Digimon Story: Cyber Sleuth – A Hackers Memory im Test

Eden erleben und Streben oder Hacken?

Hallo meine lieben Peonz!

Kennt ihr das? Wenn ihr lange Zeit von etwas getrennt seid und dann trifft man es wieder? Ich bin wieder zurück in Eden aber dieses mal nicht als Cyber Detektiv, sondern als Hacker!

A Hackers Memory, schickt uns wieder nach Eden um erneut die digitale Welt vor Unheil zu bewahren, doch beginnen wir am Anfang. Das neue Digimon aus dem Hause Bandai Namco Entertainment ist die Fortsetzung von Digimon Story: Cyber Sleuth. Eden ist eine digitale Welt in die man sich mittels einer Brille einloggt und sich selber quasi als Avatar steuert. Uns als Hauptcharacter wurde dort der Account gestohlen. Da uns dies nur so minimal gefallen hat, versuchen wir selber ein Hacker zu werden und schließen uns der Hacker Gruppe Hudie an. Gemeinsam versuchen sie Eden zu schützen und nebenbei noch den Account zu finden.

Wer den ersten Teil nicht gespielt hat, braucht sich von diesem Spiel allerdings nicht eingeschüchtert fühlen. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig, wenn sie auch nicht schaden. Vieles ähnelt sich sehr stark und die Story baut auch nicht auf der des ersten Teils auf. Ihr könnt also zugreifen, selbst wenn ihr noch keinen Kontakt hattet. Natürlich wäre es empfehlenswert den ersten Teil erstmals zu spielen, aber da sich nur die Story maßgeblich vom zweiten Teil unterscheidet, könnt ihr jetzt auch zuerst den spielen und danach zum ersten greifen, wenn euch das nicht genug war. Einzig treffen wir im zweiten Teil ein paar Charaktere aus dem ersten Teil, was nicht auffällt, wenn man den ersten Teil nicht kennt, doch handelt es sich hierbei um ein kleines Goodie, statt um wichtige Details.

Die Textsprache ist Deutsch und das gesprochene Wort bleibt weiterhin Japanisch. Vom Spielprinzip selber hat sich eigentlich nichts geändert, zum Glück.

Wir laufen also durch Eden, scannen wilde Digimon, machen aus den Daten dann Digimon, trainieren die Digimon und digitieren diese. Es ist der klassische Grind der mir aber richtig Spaß macht. Das Prinzip ist hier wie im ersten Teil und für jene, die den nicht gespielt haben eine kurze Erklärung. In zufallsbasierend auftauchenden Kämpfen finden wir gegnerische Digimon an, im Gegensatz zu Pokemon können wir diese nicht fangen, aber jedes mal wenn wir sie antreffen, steigert sich der Scan wert. Erreicht dieser Scan-Wert 100% können wir sie in unse Team aufnehmen. Wer allerdings schon ein paar Minuten mehr investiert hat weiß, dass man lieber auf 200% wartet, denn da entfalten sie erst ihr richtiges Potenzial. 

Wie im ersten Teil habe ich bisher sicher ¾ der Spielzeit mit Training verbracht. Eine Neuerung (neben der Story) sind die Dominanz Kämpfe. Diese Spielen sich anders als die normalen Fights, 3 Hacker gegen 3 Hacker. Man muss auf einem Spielfeld Punkte einnehmen die unterschiedliche Wertigkeiten haben und muss einen bestimmten Punktestand (z.b. 30 Punkte) als erstes Team erreichen und gewinnt. Dabei kämpft man gegen das gegnerische Team und sogar diese Digimon Kämpfe sind anders, da wird nur 1 Zug haben. Die ersten 2 von diesen Dominanz Kämpfen fand ich super, doch irgendwie werden die schnell langweilig. Das große Problem dabei: meine Digimon bekommen am Ende 0 Erfahrung was einfach schade ist.

In einem storylastigen Spiel wie diesem kann man es nur schwer verhindern, dass man vielleicht mal mit mehr Text konfrontiert wird, als man gerade sehen möchte. Hier gibt es echt eine Menge Dialog, was ich persönlich als gut empfinde. Es macht die Charaktere lebendiger und gibt uns eine bessere Einsicht in deren Wesen. Einzig unser Protagonist macht seinen Mund nicht auf. Einher hiermit geht, dass man vielleicht mal unabsichtlich einen Teil überspringt und dann keine Ahnung hat wo man hin muss. Das kann dann dazu führen, dass man in jedes Gebiet geht, alles absucht um die Flag zu finden, die man triggern muss, seid also gewarnt! Manche sehen es auch als negativ an, dass man mit Sidequests recht schnell fertig ist, doch sind diese zumeist hinter witzigen oder interessanten Kleinigkeiten verbogen, die einem schon einmal ein Schmunzeln hervorlocken können. Hier setzt man definitiv eher auf Qualität statt auf Quantität. Lieber eine kurze und dafür nette Sidequest als eine die uns eine Stunde kostet und gar keinen neuen Input liefer und rein zum Zweck existiert unsere Spielzeit zu verlängern.

