Happy Birthdays – die Nintendo Switch Version im Test

Erschaffe, pflege und erfreue dich an deiner eigenen Welt!

 Vom Einzeller bis hin zur menschlichen Zivilisation – dies ermöglicht uns Harvest-Moon-Schöpfer Yasuhiro Wada. In dem Sandbox-Game Happy Birthdays dürfen wir Gott spielen!

Der Anfang des Lebens

Happy Birthdays ist keine Lernsoftware, jedoch bekommen wir einen groben Einblick in die Evolution der Erde. Vom Einzeller im Wasser, zur Pflanze bis hin zum Tierreich und zur menschlichen Zivilisation bleibt uns kein Wunsch offen. Wir kreieren unsere eigene würfelige Welt, erstellen ein funktionierendes Ökosystem, formen die Landschaften, beeinflussen die Temperaturen und erschaffen Flora und Fauna auf unserem Planeten. Kurz: wir spielen Gott!

Erschaffe eine eigene Welt

Durch das Terraforming können wir unsere Welt in würfeliger minecraftähnlicher Optik beliebig gestalten. Unterhalb der Nulllinie mit tiefen Meeren und oberhalb dichte Wälder und Hügeln bis hin zu gigantische Gebirgen. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.  Stellt man ein wenig Geschick unter Beweis kann man sogar bei der Entwicklung in seinem “Evolutions-Würfel” Menschen und Dinosaurier nebeneinander existieren lassen. Wir sind also nicht zwingend an die  tatsächliche Evolutionsgeschichte gebunden sondern haben hier ein wenig freie Hand und können uns über die uns bekannte Evolution hinweg setzen. Jedoch stehen uns nur bisher bekannte Lebensformen zur Verfügung. Hybridwesen oder andere unbekannte Lebensformen können in Happy Birthdays nicht erschaffen werden. 

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Die Herausforderung in diesem Spiel besteht darin, die uns – im weit verzweigten Evolutionsbaum – angezeigten Grundlagen zu schaffen, damit sich bestimmte Lebensformen entwickeln welche essentiell für die Entwicklung von Einzellern zu Mehrzellern bis hin zu Pflanze, Mensch oder Tier. Dies kann manchmal ganz simpel über bestimmte Temperaturen geregelt werden oder auch durch das Vorhandensein einer bestimmten Anzahl an Lebensformen damit sich die Evolution fortsetzt und sich eine  Nahrungskette bilden kann. So ist man also gefordert in einem begrenzten Lebensraum alle Voraussetzungen so zu erfüllen, dass sich so viele Lebensformen wie möglich entwickeln können. Jedoch muss beachtet werden, sobald neue Lebensformen entstehen kommt es zwangsläufig auch vor, dass dies zum Aussterben der bereits vorhandenen führt.

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Die Evolution nimmt ihren Lauf

Im Laufe unseres Spiels und nach Erreichen bestimmter Errungenschaften bekommen wir auch Belohnungen zum Beispiel Hilfsmittel, welche uns helfen unsere Umgebung zu verändern um wieder neue Lebewesen zu erschaffen, oder andere Gegenstände, mit denen wir die Evolution und Mutation auf unserem würfeligen Planeten beeinflussen können. Jedoch müssen wir trotz dieser Belohnungen darauf achten, dass die Lebensumstände zum gedeihen neuer Lebensformen gegeben sind.

In der “Mikro-Ansicht” können wir den Fortschritt unserer Entwicklungsstufen in Zyklen verfolgen. Dies kann trotz Hilfsmittel und Belohnungen ein ganzes Weilchen dauern, deshalb könne wir in dieser Ansicht die Zeit – unter Beobachtung der Statistiken – ein wenig schneller ablaufen lassen. Trotz alledem braucht man einiges an Geduld in dieser eher unspektakulären Spielansicht. 

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Anders ist das Ganze in der “Makro-Ansicht”: Hier können wir mit dem Avatar Erforschen und manipulieren uns so die Evolutionsgeschichte voran treiben. Wir können die entstandenen Lebensformen scannen und unserer Sammlung hinzufügen was im späteren Spielverlauf durch die Anhäufung von vielen verschiedenen entstandenen Lebewesen zur echten Herausforderung wird. Auch können wir in dieser Ansicht lediglich unsere Welt und die darauf befindlichen Tiere einfach nur beobachten, da jedoch keine aktive Interaktion der Nahrungskette stattfindet, bleibt dies eher kurzzeitig interessant.

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Mochten wir:

  • entzückendes Design
  • komplex beim Suchen und Kreieren der neuen Lebensräume

Mochten wir nicht:

  • Zu Beginn eher stupides Vorspulen
  • keine Darstellung der Nahrungskette (fressen und gefressen werden)
  • nach Entwicklung der Menschheit lässt das Spielvergnügen eher nach

Ein unterhaltsames Lebenssimulationsspiel in dem jedoch ein wenig Ausbau im Bereich der Nahrungskette und der Evolution selbst nötig wäre. Im Großen und Ganzen aber ein sehr gelungenes Spiel welches einige an unterhaltsamen Spielstunden bietet. Vor allem wenn man sich auf die vorgegebenen Möglichkeiten der Landschaftsgestaltung beschränkt und auf den Einsatz der Belohnungen verzichtet ist ein aufregendes Spielerlebnis gegeben. Zu Beginn verbringt man einiges an Zeit mit Vorspulen da die Anzahl der verschiedenen Lebewesen noch beschränkt ist, jedoch im späteren Spielverlauf zeigt sich die Komplexität der Evolution. Alles in allem ist Happy Birthdays eine rundum gelungene Lebenssimulation im Minecraft-Design.

Wertung:

7/10



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