DragonQuest XI: Streiter des Schicksals im Test

Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals streitet anderen JRPGs das Bühnenlicht ab.

Mit DragonQuest XI: Streiter des Schicksals bekommen wir endlich einen Ableger für die Switch, der uns die geballte Ladung Dragon Quest spüren lässt. Wie in jedem anderen Teil, sind die Charaktere von Akira Toriyama designt, was man als Dragon Ball Fan natürlich sofort merkt, denn sein Design hat Wiedererkennungswert und in manchen Charakteren sieht man durchaus Abwandelungen anderer bekannterer Charaktere. 

Insofern bekommen wir also ein waschechtes Dragon Quest ohne Kompromisse geliefert. So wenig Kompromisse, dass man selbst als alteingesessener JRPG Veteran nichts zu meckern hat. “Früher war alles besser” mögen manche sagen und dem ist nicht so! Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals kann man nämlich nicht nur in der hübschen 3D Grafik spielen, sondern auch in der altmodischen 8 Bit 2D Grafik. Für jeden was dabei, oder nicht?

Gameplay

Das Gameplay von Dragon Quest lässt sich für Leute die es nicht kennen, mit einem einfach Wink Richtung Pokemon abfertigen. Es ist rundenbasierter Kampf in klassischer JRPG Manier. Man kann mit Magie, Fähigkeiten und normalen Angriffen der Waffe zuschlagen, dahingehend nichts bahnbrechendes. In beiden Varianten des Spiels haben wir dieses Kampfsystem, wobei sich das in der 3D Variante zunächst ein wenig komisch anfühlt.

Wo andere JRPGs stationär im Kampf sind, kann man in Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals nämlich umherlaufen. Was uns das bringt? Absolut gar nichts. man wird dennoch getroffen, wenn man angegriffen wird und kann nicht etwa ausweichen, nur weil man vom Gegner wegläuft. Was das dann bringen soll? Ich hab keinen Schimmer, es fühlt sich dadurch nur ein wenig dynamischer an, ohne dabei einen Mehrwert zu liefern.

Wenn wir uns nicht im Kampf befinden laufen wir also durch die Welt und können hier Quests annehmen und eben klassische RPG Dinge tun, es wird hier nicht zu kreativ oder verrückt. Laufen wir in einen Gegner zieht es uns in den Kampf. Dies hat natürlich den Nach- und Vorteil, dass man sich Kämpfe aussuchen kann, da sie sehr leicht zu meiden sind. Wer das allerdings zu oft macht, wird schon bald unterlevelt sein.

Ambiente

Die Welt von Dragon Quest XI wollte ich zunächst nicht ganz so schön finden, natürlich hat die Switch ihre technischen Grenzen und wollte mich somit auch nur wenig in ihren Bann ziehen, doch muss man den Entwicklern lassen, dass sie wissen, wie man mit wenig Hardware zurecht kommt. Obwohl die grundlegende Umgebung eher mau und durchschnittlich bis unauffällig ist, gibt es einige Orte, an denen man merkt, dass mit Fingerspitzengefühl gearbeitet wurde.

Ein schönes Beispiel war eine Höhle, in der der Boden mit blau leuchtenden Gewächsen verwuchert war, was den gesamten Raum in einen blauen Schein gehüllt hat, der einmalig ausgesehen hat. Man hat hier genau gesehen, dass sich die Entwickler nicht etwa von Hardware einschränken lassen um eine Szenerie zu erzeugen, die einem in Erinnerung bleibt und genau das will man im Endeffekt ja auch sehen.

Wer den Flair der modernen Grafik aber nicht ab kann, der kann jederzeit in einer Kirche im Spiel einfach von 3D auf 2D wechseln und sich dann in der altbewährten Top-Down Ansicht durch die Welt bewegen. Auch Kämpfe sind in der klassischen Frontalansicht der alten Dragon Quest Spiele und sind somit ein wirklich nettes Zugeständnis an die Fans, welche auf einen Nostalgiekick aus sind, ohne sich dabei auf die alten Spiele beschränken zu müssen.

Gesamteindruck

Im großen und Ganzen hält Dragon Quest was es verspricht. Mit Charakteren die aussehen, als hätte man sie aus Dragon Ball geklaut jagen wir nach Dragon Balls… nun ja es sieht zumindest stark danach aus. Auch wenn man hier wirklich stark das Gefühl bekommt zu wissen, wo all die Ideen herkommen, tut es der Story nichts schlechtes, da das Grundgerüst schon ein ganz anderes ist.

Die Grafik komplimentiert das Genre sehr und so oft ich schon modernere JRPGs gesehen habe, die versucht haben Animes in ein Spiel umzusetzen, so oft habe ich schon Fehlschläge gesehen. In diesem Fall muss ich aber zugeben, dass es echt gelungen ist. Die Charaktere sehen echt aus, als stammen sie aus einem Anime und nutzen hierbei die Grafik zusätzlich als Mittel um dies zu verwirklichen.

Im großen und Ganzen ist das Spiel für das Genre also durchaus gelungen. Man merkt, dass viel Liebe und Zeit investiert wurde um auch wirklich alles herauszuholen. Auch wenn man sehr viel grinden muss um an sein Ziel zu kommen und nicht unterlevelt zu sein, so könnte man das mehr eine Schwäche des Genres, als die des Spiels bezeichnen, denn der Rest des Spiels ist sehr gelungen. Seien wir doch ehrlich. Wie kann ich ein Spiel schlecht bewerten in dem es den blauen Typen da gibt:

Mochten wir:

  • Grafik
  • Sounddesign
  • Handlung
  • Gameplay

Mochten wir nicht:

  • Sehr grind lastig

Mit DragonQuest XI: Reiter des Schicksals bekommen wir ein sehr klassisches aber modernes JRPG, welches sich wirklich nicht Lumpen lässt. Mit viel Mühe wurden uns einige Optionen geboten, die anderen Herstellern bisher nicht in den Sinn gekommen sind und obwohl es sich nur um Goodies handelt, sind das durchaus Dinge, von denen man sich was abschauen kann. Da das Spielkonzept selbst ja schon ur alt ist, kann jeder der DragonQuest kennt, nach wie vor zuschlagen. Wem rundenbasierende Kämpfe liegen und den Plot von Dragon Ball mag, der hat auch schon genug Referenz um sicher sein zu können, hier nichts falsch zu machen.

Wertung:

8,5/10



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