Lost Words: Beyond The Page im Test

Liebes Tagebuch … so fangen die meisten Tagebucheinträge an wie man sie kennt. Auch in Lost Words geht es so los.

Eigentlich wollte ich das Ganze hier schon vor einer Weile aufzeichnen und veröffentlichen, da ich allerdings außer Gefecht gesetzt war, hat sich das ganze ordentlich verzögert. Zeit genug für mich aber um Lost Words Beyond the Page zu Spielen, denn dieses Spiel hat mich so dermaßen gefesselt.

Lost Words: Beyond The Page nimmt uns mit auf die emotionale Reise durch die Gefühlswelt eines Menschen. Wir spielen das Tagebuch eines jungen Mädchens. Dieses Mädchen möchte Schriftstellerin werden, also ist der Gedanke einer eigenen Geschichte recht schnell geboren. Allerdings passiert es gleich zu Spielbeginn, dass ihre Großmutter einen Schlaganfall erleidet. Da wir das Tagebuch nachspielen, erfahren wir so aus erster Hand, wie es dem Mädchen damit geht und wie sie versucht das geschehene zu verarbeiten. 

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Dabei ist einer der Gameplay Kniffe, dass bestimmte Wörter innerhalb des Buches hervorgehoben sind, bewegen wir uns nun mit der Spielfigur dorthin passiert etwas. Mal taucht ein Bild auf, meistens allerdings erscheint der nächste Textabschnitt. Wir erfahren also von dem ersten Krankenhausbesuch bei der Oma, darüber wie schlecht es ihr geht, und wie Isabelle damit umgeht. Ich musste nun noch einmal ein neues Savegame starten, da ich mir zwar den Namen der Protagonistin innerhalb der Geschichte gemerkt habe, allerdings außer am Anfang nie wieder den Namen Isabelle gelesen habe, was auch logisch ist, warum sollte jemand auch in der 3ten Person in sein Tagebuch schreiben.

Jedenfalls zurück zum eigentlichen, Isabelle fasst also den Entschluss, eine Geschichte zu schreiben um die angeschlagene Großmutter aufzuheitern. Hier beginnt der stetige Wechsel zwischen Tagebuch und Geschichte, denn direkt aus der Erzählung des vermeintlich echten Lebens tauchen wir in die ausgedachte Geschichte ein. 

Innerhalb dieser Story steuern wir nicht mehr Isabells Abbild, sondern Grace welche als Wächterin auserkoren wird. Ihre Aufgabe ist es nun, die entführten Glühwürmchen zurück zu holen. Mit dabei ein blaues Glühwürmchen, welches eigentlich unser Cursor ist, dazu aber später mehr. Während wir durch die Welt laufen werden Textpassagen immer direkt eingebunden, eine Vertonung gibt es auch, allerdings nur in englischer Sprache. Hier und da hakt die Übersetzung ins deutsche auch etwas, beispielsweise direkt im Titel Screen. 

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Anders als in den Tagebuch Passagen haben wir in Grace Geschichte ein paar einfachere Rätsel zu lösen. Wobei Rätsel nicht wirklich das richtige Wort ist, dafür sind sie zu einfach gestrickt. Grace hat zugriff auf ein magisches Buch in welchem Wörter gespeichert sind. Diese können wir mit unserem Cursor auswählen und anschließend verwenden. Beispielsweise mit dem Keyword “reparieren” lassen sich manche zerstörte Objekte wiederherstellen, allerdings nicht alle. Es lässt sich nur mit bestimmten hervorgehobenen Objekten interagieren. Darum meinte ich, dass die Rätsel recht einfach sind, da diese mehr ein ausprobieren der Wörter statt nachdenken erfordern. Mittels Glühwürmchencursor bewegen wir also das gewählte Wort zu dem Objekt mit welchen wir interagieren möchten. Allerdings gestaltet sich dies manchmal doch als recht schwierig da der Cursor stellenweise einfach zu schnell für die Steuerung auf der Nintendo Switch ist. Eine kurze Meckerei habe ich noch bevor ich mich wieder der großen Stärke widme welche mich gefesselt hat. An einigen wenigen Stellen im Spiel müssen wir präzise springen. Dafür ist die Steuerung allerdings nicht genau genug, sodass Abstürze oft vorkommen werden. Auch läuft unser Avatar von Zeit zu Zeit einfach selbstständig los, auch ohne JoyCon Drift Probleme. Ein Bug, welcher auf Dauer echt lästig sein kann. Kommen wir also nun nochmal zurück zur Geschichte. Grace durchlebt auf ihrer Reise verschiedenste Emotionen, Trauer, Wut, Hoffnungslosigkeit und spiegelt so immer das, was Isabelle zuvor im Tagebuch geschildert hat. Wir durchleben hier also wie ein Mädchen eine schwierige Situation zu bewältigen versucht und gerade dieser Punkt ist einfach grandios umgesetzt. Ich möchte hier jetzt nicht zu viel spoilern, denn die Geschichte als solches ist wirklich mitreißend und herzerwärmend.

Mochten wir:

  • Herzerwärmende Geschichte
  • Sympathische Hauptfiguren
  • Auch für jüngere Spieler geeignet
  • Story Ebenen Sinnvoll miteinander verwoben

Mochten wir nicht:

  • Manche technischen Mängel nerven
  • Nur etwa Vier Stunden lang

Beim spielen von Lost Words: Beyond the Page hat mich der Verlauf der Geschichte im Tagebuch mehr gefesselt, als in der Fantasy Welt. Das liegt allen voran daran, dass es im Tagebuch ausschließlich um die Geschichte geht, während im Fantasybereich die Wortmagie übermäßig zum Einsatz kommt. Außerdem wird unsere Isabelle so nachvollziehbar und warmherzig erzählt, dass es mich letzten Endes besonders interessiert hat, ob es für die Oma nun ein Happy End gibt. Ich kann das Spiel definitiv wärmstens weiter empfehlen, auch für jüngere Spieler/innen.

Wertung:

7/10



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