Hob – endlich ein Zelda für den PC

Lange hat ein äquivalent für uns PC Spieler zu Titeln wie Zelda gefehlt. Nun möchte Hob diese Lücke schließen.

Vornweg möchte ich gleich sagen, wir empfehlen Hob mit einem Controller zu spielen, da die Steuerung mit Maus und Tastatur ziemlich fummelig ist. Wie bereits in der Überschrift erwähnt, versucht Hob in die große Lücke zu springen, welche fehlende Titel wie The Legend of Zelda auf dem PC hinterlassen haben.

Hob präsentiert sich komplett Stumm. Wer also die Geschichte begreifen will, muss während des spielens ganz genau aufpassen und auf die Umgebung achten. Dieses Vorgehen erinnert an die PS2 Klassiker Shadow of the Colossus oder Ico. Die Entwickler bei Runic Games (Torchlight) haben sich also wieder ein großes Vorbild geschnappt und ihre eigene Version eines solchen Titels kreiert.

Von rosa Glibber und ungeöffneten Wegen

Wie bereits erwähnt, kommt ganze Spiel ohne Dialoge aus. Selbst Texboxen gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine. Diese Ausnahmen sind allerdings nur Beschreibungen von Items. Im Grunde läuft jedes Rätsel, welches es in Hob zu lösen gilt, darauf hinaus, uns den weiteren Weg durch die Welt zu öffnen. Die Welt selber gestaltet sich hingegen in einem steampunkigen Look, gemischt mit der Natur. An sich möchte man meinen, eine schöne Welt wäre da nicht dieser rosa Glibber, der nach und nach alles zu verschlingen droht.

Wir klettern, kämpfen und springen also mit einer festen Kamera durch die Spielwelt. Wobei die feste Kamera durchaus etwas ist, was nerven kann. Gerade Sprungpassagen missglücken oft aufgrund der eingeschränkten Sicht. Wie anfangs kurz erwähnt, empfehlen wir unbedingt einen Controller zu nutzen, da die Steuerung teils zu Frustmomenten führen kann.

Etwas wie Doomfist

Zu beginn des Spiels kommt unser namenloser Held in den roten Klamotten in Kontakt mit diesem rosa glibbrigen Zeugs, welches nicht all zu gut für ihn ausgeht. Nach dieser unglücklichen Begegnung wird unser Kapuzen-Maxl, das optisch direkt aus Journey stammen könnte, mit einem mechanischen Arm ausgestattet. Dieser erinnert etwas an das Design von Doomfist aus Overwatch, doch besagter Arm dient nicht nur als Waffe. Zwar können wir mit dem Teil Gegner verprügeln, aber er lässt sich auch upgraden. So ist es im späteren Spielverlauf auch durchaus möglich, sich mit einem Enterhaken an zuvor nicht erreichbare Orte zu teleportieren oder auch bröckelige Wände zu zertrümmern. 

Upgrades für unseren Arm können wir an Werkbanken herstellen, welche stets in der Nähe von Portalen sind. Um diese Upgrades zu bezahlen, gilt es genügend Gegner zu besiegen und die gewünschten Upgrades erst einmal in der Welt zu finden. Diese sind in der Umgebung versteckt und müssen mit einem gezielten Faustschlag befreit werden, ehe wir die Upgrades draufschrauben können. Ebenso Gesundheits-, und Manaverbesserungen sind in der Welt versteckt, was das Gefühl eines Metroidvanias aufkommen lässt. Man ertappt sich immer wieder dabei, wie man im weiteren Spielverlauf noch einmal mit neuen Fähigkeiten an einen alten Ort zurück kehrt, da dort ja noch irgendetwas verborgen sein könnte. 

Fazit

Gerade bei den Kämpfen zeigt Hob, wie schwer es trotz der niedlichen Optik wirklich ist. Größere Gegner blasen uns des öfteren mit einem Schlag die Lichter aus. Gerade Upgrades wie der Schild empfehlen sich sehr früh. Zwar braucht man einige Zeit um mit Hob warm zu werden, hat man die Hürde allerdings überwunden, erwartet einen ein wunderschöner Mix aus minimalistischen und komplexen Ideen. Gerade Puzzle Freunde sollten sich den Titel mal genauer ansehen.



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