Nach viel Blut und einigen Tränen schafft es MaschineGames zum Abschluss ihrer „Freiheitschroniken“, doch noch mit ihrem dritten DLC „Die unglaublichen Taten von Captain Wilkins“ einen würdigen Nachfolger zum Hauptteil zu präsentieren. 

Im Neuen Wolfenstein DLC schlüpfen wir in die Rolle von Freiheitskämpfer Gerald Wilkins, einem Captain der US-Army der nie den Kampf gegen das Regime aufgegeben hat. In bester 90er Jahre Actionheld Manier schießen wir uns mit lockeren Sprüchen durch die Reginmesoldaten. Was sich anhört wie ein billiger 0815 Plot, entpuppt sich aber nach der Hälfte der Spielzeit als Storyperle.

Tolle Charaktere – Tolle Story

„Die unglaublichen Taten von Captain Wilkins“ schafft es Charaktere zu schaffen die anfangs noch etwas standardisiert und einseitig wirken, die jedoch im Laufe der Geschichte immer mehr an Charakter gewinnen. Und dieser Charakter ist es auch der die Story belebt und das DLC zum Besten der Freiheitschroniken krönt. Die Geschichte um Captain Wilkins setzt auch nicht das Augenmerk, wie die ersten zwei Teile, auf die Rache an hochgestellten Regimeoffizieren sondern setzt zum ersten Mal sehr stark auf die Entwicklung des Protagonisten und seiner Kumpanen.

MaschineGames hat damit eine große Schwäche der ersten zwei Teile erkannt und ausgemerzt: Die „Endgegner“ waren langweilig und der Kampf gegen sie war komplett stumpfsinnig. Wir haben nur noch einen Endgegener mit General Schwarz und dieser wieder bis zum letzten Level auch kaum erwähnt. Wir sollen eine Orbitallaserkanone stoppen und nicht den Racheengel spielen. Selbst das Zusammentreffen mit Schwarz wurde deutlich besser gestaltet als die „Bosskämpfe“ in „Die Abenteuer von Revolverheld Joe“ oder „Die Tagebücher von Agentin Stiller Tod. Selbst mehre Story twist machen die Geschichte spannend und erinnern positiv an das Hauptspiel.

Schleichen oder Ballern? Wieso nicht beides!

Das erste DLC war eine einzige Schießbude, das zweite ein Stealth Shooter und Captain Wilkins kann beides! Mit abwechselnden Schleich-und Schieß-Passagen vereint der dritte Teil das beste aus den Vorgänger DLCs. Zwar sind wir mit dem Kampfwanderer aus dem Hauptspiel ausgestattet und können auch deutlich mehr einstecken als Agentin Stiller Tod, so ist es doch oftmals angebracht sich mit der Schallgedämpften Pistole durch die Reihen der Gegner zu schleichen. Durch diese Abwechslung sorgt das DLC für motivierendes und interessantes Gameplay. 

Neue interessante Areale

Wie auch in „Die Tagebücher von Agentin Stiller Tod“, werden wir auch bei den Abenteuern von Freiheitskämpfer Wilkins in abwechslungsreiche neue Areale geführt. Die recycelten Maps aus „Gunslinger Joe“ sind glücklicherweise Geschichte. Was bleibt sind tolle neue Maps die mit dem „Kampfwanderer“ auch sehr gut zu erforschen sind. Fast immer haben wir mehr als eine oder zwei Möglichkeiten an unseren Gegnern vorbei zu kommen.

Mochten wir:

– Tolle Story

– lebendige Charaktere

– abwechslungsreiches Gameplay

– interessante Areale

Mochten wir nicht:

– anfangs 0815 Story

– keine wirkliche FeindfigurMachine Games schafft es zum Abschluss der Freiheitschroniken mit Captain Wilkins wirklich zu überzeugen. Für mich war das DLC eindeutig das beste der drei und ich empfehle es jedem der Wolfenstein 2 gespielt und geliebt hat.Tolle Charaktere, tolle Geschichte und wie immer jede Menge Ballern. Für 10 Euro auf Steam liefert das DLC knappe 4 Stunden Storykracher. Von mir gibts eine Empfehlung! Wertung: 8,5/10

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