Diablo 3: Rise of the Necromancer im Test

 Eine der meist geforderten Klassen ist nun in Diablo 3 verfügbar.

Hand aufs Herz, welcher eingefleischte Diablo Fan hat nicht seit dem Release von Diablo 3 sehnsüchtig auf den Necromancer als spielbare Klasse gewartet? Mit dem DLC, Rise of the Necromancer und dem zugehörigen Patch 2.6.0 hat das Warten ein Ende und die Spieler dürfen endlich in der Rolle eines Totenbeschwörers wieder über die untoten Horden gebieten. Doch der neue Necro soll nicht etwa eine 1:1 Kopie des bleichen Gesellen aus Diablo 2 sein. Blizzard hat die Klasse meiner Ansicht nach gut überarbeitet und an das System von Diablo 3 angepasst. 

Zeitrennen in den Portalen

Eine coole Neuerung sind die sogenannten Herausforderungsportale. Diese Portale geben dem Spieler einen vordefinierten Charakter mit einer bestimmten Paragonstufe, Items und einem vom diesem Char abgeschlossenen großen Nephalemportal. Bei diesem Char handelt es sich nämlich nicht um einen zufällig generierten Charakter, sondern um einen zuvor tatsächlich gespielten Char welcher genau dieses große Nephalemportal abgeschlossen hat. Nun kann jeder innerhalb dieser Woche versuchen unter den selben Voraussetzungen die vorgegebene Zeit zu schlagen. Das Portal wird 1:1 übernommen, also Gegner spawnen an der selben Stelle wie zuvor und auch die Schreine verändern ihre Position nicht. Gelingt es die vorgegebene Bestzeit zu schlagen, wartet als Belohnung eine Tasche mit Handwerksmaterialien, Blutsplittern und natürlich Items. Die Herausforderungsportale werden wöchentlich am Montag wechseln, genug Zeit also sich eine Strategie zurecht zu legen und die Bestzeit zu schlagen.

Auch bei den Kopfgeldern gibt es neues. Die sogenannten Schicksalssphären zeigen uns die Folgen des Kampfes zwischen den Nephalem und Diablo in den Hohen Himmeln. Gesamt gibt es vier neue Wegpunkte welche allesamt neue Kopfgelder bieten. Neue Gebiete sind ebenfalls mit dabei, das vom Nebel umhüllte Moor sowie der dunkle Tempel der Erstgeborenen sind über die Wegpunkte im 2 Akt erreichbar. Um als Totenbeschwörer in den Kampf ziehen zu dürfen müsst ihr 14,99€ zahlen, alle anderen neuen Features sind kostenlos verfügbar. Käufer des DLC erhalten unter anderem auch einen neuen Portrait-Rahmen, Schwingen, eine Flagge sowie einen halb geformten Golem als Begleiter.

Natürlich gibt es mit einer neuen Klasse für selbige auch neue Set Gegenstände. Momentan verfügt der Necro über fünf an der Zahl, so sollte für jeden Spielstil etwas dabei sein. Einziger Wermutstropfen, der Necromancer ist die einzige Klasse, bei welcher sich Sets nicht so gut kombinieren lassen, da wirklich alle Teile (bis auf die beiden Waffen) die selben Ausrüstungsslots belegen.

Anhand der Sets lässt sich schon die ungefähre Richtung in die der Necro gehen will erahnen. Wollen wir uns auf die untoten Armeen spezialisieren ist Rathmas Set unser Ziel. Für die Knochenzauber des Necros wäre es Inarius Set und für die Blutzauber das Avatar Set. Aber egal welche Spielweise man wählt, als Necro muss man stetig darauf achten seine Ressourcen richtig zu verwalten. Anders als andere Klassen macht der Totenbeschwörer hier einiges anders. Zum einen hat er die Ressource Essenz. Diese ist, wie bei allen anderen Klassen auch, dieHauptressource wenn es darum geht, Zauber zu wirken. Anders als beispielsweise bei der Zauberin, regeneriert sich die Essenz nicht langsam über Zeit, sodass es Pflicht ist einen Essenz generierenden Angriff im Build zu haben.

Dann wäre da noch die Lebenskraft. Klar auch über diese Ressource verfügt jede der anderen Klassen, jedoch verbraucht der Necro beim einsetzen seiner Blutzauber immer etwas von seinen HP. Als HC Spieler denke ich werden sich Blutzauber nicht so ganz durchsetzen, da das jonglieren mit den eigenen Lebenspunkten in Hardcore wo euer Charakter dauerhaft stirbt sehr risikoreich sein kann. Und zu guter letzt wären da noch die Kadaver. Getötete Gegner hinterlassen Kadaver auf dem Boden, welche nur von einem Totenbeschwörer gesehen werden können. Dafür verfügt jeder Totenbeschwörer über seine eigenen Haufen, denn sonst würde eine Gruppe von Necros sich gegenseitig die Leichen wegsprengen und das wäre dann auch nicht mehr so spannend. Darüber hinaus sehen alle Kadaver gleich aus, während in Diablo 2 noch die Leiche des tatsächlich erlegten Monsters zum interagieren liegen blieb, ist es nun ein immer gleich aussehender Haufen aus Knochen und Fleisch. Allerdings hat dies technische Gründe, da aufgrund der schieren Gegnermasse es technisch nicht umsetzbar war. Schade auf der einen Seite, aber auf der anderen ist es mir persönlich gleich wie der Haufen totes Fleisch aussieht der in die Luft gejagt wird.

Als am effektivsten hat sich bisher der Knochennecro mit Inarius Set heraus gestellt, allerdings ist bis zum Start der 11 Season ja noch etwas Zeit und vielleicht kommen Spieler ja auf neue Ideen. Ich lasse am liebsten meine untoten Kreaturen für mich kämpfen auch wenn diese nicht gerade die stärksten sind.

Neue Season im Anmarsch

Seit Freitag dem 23 Juni ist die Season 10 beendet. Season 11 wird sich etwas Zeit lassen, nicht zuletzt damit Spieler sich allmählich an den Totenbeschwörer gewöhnen können. Diese startet am Donnerstag dem 20 Juli um fünf Uhr. Wie gewohnt erhalten wir im Zuge der Saisonreise Geschenke von Haedrig dem Schmied. Totenbeschwörer erhalten das Set Rathmas Knochen welches direkt für meinen favorisierten Spielstil, nämlich den mit einer riesigen untoten Horde geeignet ist. 

Conclusion

Alt eingesessene Fans haben den Totenbeschwörer ohnehin schon geistig während der Ankündigung gekauft. Dieser spielt sich dynamisch und gliedert sich perfekt in die bereits existierende Heldenriege von Diablo 3 ein. 

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