Meisterdetektiv Pikachu – auf Spurensuche mit der Elektromaus

Pikachu hat sein Portfolio um eine Detektivkarriere erweitert, samt Sprachausgabe suchen wir in der Rolle von Tim mit Hilfe des Pokémons nach unserem Vater.

Das wohl befremdlichste fällt direkt in der Überschrift auf, die Sprachausgabe. Sind wir es doch gewohnt, das lediglich Mauzi aus dem Anime in der Lage ist mit dem Menschen zu sprechen, besitzt Pikachu in seinem neuesten Abenteuer Meisterdetektiv Pikachu diese Fähigkeit ebenfalls, bloß mit dem Zusatz, dass nur unser alter Ego Tim in der Lage ist den Nager zu verstehen. Tim ist auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater und trifft kurz nach Spielbeginn auf Pikachu, welcher, wie sich später herausstellt, der ehemalige Partner von Tims Dad ist.

Welch ein glücklicher Zufall, denn Pikachu ist ein erfahrener Detektiv und somit wohl der beste Partner bei der Suche nach Tims Vater. Besonders cool fand ich Pikachus Stimme, denn das Spiel kommt mit einer vollen Sprachausgabe daher und Pikachu hat nicht, wie wir es wohl erwarten würden eine niedliche hoch gepitschte Stimme spendiert bekommen, sondern eine ziemlich tiefe Männerstimme.

Auf den ersten Blick mag das befremdlich wirken, doch an diesen Punkt hat man sich ziemlich schnell gewöhnt. Auch ist es interessant, Pokémon nicht nur in der Rolle der Gladiatoren, sondern in der der Zeugen, Täter und Opfer zu sehen. So laufen wir durch die Welt, sammeln Hinweise indem wir die Umgebung erkunden und Zeugen befragen. Hier kommt das richtige Zusammenspiel zwischen Pikachu und Tim zum Vorschein, während Tim mit den Menschen spricht, spielt Pikachu den Dolmetscher für uns und erzählt, was die Pokémon so zum besten geben.

Diese Kombination ist auch notwendig, denn meist kommen wir nur durch eine Kombination aller Aussagen von Mensch und Pokémon auf die Lösung. Während wir also auf der Suche nach Tims Vater sind, übernehmen wir auch immer wieder kleinere Fälle um so Pokémon und Menschen in der Umgebung zu helfen, dabei versorgt uns nicht nur wie bereits erwähnt die Umgebung mit hinweisen, sondern auch Pikachu selber, indem er auf Knopfdruck eine Anmerkung zum Besten gibt und nach einer gewissen Anzahl gesammelter Indizien alles nochmal schlüssig für den Spieler zusammenfasst. Dies ist besonders nach einer längeren Pause hilfreich, wenn man sich gerade die Frage stellt, “was ich nur in meiner letzten Sitzung angestellt habe”. Allerdings meint es unser kleiner Kumpane oft zu gut mit der Hilfestellung, denn knackige Rätsel sucht man vergebens und so kommt es, dass wir die Lösung eigentlich nach bereits wenigen Hinweisen wissen, allerdings allen im Spiel vorhandenen Hinweisen nachgehen müssen, bevor wir das Rätsel auflösen dürfen.

Vor allem in Optik und Präsentation macht Meisterdetektiv Pikachu nahezu alles richtig. Die Stadt ist belebt, Pokémon und Menschen gehen ihrem Alltag nach und auch die Umgebung kann sich sehen lassen. Besonders die Mimik von Pikachu selber ist bestens animiert und spiegelt uns stets sein Befinden wieder. Einzig an dem Design der Menschlichen Charaktere könnte man sich vielleicht stören, doch wenn man bis dato mit der Pokémon Reihe in dieser Hinsicht keine Probleme hatte, sollte das in Meisterdetektiv Pikachu auch nicht unbedingt anfangen.

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Mochten wir:

  • belebte Spielwelt
  • angenehme Spiellänge
  • liebevolle Animationen
  • Pikachus Synchronstimme

Mochten wir nicht:

  • keine deutsche Synchronisation
  • zu simple Rätsel

Schon in den Trailern konnte man die Synchronstimme Pikachus hören, zu Beginn ist diese auch befremdlich, doch ich fand diese schon in den Trailern klasse und der Gedanke an ein Pikachu mit tiefer Stimme hat mich durchaus zum lachen gebracht, wenn mich der Nager nur nicht so sehr an der Hand nehmen würde, dass es manchmal weh tut. Mit der Hilfestellung in Meisterdetektiv Pikachu haben die Entwickler es eindeutig zu gut mit uns gemeint. Der geringe Schwierigkeitsgrad deutet eigentlich darauf hin, dass der Titel eher für jüngere Fans gedacht ist, doch das fehlen einer deutschen Synchronisation dürfte diese doch etwas überfordern.

Wertung:

7/10



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