Harvest Moon: Licht der Hoffnung Special Edition im Test

Harvest Moon: Licht der Hoffnung – oder doch eher hoffnungslos?

Aufmachung

Mit Harvest Moon: Licht der Hoffnung haben wir ein Spiel gekriegt, dass ich normalerweise liebe. Es ist sehr entspannend, kaum schwer und es bleibt einem selbst überlassen was man macht und auch wie man das macht. Das ist in diesem Spiel natürlich auch wieder so, was mich aber sofort gestört hat und da habe ich mich noch keinen Schritt bewegt, ist die Grafik. Normal ist Harvest Moon immer schön gewesen. Wenn auch nie grafisch das beste Spiel, so wussten die Entwickler mit Sprites umzugehen und haben diese mit Liebe gemachten Sprites verwendet.

Selbst in neuren Versionen, welche dann für den 3DS erschienen, war es eine andere Sache 3D Models zu verwenden, welche nicht zu prickelnd aussehen, da ja mit begrenzter Hardware gearbeitet wurde. Hier haben wir einen PC/Switch Titel, der keine Rechtfertigung mehr hat so auszusehen wie er aussieht und das schmerzt mich leider sehr. Das was gewohnt mit Liebe gemacht wurde, scheint in diesem Spiel recht lieblos hingeklatscht und in eine Form gepresst, damit man den Namen aufdrucken kann und hoffentlich ein paar Käufer dafür findet.

Als Harvest Moon Fan finde ich das selbst sehr schade, denn dieses Spiel macht nicht alles falsch. Auch der Sound ist öde und wird schnell langweilig, was einfach nicht sein darf. Die Jahreszeiten ändern einfach nichts. Klar im Winter liegt überall Schnee und Eis, aber der Jahreszeitenwechsel macht doch mehr als das. Leider ist dieses Spiel sehr weit weg von dem, was ich mir erwartet habe und von den Erwartungen die ich an Harvest Moon stelle.

Gameplay

Dass wir hier kein Action RPG haben, muss ich wohl keinem erklären. Im Endeffekt handelt es sich hier um ein sehr entspannendes Sandbox Game in dem wir unsere Farm gestalten, wie wir es wollen. Mit Tieren oder Pflanzen die wir anbauen, versuchen wir ein wenig Geld zu verdienen, welches wir dann gleich wieder in Erweiterungen für unsere Farm stecken. Ein einfaches Konzept, das aber sehr gut wirken kann, wenn man sich darauf einlässt und einfach mal die Beine hochlegen will.

Eine der positiven Neuerungen ist, dass wir nicht mehr im Inventar regeln müssen, welche Werkzeuge wir gerade brauchen, sondern beim annähern an ein Objekt, wird automatisch das einzige Werkzeug ausgewählt, welches damit interagieren kann und wir können loslegen. Durchaus eine Funktion die älteren Teilen nicht geschadet hätte, insofern gibt´s hier einen Pluspunkt. Die restliche Steuerung funktioniert auch erstaunlich gut für einen PC zu Konsolenport. Oft geht das ein wenig in die Hose, nicht aber hier.

Leider sind die Ingame Events sehr dünn gesät in ihrer Variation. Diese kann man an beiden Händen abzählen und ohne Kalender kann man nicht mal sehen, welches Event denn nun als nächstes ansteht. Vielleicht um zu verbergen, wie wenige Feste es in diesem Spiel eigentlich gibt oder aber um zumindest zu beginn noch überraschend zu wirken. Leider ist auch nach dem Durchspielen der Story durch die DLCs kaum viel Content dazu gekommen. Man kann sich einen Charakter suchen der einem gefällt und diesen Heiraten wie damals, aber die Grafik macht es einem durchaus schwer sich zu entscheiden.

Mochten wir:

  • automatische Werkzeugwahl
  • nach wie vor entspannendes Spiel

Mochten wir nicht:

  • Grafik
  • Sounddesign
  • Umfang

Leider kann ich nicht sagen, dass dieses Spiel den vollen Preis wert ist. Denn wenn ich eine Farm bauen soll als mein Ziel, aber in der Miene deutlich schneller durch die Mineralien an Geld komme, stellt sich schnell die Frage, wozu ich denn überhaupt etwas anbauen soll. Man kann nur sehr begrenzt anbauen, da es sich sonst nicht ausgeht, alles früh genug abzubauen, was die Hoferweiterungen leider sehr unnötig macht, da sehr viel Platz ungebraucht bleibt. So viele Dinge die einfach keinen Sinn machen und umgangen hätten werden können. Insofern sage ich – lieber darauf warten, dass ein neues kommt und die Entwickler wieder Leidenschaft zeigen.

Wertung:

4/10



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