Im Schatten von Super Mario Odyssey kommt der Indie Titel A Hat in Time und möchte die guten alten Sammel-Platformer wieder aufleben lassen.

In A Hat in Time geht es ähnlich wie in Nintendos Titel um Hüte. Wir schlüpfen in die Rolle eines zeitreisenden Mädchens mit dem Namen „Hat-Kid“ und stranden nach einem Überfall auf die Treibstoffreserven auf einem fremden Planeten. Um bestens für die Umgebung gewappnet zu sein näht sich die kleine verschiedene Hüte welche ihr allesamt unterschiedlichste Fähigkeiten verleihen. Natürlich bleibt es nicht bei eines Welt, im Hauptspiel enthalten sind fünf Welten. Zwei weitere sowie ein Co-Op Modus welcher sowohl lokal als auch online läuft sollen noch mit Downloadinhalten folgen.

Dabei hat jede Welt ein eigenes Thema welches mal mehr mal weniger auffällt. Beispielsweise gibt es den sogenannten Gruselwald. Darunter kann sich wohl jeder etwas vorstellen. Die Grafik ist zwar nicht so super wie beim eingangs erwähnten Super Mario Odyssey aber den Titel jetzt als durchweg hässlich zu bezeichnen wäre übertrieben. Sofern man wie ich einen fable für einen bunten Comiclook hat wird man sich an diesem Punkt nicht weiter stören. Auch sind die Wassereffekte nicht ganz so hübsch wie bei der Konkurrenz doch ich sage immer Grafik ist nicht alles und daher möchte ich mich eher darauf konzentrieren was in der Verpackung steckt. Und hinter der Fassade erwartet uns ein solides Jump´n run Erlebnis. Fortgeschrittene Spieler werden leider, wie es oft der Fall ist in diesem Genre, nicht sonderlich gefordert. Sobald man einmal den Kniff bei einem Boss durchschaut hat ist man als routinierter Spieler recht flott in der Lage diesen auch zu erledigen.

Aber Bosskämpfe sind jetzt auch nicht gerade das wovon Spiele wie A Hat in Time leben immerhin handelt es sich nicht um ein Cuphead oder Dark Souls. Viel mehr Beachtung sollte man als Spieler den Levels schenken, den gut platzierten Witzen oder allgemein der Präsentation. Beispielsweise müssen wir in einem fahrenden Zug einen Mordfall aufklären. Während die Eulen Passagiere nicht sprechen stellen die ermittelnden Krähen ziemlich viele Fragen um im späteren verlauf die Antworten gegen einen zu verwenden. An dieser Stelle möchte ich nicht näher darauf eingehen wie die Geschichte ausgeht doch dieser Level war definitiv einer der für mich unterhaltsamsten im Spiel. 

Fazit

Das Jahr 2017 erlebt eine kleine groß angelegte Wiederbelebung der 3D-Platformer. Titel wie Yooka-Laylee, Super Mario Odyssey oder eben A Hat in Time sind großartig gelungene Titel welche gekonnt einen Schwung an nostalgischen Gefühlen in mir hochkommen lassen. Zurück sind die guten alten Spiele voll gespickt mit Witzen und gut ausgetüftelten Design entscheidungen. Man darf sich nur nicht von der Grafik abschrecken lassen, denn im Falle von a Hat in Time versteckt sich eine wahre Jump´n run Perle hinter der nicht ganz so schicken Fassade. Solltet ihr Fans des 3D-Platformer Genres sein und stets auf der suche nach guten Genrevertretern dann können wir euch getrost zu diesem Titel raten.

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