Der neue God of War

Im neuen God of War begeistert Kratos im nordischen Setting.

Vorab muss ich gleich gestehen, ich war nie ein großer Fan der God of War Reihe. In den vergangenen Spielen war mir Kratos so dermaßen unsympathisch, dass ich keine große Lust hatte den Kerl auf seiner Reise zu begleiten. Natürlich habe ich die Hauptspiele der Reihe gespielt, doch richtige Sympathie kam nie auf. Ergo hat es mich auch nicht groß interessiert, was aus dem Spartaner nach dem offenen Ende von God of War 3 wurde, doch das gezeigte Material zum aktuellen Teil für die PS4 hat mich dermaßen überzeugt, dass ich dem Spiel doch hingegen meiner bisherigen Meinung eine Chance geben wollte, und verdammt God of War hat mich dermaßen in seinen Bann gezogen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu spielen, doch beginnen wir am Anfang.

Nach den Ereignissen in Griechenland hat Kratos sich zurückgezogen und lebt dort mit seiner Frau Faye und seinem Sohn Atreus. Das Spiel beginnt kurz nach dem Ableben von Kratos Frau, in einer der ersten Sequenzen bekommen wir zu sehen, wie sich der Spartaner einen Verband um seine beiden Unterarme fester zieht. Kenner der Serie wissen, dass die Blades of Chaos aus den bisherigen Teilen fest mit Kratos´Unterarmen verbunden waren. Dies hat in mir gleich große Neugier geweckt, was ist passiert und warum trägt Kratos nun die Leviathan Axt an stelle seiner beiden Schwerter? Viele Fragen, die zum Glück im verlauf des Spiels beantwortet werden, doch da ich natürlich nicht spoilern möchte, werde ich darauf nicht näher eingehen.

Nach der Beisetzung seiner Frau begibt sich Kratos mit seinem Sohn auf die Jagd nach Hirschen, und wir merken schon, dass Atreus nicht so unnütz ist wie Begleiter aus anderen Spielen, Ashley aus Resident Evil 4 lässt grüßen. Ganz im Gegenteil, da Kratos nicht in der Lage ist die Runen zu entziffern, Atreus allerdings schon, merken wir schnell, das der JUNGE alles andere als nutzlos ist. Aber auch abseits der Leseübungen überzeugt uns Kratos Nachwuchs. In Kämpfen beispielsweise unterstützt er uns sowohl im Nah als auch im Fernkampf. Im Laufe der Reise bekommen sowohl der Junge als auch Kratos immer mehr Fähigkeiten, sodass wir Atreus immer am besten unserem Spielstil anpassen können.

Apropos Kämpfe, diese funktionieren deutlich anders als in den Vorgängern. Es gibt nun nicht mehr diese weite Perspektive, dank der ein niedermähen von Horden an Gegnern möglich gemacht wurde, nun steuern wir Kratos direkt aus der Third Person Ansicht. Dadurch wird uns auch nicht mehr so eine schiere Masse an Gegnern vorgeworfen, dafür werden die Kämpfe deutlich anspruchsvoller gestaltet. Am ehesten lässt sich das neue Kampfsystem mit einem Dark Souls vergleichen. Wir können Ausweichrollen vollführen, Blocken, Parrieren usw. Besonders cool, fand ich den Einsatz der Leviathan Axt. Dieses schicke Teil kann von Kratos beispielsweise auf Gegner geworfen werden, um diese einzufrieren und anschließend im Nahkampf zerdeppern. Natürlich klappt das nicht bei jedem X beliebigen Gegner, aber für das gemeine Monster-Fußvolk reichts schon. Neben der Action gibt es auch von Zeit zu Zeit kleinere Rätselpassagen, allerdings reichen diese selten über “drehe einen Schalter und wirf anschließend deine Axt um das Zahnrad einzufrieren” hinaus. Im späteren Spielverlauf werden auch weitere Gegenstände in die Rätsel mit eingebunden, doch der Kern, etwas mit der Axt einfrieden, bleibt stets erhalten.

Neben fiesen Monstern treffen wir in der Welt von Midgard auch auf einige andere Charaktere. Beispielsweise die beiden Zwerge Sindri und Brokk, welche ihres Zeichens Schmiede sind und unter anderem auch Thors Hammer geschmiedet haben. Bei den beiden lässt sich auch Atreus und Kratos Ausrüstung aufwerten, und es empfiehlt sich auch diese Dienste in Anspruch zu nehmen, denn im späteren Spielverlauf kommt man ohne gute Rüstung und aufgepumpte Waffen nicht besonders weit, vor allem wenn wir es uns zum Ziel gemacht haben alle eingesperrten Walküren zu befreien, denn diese Biester haben es wirklich in sich.

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Mochten wir:

  • stimmiger Soundtrack
  • überwältigende Grafik
  • nordische Setting

Mochten wir nicht:

  • man kann nichts nicht mögen an diesem Spiel

Mit dem Versuch God of War neu zu erfinden haben die Entwickler von Sony Santa Monica einen Erfolg auf ganzer Linie zu verbuchen. Nicht nur, dass sich der Titel innerhalb von drei Tagen nach dem Release über 3,1 Millionen mal verkauft wurde, sondern auch das neue Setting mit dem neuen alten Kratos überzeugt auf ganzer Linie. Mir persönlich gefiel der Ansatz mit dem Jungen, dass Kratos sich seiner Vergangenheit bewusst ist und fürchtet einen schlechten Einfluss auf seinen Sohn zu haben. Spätestens als kurz nach dem Beginn der mysteriöse Fremde auftaucht wird klar, die Reise zum Berggipfel wird alles andere als einfach, aber ich als Spieler habe mich gefreut den Spartaner auf dieser Reise zu begleiten und Midgard zu erkunden.

Wertung:

9,5/10



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