Was man bei diesem Spiel dazu sagen muss, ist, dass es recht einfarbig von der Oberfläche wirkt. Die Instanzen durch die wir uns bewegen wirken recht leer im Vergleich zu andere Vertreter des Genres. Doch was das Spiel im Leveldesign etwas träge macht, kann es mit guter und passender Musik wieder wett machen. Selten passt der Soundtrack nicht zur Situation und kann auch etwas ödere Passagen des Spiels etwas lebendiger wirken lassen. Auch die Synchronsprecher haben einen guten Job gemacht. Von witzigeren Momenten über ernstes können sie emotional überzeugen und für jene die der japanischen Sprache mächtig sind, dürfte es definitiv mehr Freude bereiten, als eine schlechte Übersetzung. Auch ich habe mich mehr darüber gefreut, dass man wie zum Beispiel bei Square Enix, auf eine deutsche Synchronisation verzichtet hat.


Meinen alten Spielstand der ca. 80 Spielstunden hat durfte ich übrigens Übernehmen. Ich bekomme davon ein paar Start Items und ich habe schon viele Digimon erforscht, was mir das digitieren leichter macht. Super! Wo wir gerade dabei sind, sprechen wir doch mal über Digimon. Es gibt über 300 Digimon. Lassen wir erst mal wirken… Für mich ein Alptraum, denn ich werde endlose Stunden ins Training investieren müssen um die coolsten Mega zu haben. Ich habe so viele Digimon schon trainiert die ich nicht mal kenne, ich liebe es. Das digitieren, trainieren und auch das Digi Lab haben sich überhaupt nicht verändert. Sowieso spielen die beiden Spiele in den genau gleichen Orten, ich kenne mich quasi sofort wieder aus. (Sogar die Mucke ist identisch)

Was wunderbar gemacht ist, sind die animierten Sequenzen. Hier sieht man schön, dass Liebe in das Spiel gesteckt wurde. Die Sequenzen können hier sogar mit aktuellen Animes mithalten von der Qualität und zeigen, dass dem Franchise das Auftreten noch immer wichtig ist. Man bemerkt, dass man den meisten Spaß daraus zieht, sich die Digimon, die man in seiner Jugend am coolsten fand, nachzüchten möchte. So konnte ich nicht widerstehen mir ein Team aus Seraphimon, Kyubimon und Orphanimon zu gestalten (Wer mir bei der Wahl widersprechen möchte, sollte sich was schämen!). Der leichte Schwierigkeitsgrad des Spiels macht es möglich kein perfekt abgestimmtes Team von euch zu verlangen und so einfach die Digimon zu nehmen, die euch gefallen, was ich definitiv als Plus ansehe.

Mochten wir:

  • Sehr guter Fanservice, wir haben einen tollen Teil 2 bekommen.
  • Sehr viele Digimon
  • Tolle Story

Mochten wir nicht:

  • Brutaler Grind
  • Tolle Items wieder random über die Digifarm
  • Kämpfe manches mal etwas leicht.

Was soll ich sagen liebe Peonz, dieses Spiel ist für jeden Digimon Fan ein muss! Für jeden Sympathisanten ebenfalls ein muss. Wer mit Digimon bisher nichts anfangen kann, aber auf coole JPRGs Richtung Pokemon steht, der sollte definitiv einen Blick wagen. Dieses Spiel bietet etliche Spielstunden und es ist wirklich für jeden ein Digimon dabei. Von mir gibt es eine klare 9,5/10

da mich der absurd lange Grind für die besten Digimon nervt und das ständige digitieren (von Champ auf Ultra und wieder zu Camp um FÄH zu sammeln) geht mir auch etwas auf den Keks daher kann ich keine 10 geben. Ansonsten haben wir hier ein Top Produkt erhalten, dass euch (und mich :D) mehrere Stunden beschäftigen wird.

Also dann meine lieben Peonz, wir sehen uns in EDEN!

Baba…

Wertung:

9,5 / 10



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