Ubisoft bringt mit Mario + Rabbids Kingdom Battle ein gelungenes Crossover für die Nintendo Switch

Nintendo + Ubisoft Mario + Rabbids

Womit wohl die wenigsten gerechnet hätten, wäre, dass nach Pokemon Go, welches zwar durchaus ein Erfolg war, mittlerweile aber auch auf starke Kritik stößt, Nintendo eine Kooperation mit seiner stärksten und bekanntesten IP eingeht. Ubisoft hat die Rabbids erschaffen und bei Rayman das erste Mal gezeigt. Der Erfolg war sensationell und hat dafür gesorgt, dass Rayman gar nicht mehr von nöten war um die Rabbids zu promoten. Viel mehr haben sie die Rayman Verkaufszahlen hochgekurbelt als umgekehrt. Auch ich sehe mich als Fan der kleinen Chaoten, vielleicht aber auch nur, weil ich mich in dem teilweise leeren und hirnbefreiten Blick selbst wiederfinde.

Was zuerst ein wenig komisch wirkt, da wir die Rabbids von Mario ja nicht gewohnt sind, ist so ziemlich nach der ersten Cutscene schon absolut normal und funktioniert. Die Konzepte sind sehr schön zusammengeführt worden und nicht nur das, sie harmonieren. In den 4 Welten in denen man spielt, kommt es zu diversesten Cutscenes bei denen man nicht nur einmal schmunzelt. Das Gameplay ist hierbei stark an das von Firaxis Games erfundene XCOM angelehnt. Die Unterschiede zu diesem sind recht einfach erklärt. Wie bei XCOM benötigt man eine direkte Sichtlinie um einen Gegner abschießen zu können, jedoch macht die es Distanz nicht unwahrscheinlicher zu treffen. In der Reichweite des Charakters trifft er immer zu 100%, es sei denn der Gegner befindet sich hinter einer Halbdeckung, dann sind es 50% und bei einer Volldeckung 0%. Granaten die wie Badeentchen aussehen und Raketenwerfer schaffen hier Abhilfe.

Das Gameplay

Das Gameplay ist, wie schon erwähnt, an XCOM orientiert. Der Bonus hierbei ist, dass Marios Hauptangriff hinzugefügt wurde. Wenn man mit einem Charakter auf das Feld eines Verbündeten läuft, so hilft dieser einem zu Springen und Charaktere wie Mario können dies dann nutzen um auf dem Gegner zu landen. Andere wie Luigi nutzen dieses Feature um von einem Verbündeten auf den nächsten zu springen und somit sehr große Distanzen zurückzulegen.

Es gibt 4 Welten, jede enthält in etwa 10 Schlachtfelder und eine Bonusstage. Nach bewältigung des Weltbosses kann man auf den meisten Schlachtfeldern noch eine Challenge machen, diese sind durchaus dazu da um eure Hirnzellen ein wenig zum Grübeln zu bringen. Wenn man sie sich fürs Ende aufhebt, so wird man mehr als einen müden Gähner nicht los, geht man sie aber direkt im Anschluss auf die Welt an, können sie durchaus ihrem Pendant von Feraxis Games ähneln. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht verstellbar, rein wenn man eine Stage betritt, kann man den „Easy mode“ aktivieren, wo alle eure Charaktere geheilt werden und einen Bonus von +50% Leben bekommen.

Im Spielverlauf kann man mit Orbs die Skills der Charaktere erhöhen und so kann man den Nahkampfschaden von 30 auf 60 boosten sowie auch die Anzahl der Nahkämpfe pro Runde für die einzelnen Charaktere steigern. Peach und der Peach Rabbid haben Heilskills, welche man aufwerten kann und der Luigi Rabbid kann mit seinen Nahkämpfen seine eigenen Lebenspunkte heilen. Es gibt also einiges allein schon in den Skilltrees zu entdecken. Hier müsst ihr keine Angst haben, dass ihr euch verskillt, denn ihr könnt jeder Zeit eure Orbs zurücksetzen und neu verteilen. Dies hilft vor allem bei den Challenges, wo manchmal ganz eigene Builds notwendig sind.

Für Sammlerherzen

Neben all dem Gekämpfe gibts es auch einiges zu entdecken. Collectibles, welche mal mehr und mal weniger versteckt sind, sorgen dafür, dass man auch zwischen den Kämpfen keine langeweile findet. Manchmal sind diese allerdings nicht zu bekommen, bevor man die nächste Welt abgeschlossen hat. Auch gibt es in vielen Bereichen die Möglichkeit etwas genauer zu betrachten. Meistens Rabbids die an Orten sind, wo sie lieber nicht sein sollten. Eine schöne Auflockerung zwischendurch. Was ein wenig störend ist, ist dass es keine Karte gibt zwischen den Kämpfen, für die Suche von Collectibles wäre sie sehr praktisch, allerdings würde es das dann auch zu leicht machen. Auch erschafft es die Illusion von mehr Spielzeit. Man kann natürlich sagen, dass es mehr Spielzeit liefert, dennoch ist die Hauptkomponente des Spiels eine andere.

Das Fazit

Ein rundum gelungenes Spiel. Schöne Grafik und ein dazupassender Soundtrack der an Banjo Kazooie erinnert. Man kann etwas sammeln, hat einige Herausforderungen, welche durchaus ihren Namen verdienen und kann jeder Cutscene entweder Spannung oder Humor abgewinnen. Regelrecht der Mangel an Content stört etwas. So habe ich nach etwa 5 Stunden Spielzeit gut 50% des gesamten Spieles durchgespielt. Hier reden wir nicht von der Story, sondern leider von dem Gesamtfortschritt. An dieser Stelle wird dann wohl der Season Pass helfen, doch warte ich lieber erstmal ab und sehe mir die DLC Politik des Spiels an. Dennoch für Fans durchaus ein gerechtfertigter Kauf und für die Zielgruppe dürfte dann doch deutlich mehr Spielzeit herausschauen!

DqH-iwA0ZmU

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.