Iconoclasts im Test

Ein Abenteuer voller seltsamer Gestalten und packenden Ideen.

Die Welt von Iconoclasts sieht zwar fröhlich und bunt aus, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine düstere Welt voller abgefahrener Charaktere. Die Rohstoffe gehen zu neige, der Rohstoff der nahezu alles mit Energie versorgt trägt den Namen Elfenbein. Nur wenigen Auserwählten ist es gestattet besagtes Elfenbein zu verwenden. SO kommt es, dass in der Welt von Iconoclasts die freie Berufswahl untersagt ist und das widerrechtliche hantieren mit dem knappen Rohstoff strenge Strafen nach sich zieht.

So kommt es, dass bereits der Vater der Jungen Robin verstorben ist und dieser unserer Heldin seinen Schraubenschlüssel vermacht hat. Leider ist die gute keine der besagten Auserwählten und so kommt es, dass sie vom sogenannten One Concern auf frischer Tat ertappt und eingesperrt wird. Mehr von der Geschichte will ich an dieser Stelle nicht verraten, doch es handelt sich um eine durchaus interessante Story welche mich stetig zum weiterspielen animiert hat. Wir springen, prügeln, ballern und rätseln uns durch eine schön gestaltete Welt welche mit abwechslungsreichen Settings nicht geizt. Mal befinden wir uns in einer Wüste, kurz darauf in einer Stadt unter Wasser. Dabei kommt der bereits erwähnte Schraubenschlüssel neben den Kämpfen auch meist in den Rätseln zum Einsatz. Die Rätsel sind zunächst einfach doch immer schwerer werdende Schalterrätsel, welche im späteren Spielverlauf durchaus einiges an Hirnschmalz voraussetzen. Sind wir gerade nicht dabei mit Hilfe unseres Schraubenschlüssels Türen zu öffnen, ziehen wir Monstern, Pflanzen und auch Concern Soldaten mit unserer Pistole den Scheitel.

Typisch für ein Metroidvania wird unsere Waffe stetig mit Upgrades ausgestattet, und somit mächtiger. Vor allem der Fluss in dem Sich Story, Action und Rätsel in Iconoclasts abwechseln ist gelungen. Haben wir ein knackiges Rätsel hinter uns wartet entweder einiges an Action auf uns, nicht selten in Form eines Bosses, welche allesamt hervorragend gestaltet oder aber ein Voranschreiten der Geschichte erzählt in Textboxen. An besagten Boxen könnte man sich stören, sofern man lesefaul ist, doch hat man einmal Blut geleckt will man stetig wissen wie die Geschichte weiter geht und man stört sich nicht weiter an dem vielen Text. Wo ich gerade beim Thema Bosse war. Nicht selten werden diese nach einem Rätsel oder einer etwas knackigeren Passage. Bevor es allerdings ans eingemachte geht wird zunächst immer gespeichert, sodass ein versagen während des Bosskampfes nicht allzu frustrierend wird, was auf einem der höheren Schwierigkeitsgrade durchaus passieren kann, denn bevor wir den Boss erledigen können, müssen wir herausfinden, wie wir dem gigantischen Ungetüm Schaden zufügen können, diese ist nämlich nie ganz offensichtlich.

Auch an verschiedenen facettenreichen Charakteren wird nicht gespart. Jeder Charakter den Robin trifft hat eigene Motive und Überzeugungen welche sie durchaus glaubhaft macht und in der rund 15 Stunden dauernden Spielzeit wird uns eine nicht gerade geringe Anzahl solcher Charaktere Präsentiert, während die musikalische Untermalung ihr übriges zur Stimmung beiträgt.

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Mochten wir:

  • gelungener Mix aus Action, Rätseln und Story
  • fordernde Bosskämpfe
  • immer passender Soundtrack
  • 15 Stunden lange Kampange
  • große Anzahl an Bossgegnern

Mochten wir nicht:

  • teilweise verwirrend erzählte Geschichte
  • Deutsche Übersetzung

Gerade die Geschichte in Iconoclasts hat es mir angetan. Robin trifft im Verlauf ihrer Reise immer neue Charaktere welche teils sympathisch, teils unterhaltsam oder auch komplett verabscheuungswürdig sind. Und genau das macht für mich eine gute Handlung aus, dass ich mit den Charakteren mit fiebern kann und diese mir ans Herz wachsen. Ich kann Iconoclasts jedem Fan von Action Plattformern wärmstens empfehlen, auch wenn man von Pixel Optik eventuell schon gesehen haben könnte.

Wertung:

8,7/10



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