Eine Review für die Ehre

Lange wurde sehnlichst darauf gewartet nun ist es da. For Honor in unserem Test.

Publisher Ubisoft veröffentlicht mit For Honor eine große Hoffnung im Competitiven Bereich. Das frische Kampfsystem und das Setting mit realistisch dargestellten Schwertkämpfen soll im MOBA überfluteten online Multiplayer für Abwechslung sorgen. Doch die Frage stellt sich, ob For Honor das auch hin bekommt.

Zu Spielstart können wir uns für eine von dreien Fraktionen entscheiden. Zur Auswahl stehen die Wikinger, die Samurai und die Ritter. Keine Sorge egal für Welche Fraktion wir uns entscheiden wir haben trotzdem Zugriff auf alle spielbaren Helden jeder Fraktion.

Der Singleplayer

In For Honor gibt es nicht nur Multiplayer gekloppe, auch im Singleplayermodus, mit 18 Missionen, dürfen wir uns mit Feinden messen. Sämtliche Missionen des Singleplayers lassen sich auch im Coop mit einem Freund bestreiten. Wirkliche Coop Tiefe sucht man leider vergebens. Es macht zwar durchaus Spaß, sich mit einem Kumpel in das Getümmel zu stürzen, doch das wars dann im großen und ganzen auch schon.

Das wohl wichtigste am Singleplayer ist eher, dass man Hand an alle Helden legt, welche auch im Multiplayer zur Verfügung stehen. Das hilft an dieser Stelle dabei die verschiedenen Charaktere zu üben, denn nur wegen des Singleplayers holt man sich For Honor nicht.

Multiplayer Gefechte mit Innovativem Kampfsystem

Kommen wir aber nun zu dem weswegen man sich For Honor wirklich holt. Der Multiplayer ist meiner Ansicht nach ziemlich gut gelungen. Das Spiel bietet fünf unterschiedliche Spielmodi.

Zum einen wäre da ganz klassisch 1v1 in welchem man sich taktisch mit anderen messen und seine Skills zur Schau stellen kann.

2v2 wäre das selbe nur kann man hier mit einem Kollegen gemeinsam antreten, ob dies allerdings immer Fair abläuft kann man an dieser Stelle schwer sagen. Spielt man alleine und trifft dann auf ein eingespieltes Team, welches sich eventuell noch über einen Voicechat absprechen kann, frustet das ungemein.

Für 4v4 gibt es mehrere Variationen. Zum einen wäre da Deathmatch in welchem man sich ähnlich wie schon im 2v2 als Team zusammen gegen ein anderes Team stellt und versucht dieses kalt zu machen. Einen Respawn gibt es nicht, abgesehen von der Möglichkeit Teamkollegen wieder ins Leben zurück zu holen. Allerdings nur dann wenn diese nicht durch eine Exekution den Kopf (oder andere wichtige Körperteile) verloren haben.

Skirmish funktioniert etwas anders. Hier gibt es neben den Spielern noch kleine KI Soldaten welche Punkte für das abmurksen geben. Das erste Team welches 1000 Punkte erreicht und am Ende alle gegnerischen Helden ausschaltet gewinnt den Kampf.

Und zu guter letzt wohl noch der relevanteste Spielmodus, Dominion. Hier kämpft man um 3 Punkte welche auf der Karte verteilt sind. In der Mitte wuseln die kleinen KI Soldaten um Punkt B herum welchen man auch nur einnehmen kann wenn man den eigenen Minions unter die Arme greift. Ansonsten gilt es wieder durch das halten von den Punkten ABC, und dem erledigen von Gegnern auf 1000 Punkte zu kommen und zu guter letzt das gegnerische Team zu erledigen.

Das neuartige Kampfsystem ist sehr gut durchdacht und spielt sich großartig. Vorausgesetzt man hat den nötigen Skill, denn dieses Wort wird eindeutig richtig groß geschrieben. Ähnlich wie in Dark Souls können wir mit leichten und schweren Schlägen zuhausen. Genauso können wir um unser Ziel herum “tänzeln” und in Richtungen ausweichen. Hat man einen Gegner anvisiert, kann man (entweder mit dem rechten Stick oder der Maus) die Richtung angeben aus der die Schläge kommen sollen bzw. in welche Richtung geblockt werden soll. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit zu kontern, wenn man im richtigen Moment ausweicht und erneut angreift oder aber die Verteidigung des Gegners mit einem Guard Break zu durchbrechen und einen Angriff zu landen. Hier sieht man wirklich das sich das Spiel an Core Gamer richtet und eine sehr steile Lernkurve hat.

Als kleine extra Motivation bietet For Honor noch die Möglichkeit seinen liebsten Helden mit individueller Ausrüstung anzupassen. Allerdings sehe ich hier eine sehr große Schwachstelle des Spiels. Wenn ich mit meinem mickrigen Prestige Level 1 gegen Prestige 6 Gegner antreten darf sinkt der Spielspaß unter den Keller und sickert ins Grundwasser. Die Tatsache das man sich noch Ausrüstung kaufen kann wenn man nur genug in die Mikro Transaktionen Investiert macht es nicht gerade besser.

Doch die große Frage stellt sich nun macht das Spiel Spaß?

Mit Freunden auf jeden Fall ja. Es macht nun mal tierisch Laune sich als Team im Dominion Modus auf andere Spieler zu stürzen. Spielt man hingegen lieber alleine sollte man viel Geduld und Lernbereitschaft mitbringen denn man wird sicher einige Zeit lang Lehrgeld zahlen müssen. Ist man ein Fan des Settings und misst man sich gerne mit anderen Spielern ist For Honor jedenfalls einen Blick wert.



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