Famicom Detective Club – Alte Fälle, neues Design

Wir ermitteln in Nintendos hauseigener Visual Novel Reihe

Bereits 1988 erschien mit Famicom Detective Club: The Missing Heir der erste Titel der in diesem Paket enthaltenen Spiele. Wir spielen einen namenlosen Teenie-Detektiv, welcher mit seiner Assistentin Ayumi das Rätsel um einen alten Familienfluch zu lösen versucht. Dabei hilft es nicht, dass unser Protagonist sein Gedächtnis verloren zu haben scheint. Noch dazu berichten Zeugen immer wieder von Geistererscheinungen, da hilft nur knallharte Ermittlungsarbeit um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

An dieser Stelle stoppe ich, denn ich möchte euch natürlich die Geschichte nicht spoilern, kommen wir also generell zu den Spielen. Die Beiden im Bundle enthaltenen Spiele erschienen ursprünglich nur in Japan, was wohl der größte Grund dafür ist, dass ich von den Titeln noch nie etwas gehört habe. Ok vielleicht auch deswegen weil Visual Novels jetzt nicht gerade mein Genre sind. Aber wie ihr wisst, bin ich immer auf der Suche nach dem nächsten großen Hit für die Nintendo Switch und Remakes solcher Klassiker sprechen mein Retro Hirn direkt an. Im Zuge des Tests wollte ich sehen, wie die Spiele damals überhaupt aussahen und ich wurde nicht enttäuscht, da die Spiele ursprünglich auf dem Famicom Disk System erschienen, darf man hier also keine großen Sprünge erwarten. Anders sieht es hier schon bei der Nintendo Switch aus. Es erwarten uns schick designte Charaktere und Umgebungen, welche, wie ich glaube, nicht unwichtig sind für eine gute Visual Novel. Was allerdings für meinen Geschmack etwas zäh rüber kommt ist das Gameplay.

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Das Gameplay besteht hauptsächlich aus Knöpfchen drücken. Sprich über das, denke über jenes nach und so weiter. Zwar gibt es auch die Option die Umgebung genauer zu begutachten, jedoch ist dies doch recht selten notwendig. Mindestens genauso wie die Möglichkeit nachzudenken. Maximal am Ende eines Kapitels wenn alle Fakten zusammengetragen werden macht dies Sinn, ansonsten erhält man eigentlich die meiste Zeit nur …, sieht also recht leer in der Rübe unseres alter Ego aus. Aber gut der Famicom Detective Club ist ja auch eine Visual Novel, also glaube ich, dass das Gameplay schon so gehört, ist immerhin die erste Visual Novel welche ich gespielt habe. 

Bevor es weiter geht kommen wir aber noch zum zweiten Titel, denn ihr erhaltet den Famicom Detective Club im Bundle bestehend aus zwei Spielen. Das zweite Spiel trägt den Titel The Girl Who Stands Behind und ist ein Prequel zu The Missing Heir, ihr könnt euch also aussuchen mit welchen der beiden Spiele ihr anfangen wollt. Wir untersuchen einen Mordfall an Ayumis Freundin Yoko. Die Beiden waren an deren Schule Mitglieder des Detective Clubs. Nun wissen wir auch wie es dazu kam, dass Ayumi in The Missing Heir unsere Treue Assistentin war. 

Gameplaytechnisch müssen wir in den Unterhaltungen stets nach dem richtigen Fragen bzw. die richtige Aktion verwenden um weiter zu kommen. Leider artet das oft in einem Trial and Error aus wenn man nicht genau aufpasst in den Gesprächen. Verfolgen wir diese Aufmerksam sollten wir in der Regel darauf kommen, welche Aktion als nächstes benötigt wird. Für besonders unaufmerksame Spieler gibt es noch das Notizbuch. In diesem werden automatisch relevante Daten über die Personen vermerkt welche wir im Laufe der Ermittlungen antreffen. 

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Wenn man jetzt noch denkt, dass Nintendo für Kinder ist dem will ich sagen, dass es sich hierbei um zwei waschechte Krimis handelt. Es wird zwar nichts explizites dargestellt, allerdings würde ich Kindern dieses Spiel nicht nahe legen. Wobei sich hier ohnehin vorher die Hürde auftut was die Sprache angeht. Ab und an erwarten uns beim Spielen auch kleinere Jump Scares, was die Inszenierung angeht sind diese Spiele jedenfalls auf Top Niveau. Kürzlich habe ich auch eine Podcast Episode veröffentlicht, welche sich mit dem Famicom Detective Club befasst. Den Podcast findet ihr auf Itunes und Spotify.

Mochten wir:

  • Spannende Fälle
  • Wunderbarer Look
  • Klasse Vertonung

Mochten wir nicht:

  • Untertitel nur in Englischer Sprache
  • Gameplay stellenweise nicht ganz schlüssig

Der Famicom Detective Club ist die erste Visual Novel welche ich je gespielt habe und ich muss sagen, ich bin jetzt direkt heiß auf Weitere. Vorausgesetzt sie bewegen sich auf einem ähnlichen Level, denn rein von der Präsentation ist der Famicom Detective Club einfach Spitze. Was hingegen weniger herausragend ist, ist dann doch das recht altbackene Gameplay. Ich für meinen Teil hatte doch beim durchspielen den ein oder anderen Hänger welcher den Spielfluss abgebrochen hat. Wenn man dann noch die Lösung findet haut man sich zunächst mit flacher Hand vor den Kopf, aber ok das ist jetzt wieder meckern auf hohen Niveau. Als Visual Novel Anfänger habe ich mich jedenfalls von dem Famicom Detective Club gut unterhalten gefühlt, auch wenn die Spiele leider keinen Wiederspielwert haben, da es keine multiplen Enden gibt.

Wertung:

7/10

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