Mario & Luigi Superstar Saga + Bowsers Schergen im Test

Nintendo bringt die Superstar Sage des GameBoy Advance auf euren 3DS

Mario & Luigi Super Star Saga war damals auf dem GameBoy Advance ein waschechtes RPG, getarnt als Mario Titel. Anders als in üblichen RPGs müssen wir allerdings während der Kämpfe aktiv eingreifen, um gegnerische Angriffe erfolgreich zu blocken oder Bonus Schaden zu verursachen.

Ebenfalls mit dabei ist die Erweiterung Bowsers Schergen, welche nach etwa 4 Spielstunden automatisch verfügbar wird. Hierbei handelt es sich um eine Art rundenbasiertes Strategiespiel, welche an sich mit dem Hauptspiel nicht viel gemeinsam hat, allerdings trotzdem erschreckend viel Spaß macht. Das – ich nenne es jetzt mal Mini-Spiel – funktioniert wie die meisten anderen Strategiespiele. Wir können bis zu drei verschiedene Einheitentypen befehligen, wobei das Kampfsystem dem Schere-Stein-Papier Prinzip entspricht. Ebenfalls entscheidend für den Ausgang eines Kampfes ist die Formation in der wir unsere Schergen antreten lassen. Bowsers Schergen ist zwar jetzt nicht unbedingt ein Kaufgrund für den Titel, allerdings als Dreingabe echt spielenswert und gut umgesetzt, doch widmen wir uns wieder dem Hauptspiel.

Prinzessin Peach ohne Stimme

Bei einem vermeintlichen Staatsbesuch aus Bohnenland, dies ist das Nachbarland von dem Pilzkönigreich, wird Prinzessin Peach ihre Stimme gestohlen. In Panik geraten holt ein Toad die beiden Mario Brüder in das Schloss. Dort angekommen, finden wir zunächst Bowser vor, welchen Mario natürlich für den Bösewicht hält und angreift. Nach der kurzen Klopperei wird Mario in kenntnis darüber gesetzt, dass Bowser gar nicht der Übeltäter ist, sondern ein Bewohner des Nachbarlandes schuld an der Situation sei. Da Peach ohne Stimme für Bowser wohl recht wenig Reiz ausübt, beschließt dieser die Mario Brothers in das Bohnenland zu begleiten und die Reise beginnt. Besonders die kleinen Details haben mir hier schon den einen oder anderen Lacher entlockt. Da Peach beispielsweise keine Stimme mehr hat, erscheinen, wenn sie etwas sagen will, nur Symbole, welche herunterfallen und explodieren. Ein Toad bezeichnete dies als Bombenstimme. Das ganze Spiel ist voll gespickt mit so kleinen Gags, die uns einfach das Spiel versüßen wollen.

Da es sich bei Mario & Luigi Superstar Saga um ein Remake handelt, haben die Entwickler bei Alphadream selbstverständlich auch an der Grafik geschraubt, damit der Titel auch wie ein zeitgemäßes 3DS Spiel aussieht. Wüsste man nicht, dass es sich um eine aufpolierte Version handelt, würde das kaum ins Gewicht fallen, da die comichafte Welt mit Liebe zum Detail gestaltet ist und auch die Charakter Modelle für einen 3DS Titel keine Wünsche offen lassen. Wobei ein Wunsch wäre da doch gewesen. Da es sich um einen 3DS Titel handelt, könnte man die fehlende 3D Funktion durchaus als Manko bezeichnen, auch wenn ich selber eher selten diese Funktion verwende.

Klassisches RPG

Das Gameplay ist nahezu Ident mit dem der Originalversion. In Rundenkämpfen übernehmen wir aktiv die Rolle von Mario und Luigi. Das Besondere hierbei ist, dass zur Steuerung von Mario der A Knopf festgelegt ist und zur Steuerung von Luigi der B Knopf. Von der Steuerung her war dies auch der einzige Punkt mit dem ich zu Beginn zu kämpfen hatte, da wir im Kampf aktiv ausweichen müssen und schnell mal intuitiv auf den A Knopf drückt auch wenn Luigi angegriffen wird, welcher mit einem druck auf die B Taste ausweichen würde. Klingt zwar zunächst recht verwirrend, nach einiger Zeit allerdings, geht die Steuerung wunderbar von der Hand.

Im Kampf ist es ebenfalls möglich auf verschiedenen Wegen Bonusschaden zu verursachen. Beispielsweise zu Kampfbeginn. Laufen wir gegen einen Gegner, wechselt der Bildschirm und der Kampf startet normal. Springen wir jedoch in der Oberwelt vor Start auf den Feind, startet Mario gleich mit einem Bonusangriff. Eine andere Möglichkeit für Bonusschaden ist es während eines Angriffs kurz vor dem Treffer erneut auf die Taste A (oder B für Luigi) zu drücken, wodurch eben ein weiterer Angriff erfolgt. Für erfolgreiche Kämpfe gibt es Rollenspiel typisch Erfahrungspunkte mit welchen wir bei einem Level Up die Fähigkeiten der beiden Mario Bros steigern können. Ebenfalls mit dabei sind Items wie etwa der Superpilz, welcher verlorene Lebenspunkte wiederherstellt.

Kleine Rätsel für die Würze

Auf der Oberwelt selber gilt es während des Spieverlaufs stetig kleine Rätsel zu lösen. Um an diesen nicht zu verzweifeln, haben Mario und Luigi einige besondere Fähigkeiten im Gepäck. Mit dem Tornadosprung können die beiden eine kurze Zeit lang schweben, stellen sie sich übereinander, ist es möglich höher zu springen und so auf Ebenen zu gelangen welche auf normale Art und Weise nicht zugänglich sind. Ebenfalls haben die Entwickler dem Remake eine automatische Kartenfunktion spendiert, welche die Orientierung eindeutig erleichtert.

Fazit

Nach einer Spielzeit von rund 20 Stunden hat man Mario & Luigi Superstar Saga durchgespielt. Eine respektable Zeit also für einen 3DS Titel. Auch wenn ihr nicht gerade Fans von klassischen Rollenspielen mit Rundenkämpfen seit, so wie ich, kann ich euch den Titel trotzdem wärmstens Empfehlen. Die immer wieder verbauten kleinen Gags heben die Stimmung ungemein, sodass es öfter zu einem Lacher kommt. Zwar muss man mit der Steuerung im Kampf erst warm werden, doch hat man den Dreh erstmal raus geht alles wunderbar von der Hand.

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