Layton’s Mystery Journey – Katrielle packt an!

Der neueste Titel von Professor Layton befasst sich nicht mit dem allseits bekannten Professor, sondern mit seiner Tochter Katrielle, welche in seine Fußstapfen treten möchte.

 Ersteindruck von Katrielle in ihrem Abenteuer

Das wichtigste zuerst: Dieses Spiel war das Erste aus der Layton-Reihe, welches ich gespielt habe, insofern war es für mich Neuland. Also gut, das Spiel aufgedreht sehen wir in einer hübsch animierten Sequenz Katrielles Morgenritual. Dies bildet den Introscreen, welchen wir bei jedem Start des Spieles anschauen können. Natürlich ist die Sequenz auch Skipbar. Die Qualität in diesen Sequenzen fällt sehr positiv auf. Man könnte direkt meinen, dass es einen Anime gibt, auf welchem das Spiel basiert. Die deutsche Synchronisation fällt bis auf einen Charakter gut aus, doch da dieser längerfristig im Spiel auftritt, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht die Sprache zu ändern.

Wenn ihr eure Systemsprache umstellt, ändert ihr automatisch auch die Sprache im Spiel. Direkt nochmal angetestet und schon war ich zufrieden. Also nochmal schnell durch den Anfang geskipped und zurück ins Vergnügen. Das Spiel ist sehr Textlastig, wer also nicht gerne liest, ist hier direkt an der falschen Adresse. Die Dialoge sind von der ersten Sekunde an gut verfasst. Man kann die einzelnen Charaktere direkt am Sprachmuster erkennen und auch Dialekte sowie Akzente wurden in den Text übernommen.

Aber WAS ist das Spiel?

Nun das Spiel besteht daraus, dass wir Zeugen suchen, welche uns Hinweise geben. Auf der einen Seite gibt es die Rätsel und auf der anderen dann die Fälle, welche es zu lösen gilt. Wenn wir nun Zeugen befragen, gibt es jene, die uns ein Rätsel geben und jene, welche uns einen Tipp geben. Wenn wir 6 Tipps gesammelt haben, kann Katrielle den Fall lösen und wir können ins nächste Abenteuer. Da sie die Fälle automatisch löst, brauchen wir hier keine Sorge haben, die falsche Person zu beschuldigen. Das einzige was unsere Fortschritt beeinflusst sind die Rätsel.

Die Rätsel sind die Kernmechanik, da wir bei ihnen am meisten interagieren können. Ein kleines Beispiel für eines der Rätsel: Es werden am oberen Bildschirmrand 5 Tiere angezeigt, welche mit den Säuglingen am unteren Bildschirmrand verbunden sind. Unsere Aufgabe ist es richtig zu stellen, welches Tier zu welchem Säugling passt. Dabei tauschen wir nicht die Plätze der Tiere sondern müssen die Verbindungen mit horizontalen Linien verbinden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier schon mal kurz grübeln muss, doch ist die Schwierigkeit des Spiels rein dadurch diktiert, wie viel Zeit man sich nimmt.

Story

Nun bei dem Plot scheiden sich meistens die Geister. Ich habe mir hier nicht erwartet, dass ich mit einem neuen Half-Life 2 begrüßt werde, doch dachte ich schon, dass die Fälle im Endeffekt ein zufriedenstellendes Ende haben. Ich kann nicht in Worte fassen, wie verwirrend für mich das Lösen des ersten Falles war. Da ich nicht Spoilern will, werde ich es so unverfänglich wie möglich formulieren. Obwohl das Spiel direkt eine klare Linie setzt, dass wir es hier mit einer fantasievolleren Welt zu tun haben (Sprechende Hunde), überrascht es dennoch, was wirklich passiert ist in den Fällen.

Mir ist bewusst, dass man dies als positiv ansehen kann, da man, und das garantiere ich euch, unter keinen Umständen wissen kann, wie der Fall ausgeht. Doch ist es für mich recht enttäuschend gewesen. Zumindest hier hätte ein wenig Realismus schon viel machen können. Ein Rätsel zu lösen ist schön und gut, aber natürlich sind wir in Gedanken bei dem Fall und spinnen unsere eigene Theorie. Den Täter habe ich auch erraten, aber der Tathergang war mehr als nur konfus. Die Zielgruppe ist eine jüngere, das verstehe ich auch, aber auch ich hätte als Kind vermutlich ein wenig mehr erwartet.

Die Rahmenhandlung befasst sich mit Katrielle, welche von ihrem Vater scheinbar in jüngsten Jahren schon verlassen wird, was in der Protagonistin den Wunsch erweckt, eines Tages selbst in die Welt zu ziehen und nach ihrem Vater zu suchen. Das Spiel setzt also an ihrem ersten Tag als Detektivin an und von dort aus begleiten wir sie. Natürlich versucht sie Fälle zu kriegen, die so interessant wie möglich sind, um sich einen Namen zu machen und so, eines Tages berühmt genug zu werden, dass ihr Vater zurück kommt oder sie ihn selbst aufspürt.

Das Fazit

Das Spiel hat wunderschön animierte Sequenzen und alleine für diese, kann ich dem Spiel den Umgang mit seinen Fällen nicht übel nehmen. Die Charaktere wachsen einem schon nach wenigen Sekunden ans Herz und bringen einen dazu, mitzufiebern. Wer die Reihe schon länger spielt, dem sei versichert, dass sich nicht viel geändert hat. Auch wenn ich hier zum ersten mal in Laytons Welt eintauchen durfte, so konnte ich mit ein wenig Recherche feststellen, dass es sich hier nicht um einen Ausreißer handelt. Die Synchronisation, welche in diesem Spiel eine riesen Rolle spielt, da wir ja eine ziemliche Zeit mit dem Verhören verbringen, ist gut gelungen, allerdings empfehle ich dennoch es auf Englisch zu spielen.

Wer also nach einem Detektivabenteuer sucht, welches sich selbst nicht zu ernst nimmt und dabei auf Fälle stoßen will, welche er unmöglich lösen kann, ohne dass ihm Katrielle sagt was passier ist. Der ist hier an der richtigen Adresse! Allemal reißen einen die Fälle mit und ich kann mir gut vorstellen, dass jeder mehrere Theorien hat, bevor man am Ende erfährt, wie weit man eigentlich daneben liegt. Von meiner Seite aus gibt es also trotz des einen oder anderen Abstriches eine definitive Empfehlung für Fans der Serie, aber auch Neueinsteiger können zugreifen, so ihnen wenigstens bewusst ist, was sie da kaufen.



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