesem Grund unternimmt Artjom auch immer wieder Ausflüge an die Oberfläche, welche zum Missfallen seines Vorgesetzten Miller, und Artjoms Frau Anna damit enden, dass er verstrahlt heimkehrt und so wieder welche der raren Medikamente aufbraucht. Mit diesem Vorwissen tauchen wir nun in Metro Exodus ein, da Artjom mit seiner Annahme, dass ein Leben an der Oberfläche möglich ist, doch nicht so falsch lag wie alle dachten.

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Ihr merkt also schon, in Metro Exodus wird es vermehrt um die Oberwelt gehen, welche es auch hauptsächlich zu erkunden gilt. Anders als heutzutage üblich erkunden wir allerdings keine Open World, sondern bei den Gebieten handelt es sich um riesige Hubs, welche miteinander verbunden sind und uns das Gefühl der großen Weite vermitteln. Grob könnte man sagen, dass diese Hubs in Jahreszeiten unterteilt sind, und uns beeindruckende Stimmungen bieten.

Doch zu sicher darf man sich beim Erkunden der Oberwelt nicht fühlen, denn es liegen noch immer Reste von Radioaktivität in der Luft, welche die Tierwelt mutieren lies. Oder wir treffen auf Banditen und Kannibalen, so oder so in Metro Exodus wird es garantiert nie langweilig. Natürlich können wir uns jeder Gefahr stellen, sei es nun bei Radioaktivität mit der Gasmaske, oder Feinde über den Haufen schießen, doch stets müssen wir bedenken, dass Ressourcen knapp sind. Das bringt einen großen Survival Aspekt in das Spiel, denn beispielsweise eine Gasmaske gegen Radioaktivität funktioniert ohne Filter nicht, ebenso wie Waffen ohne Munition.

Doch was gehört noch dazu, um das Survival Feeling richtig rüber zu bringen? Genau crafting! Artjom hat stets seinen Rucksack mit dabei, mit dessen Hilfe wir unsere Waffen sowie unsere Gasmaske verbessern können. Ressourcen hierfür können von erledigten Gegnern erbeutet und verstreut in der Welt gefunden werden, erkunden lohnt sich also! 

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So schön und faszinierend die Welt in Metro Exodus auch ist, ein Punkt der einen sauer aufstößt lässt sich hingegen doch finden. Die Vertonung. Damit meine ich nicht die Dialoge allgemein, sondern in erster Linie geht es um den Helden Artjom. Dieser steht nämlich während der Dialoge ähnlich wie Gordon Freeman still daneben, was während längerer Dialoge doch etwas seltsam wirkt. Auf der anderen Seite hat Artjom für die Ladebildschirme sehr wohl einen Synchronsprecher spendiert bekommen, an dieser Stelle werden nämlich Gedanken und Notizen des Protagonisten wiedergegeben. 

In unserer Basis, einem Personenwaggon, haben wir darüber hinaus die Möglichkeit unseren Rucksack aufzurüsten, und unsere Waffen zu putzen, denn nur eine gut gereinigte Waffe funktioniert auch problemlos. Darauf sollten wir als Spieler unbedingt achten. Auch haben wir die Möglichkeit innerhalb der Werkstatt Munition herzustellen, die richtigen Ressourcen vorausgesetzt natürlich. 

Mochten wir:

  • Detailreiche Umgebung
  • Geniale Beleuchtung
  • fünf unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
  • gute Vertonung

Mochten wir nicht:

  • Auch wenn Artjom selber im Spiel nicht spricht
  • nicht die fitteste KI

Lange habe ich auf Metro Exodus gewartet und bin hellauf begeistert, bis auf einige Punkte. Beispielsweise die Gegner KI, wodurch Feinde eher Schießbudenfiguren gleichen als einer richtigen Bedrohung, oder aber der Punkt, dass Held Artjom nicht spricht sind zwar große Macken, nichts desto trotz hat Metro Exodus mich in seinen Bann gezogen. Das liegt nicht zuletzt an der hervorragenden Präsentation, welche ich auch mit meiner nicht mehr ganz aktuellen 1050 TI genießen konnte, zwar nicht mit allen Details, aber trotzdem flüssig.

Wertung:

9/10



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