Die Vampiraten des Warhammer Universums!

 

Total War: Warhammer 2 bekommt Vampiraten!

Ein neuer DLC ein neuer Beitrag! Nicht jeder mag SEGA zustimmen, aber ihre DLC Politik funktioniert. Man bezahlt zwar ein gutes Sümmchen, aber am Ende erhält man auch was dafür. Ohne jetzt einen großen Vortrag draus zu machen, ob DLCs dieser Art ok sind oder nicht, gehen wir direkt in Medias-Res und sehen uns an, ob es sich in diesem speziellen Fall wirklich auszahlt.

Die Basis

Mit den Vampir-Piraten bekommen wir, wie in jedem der DLCs eine neue Rasse zu spielen, die sich maßgeblich von allen anderen unterscheidet. Manchmal frage ich mich, wo die ihre Ideen her kriegen, aber bin letztendlich froh darüber, dass sie sie haben. Die Vampir Küste wie sie im Spiel heißt, hat nämlich die Besonderheit, dass sie eine Horde ist, aber auch nicht. So kann man das Schiff des Kommandanten ausbauen, was den Bau von Einheiten ermöglicht oder Ressourcen bringt, zeitgleich haben wir aber auch Provinzen, welche das gleiche können. Erst wenn unsere Hauptstadt und der Kommandant fallen, haben wir verloren.

Dies ist ein riesiger Unterschied, da es normalerweise nur entweder oder gibt. Aber natürlich ist das noch lange nicht alles. Es gibt neue Einheiten – schön und gut. Wie die Vampirfürsten kann die Vampir Küste auch Tote erwecken, was bedeutet, dass sie nach einer verlorenen Schlacht einen großen Teil davon einfach neu bauen können und die stehen dann sofort zur Verfügung. Es ist also niemals eine gute Idee, sich mit einem der Vampire auf einen Pyrrhus Sieg einzulassen, denn die können direkt einen Vergeltungszug bringen, der sich gewaschen hat.

Das Feature, welches mir wohl am besten gefällt sind die Piratenbuchten. Wenn wir also losziehen und eine Provinz aufmischen, können wir uns entscheiden sie in Schutt und Asche zu legen, sie einzunehmen und in unsere Reihen hinzuzufügen oder eine Piratenbucht dort zu bauen. So toll es auch sein mag Provinzen einzunehmen, so schwer kann es auch manchmal sein, diese zu halten und genau hier kommen Piratenbuchten ins Spiel. Der Gegner kann diese nicht sehen und weiß nicht, ob und wo sie sich befinden. Selbst wenn die Provinz eingenommen wird von einem anderen Spieler, bleibt unsere Bucht bestehen.

Im Grunde haben wir hier also ein Gebäude stehen, welches unsichtbar ist und uns durchgängig seine Boni bringt, auch wenn diese nicht all zu üppig ausfallen, so lohnt es sich dennoch, da man nicht darauf aufpassen muss. Lediglich, wenn eine Provinz niedergebrannt und zu einer Ruine gemacht wird, verlieren wir die dort ansässige Piratenbucht. Was allerdings nur sehr selten vor kommt bei anderen Hordefraktionen.

Balancing

Was das Balancing angeht, war Total War schon immer eine sehr gute Reihe. Man kann nicht wirklich sagen, dass es eine beste Fraktion gibt und so ist es auch hier. Zwar mag die Vampir Küste einen recht bescheidenen Start haben, aber kann im späteren Spielverlauf so einiges anrichten. Auch können sie die Dunkle Arche der Dunkelelfen attackieren. Man erlaubt also jeder Fraktion ihre Eigenheiten und gegen die mancher anderen Fraktionen vorzugehen. Dies schließt eine große Lücke im Spiel, von der ich mir damals dachte, dass sie bleiben wird, denn wieso sollte man solche Archen nicht zerstören können? Nun geht es!

Vor allem die Vielfalt an Fraktionen macht das Ganze mittlerweile sehr reizvoll. Mit der Vampir Küste wurde das erste Mal eine Fraktion in zwei Teile aufgebrochen, was die Vampirfürsten nun auch etwas verändert hat. Diese Änderungen kann man allerdings auch ohne dem DLC verwenden. Einzig die Spielbarkeit der Vampir Küste ist in diesem DLC enthalten, was die 17$ dann schon etwas üppig macht. Wer also denkt, dass er mit dieser Fraktion eine starke und “imba” Fraktion kauft, nur weil sie etwas teuer erscheint, der hat weit gefehlt, denn sie hat ihre Stärken und ihre Schwächen. Wenn man mit ihnen sofort in einen Hochelfen läuft, der kann gut eins aufs Auge kriegen.

Die Forschungen und die Möglichkeit legendäre Einheiten zu rekrutieren, wenn wir Teile der Acht finden (eine ständig laufende Nebenmission, in der wir bestimmte Kommandanten besiegen müssen) ist genau das, was es uns ermöglicht im Verlauf des Spiels einen Vorteil zu gewinnen, denn diese Einheiten haben es ganz schön in sich. Auch wenn es nur die legendäre Variante von Kanonenfutter ist, so können die schon einen riesen Unterschied machen.

Mochten wir:

  • Ganz neues Spielerlebnis
  • Schön designed
  • Interessante Konzepte

Mochten wir nicht:

  • Teuer

Das Spiel selbst hat sich nicht viel verändert. Es ist nach wie vor das Geld wert und wer bis jetzt noch nicht zugegriffen hat, möchte vielleicht auch noch darauf warten, dass die DLCs in einem Steam Sale enthalten sind, denn andernfalls kann das ganze sehr teuer werden. Wer sich nur die beiden Grundspiele kauft und dann einzeln Stück für Stück eine interessante Fraktion nach der anderen kauft, dürfte sich aber auch kaum daran stören. Wer also die Vampir Fürsten, welche im Basis Spiel enthalten sind, gerne hat, der kann bei der Vampir Küste zugreifen, denn wir haben ähnliche Mechaniken mit komplett neuem in einem schönen Paket.

Wertung:

7,5/10



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