Lange mussten Dragon Ball Fans auf einen 2D Prügler der Serie warten. Mit FighterZ bekommen Fans ein Beat em up erster Güte.

Der Aufschrei der Community war groß, dass es endlich mal wieder einen 2D Prügler der beliebten Dragon Ball Serie geben möge. Die Entwickler bei Arc System Works haben Fans nun diesen Wunsch erfüllt und mit Dragon Ball FighterZ ein Beat ‚em Up geschaffen, welches sich vor der Konkurrenz auf keinen Fall zu verstecken braucht. Schon alleine optisch fällt uns auf, dass der Look des Anime angestrebt wurde und wenn man dann Goku sieht wie er sich in einen Super Saiyajin verwandelt, denkt man automatisch an das alte Opening von DBZ zurück, da die Animation nahezu ident aussieht. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es sich um 2D Modelle handelt, doch in der Tat sind es Polygon Figuren im dreidimensionalen Raum, welche dem Vorbild einfach nur verdammt nahe kommen.

Durchdachtes Gameplay

Gerade der Entwickler Arc System Works dürfte Prügel-Fans ein Begriff sein, immerhin machte der Entwickler in vergangenen Games mit soliden Gameplay Mechaniken auf sich aufmerksam. Die Präsentation vergangener Titel war ebenso wie in FighterZ 1A, doch mit der steilen Lernkurve wurden Neugierige recht schnell abgeschreckt. Dragon Ball FighterZ ist deutlich einsteigerfreundlicher, um nicht zu sagen leicht zu erlernen. Auch hier Bedienen sich die Kämpfer ihrer Spezialattacken wie beispielsweise Vegeta mit seinem Final Flash oder Goku mit dem Kamehameha doch die Durchführung ist derart simpel, dass kein stupides auswendig lernen langer Tastenkombinationen erforderlich ist. Klar ohne Tastenkombinationen geht nichts, allerdings beschränken sich diese auf drei simple Knopfdrücke, also nicht sonderlich viel zu lernen. Einzig das richtige Timing für das Blocken zu verinnerlichen, könnte für Anfänger etwas Zeit in Anspruch nehmen, stupidest Button smashen führt gegen erfahrenere Gegner eher selten zum Ziel, für die Story hingegen reicht diese Art zu spielen vollkommen aus.

Ein neuer Cyborg

In besagten Story Modus dreht es sich um den neuen Charakter C-21 oder Android 21, welche von Akira Toriyama persönlich designed wurde. Mysteriöser Weise sind auf der ganzen Welt Klone unserer Z Kämpfer und auch der Bösewichte aufgetaucht. Da sich die Hauptcharaktere mit einem seltsamen Kräfteverlust konfrontiert sehen, welcher nur aufgehoben wird wenn sie mit einer Seele verbunden sind, liegt es an uns als Spieler das Ruder zu übernehmen und die Klone aufzuhalten. Regelmäßig wird die 4th Wall gebrochen und wir selber direkt angesprochen, allerdings muss ich sagen, dass dieses Element zwar nett ist, aber die Wichtigkeit dieser Verbindung ab einem gewissen Punkt nicht mehr relevant scheint. Seis drum, denn Beat ‚em Ups sind auch nicht gerade für eine tiefgreifende Geschichte bekannt, sondern eher für packendes Gameplay, welches ich bereits angesprochen habe. Nun können wir die Geschichte in 3 verschiedenen Szenarios spielen. Zum einen in der Rolle von Goku und den anderen Z Kämpfern, dann in einer alternativen Geschichte in der Rolle von Freeza und zu guter letzt noch aus Sicht der Cyborgs in der Hauptrolle C-18.

Solltet ihr nach rund 10 Stunden mit der Geschichte fertig sein, aber keine Lust auf Mehrspieler Partien haben (welcher allerdings wohl der wichtigste Modus im Spiel ist), habt ihr noch die Möglichkeit euer können im Arcade Modus unter beweis zu stellen und diesen mit verschiedenen Rängen abzuschließen. Kommen wir nun aber zum Herzstück des Titels, dem Multiplayer.

Tag Team zum Sieg

Bevor es in der Rangliste ans eingemachte geht, müssen wir unser Team zusammenstellen. Die Auswahl an Charakteren fällt dabei nicht so umfangreich aus wie in den bisherigen Dragon Ball Spielen, allerdings muss man bedenken, dass FighterZ Titeln wie Tekken oder Street Fighter Konkurrenz machen möchte und somit das Feld ausgewogen sein sollte. Um das zu bewerkstelligen, muss die Kämpferanzahl deutlich limitierter sein als zB in Xenoverse 2. Sobald wir unser Tag Team zusammengestellt haben, dürfen wir in verschiedenen Modi gegen andere Spieler online antreten. Ob wir nun in der Rangliste Kämpfen oder einfach zum Spaß bleibt uns selber überlassen.

Mochten wir:

– perfekt eingefangenen Anime Look

– knackige Farben

– intuitives Gameplay

Mochten wir nicht:

– Alibi Story

– KI Gegner sind sehr simpel gestricktIch bin ja glühender Verehrer von Budokai 3, dieser Titel ist wohl mein liebstes Dragon Ball Spiel. Umso mehr hat es mich gefreut, dass mit FighterZ endlich wieder ein Ableger der guten alten 2D Prügel Spiele erschien. Durch die Rangliste werde ich immer weiter motiviert mich zu verbessern und zu climben und vielleicht schaffe ich es auch irgendwann einmal über das Können eines Erdlings hinaus. Die begrenzte Charakterauswahl wirkt zwar für Fans der Serie etwas seltsam, hatte man bisher doch immer einen großen Haufen an verschiedenen Kämpfer doch mal Hand aufs Herz, wer braucht drölfzigtausend verschiedene Charaktere von denen man 2 einigermaßen beherrscht und den Rest sowieso nie ansieht? Genau niemand von daher kann ich die Entscheidung des begrenzten Feldes nur begrüßen und bin gespannt auf die noch erscheinenden Charaktere.

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Wertung: 8,6/10

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