Eine Trilogie für jeden Actionliebhaber

Bereits 2020 hat uns Crytek ein Remaster des ersten Crysis geliefert und für später noch Crysis 2 und 3 in Reamster Versionen versprochen. Diese beiden Spiele sind nun fertig und als die sogenannte Crysis Remastered Trilogy für den PC, die PS 4, die Xbox One und die Nintendo Switch verfügbar. Ich habe mir die Nintendo Switch Version angesehen und dazu ein Fazit. Einen Test zu Crysis 1 Remastered gab es bereits letztes Jahr von mir, diesen findet ihr hier. Auch war dieser Test damals der Anlass einen Nintendo Switch Podcast zu starten, welchen ihr hier findet. Natürlich wird es auch zu diesem Test wieder eine Podcast Episode geben, aber kommen wir nun endlich zum eingemachten.

Crysis 1 war seinerzeit ein echter Brecher, welche Systeme zum glühen brachte. Obendrauf war auch die inszenierte Action, sowie das Gefühl Freiheit einfach perfekt, sozusagen eigentlich das ideale Action Spiel. Klar das man sich als Spieler die Frage stellt, kann so ein Brecher überhaupt auf der vergleichsweise leistungsschwachen Nintendo Switch überhaupt laufen? Die Kurzantwort: Ja kann es und das gar nicht mal so schlecht. Das Spiel hat damals eine 7 von mir bekommen, allerdings hauptsächlich aufgrund einiger technischer Mängel wie Spielabstürzem Soundprobleme und die teils doch ziemlich doofe Gegner KI. An dieser Stelle kann ich schon etwas Entwarnung geben, denn mit der aktuellsten Version hat Crytek nachgebessert und den Titel zu einem Genuss für unterwegs gemacht. Nun gut bei Crysis 1 handelt es sich auch um meinen liebsten Teil der Reihe, denn wie bereits erwähnt ist der Einsatz von gescripteten Action Szenen, sowie das Leveldesign und die Spielerische Freiheit einfach nahezu perfekt. Für die durchwachsene Wertung letztes Jahr haben lediglich die technischen Mängel gesorgt, welche nun auch nicht mehr auffindbar waren, einfach ein grandioser Job! Kommen wir nun aber ohne Umschweife zu Crysis 2 welches, zumindest auf dem PC, das Highlight der Trilogy ist.

In Teil 2 verkörpern wir den Marine Alcatraz, welcher durch unglückliche Umstände zu Spielbeginn in den Besitz von Prophets Nanosuit kommt. Eine Alien Invasion hat es auf New York abgesehen, und es liegt nun an uns diese zurück zu schlagen. Klar wer wäre denn auch sonst besser dafür geeignet, als ein Elitesoldat in einem High-Tech Kampfanzug. Auf dem PC hat sich in dieser Version am meisten getan, nahezu alle Texturen wurden überarbeitet und die Ray Tracing Technologie kommt Ideal zum Einsatz. 

Besonders schick sieht die Spiegelung der Spielfigur auf Fliesen aus, einfach nur ein Augenschmaus. Spielerisch ist Teil 2 leider nicht so mutig wie noch der erste Teil mit den weitläufigen Arealen. Hier haben wir eher Schlauchlevels, welche sich aber dennoch durchaus sehen lassen können. Doch wie sieht es denn nun auf der Switch aus, denn Ray Tracing suchen wir hier natürlich vergebens. Gar nicht mal so schlecht, Bugs wie damals in Teils habe ich keinerlei gefunden, was mich schon fröhlich gestimmt hat. Statt dessen habe ich knallharte Alien Action mit wahlweise taktischen oder einfach brachialen Kämpfen bekommen. Klar an einigen Stellen muss man schleichen um nicht direkt von einem Pinger zerlegt zu werden, dennoch hat man als Spieler meist die Option Gegner leise auszuschalten oder aber die Panzerung an zu werfen und sich wie Rambo durch zu ballern. Wobei das Schleichen meist nicht so gut funktioniert hat, ob dies nun an der Gegner KI lag, oder aber an meiner eigenen Unfähigkeit kann ich an dieser Stelle nicht mit absoluter Sicherheit sagen, aber Crysis ist schließlich auch kein Metal Gear Solid, hier darf es auch mal laut zur Sache gehen.

Laut wird es auch werden, denn mehr Explosionen findet man lediglich in einem Call of Duty wieder. Allgemein finde ich, dass in diesem Teil sehr viel Augenmerk auf gescriptete Action Events gelegt wurde, weswegen Teil 2 auch nicht mein Favorit ist, obwohl er von der Spieldauer relativ gut mit 10 Stunden bemessen ist. Klar in Crysis 1 konnte man noch mehr Zeit verbringen, was allerdings an den weitläufigeren Levels lag. Allerdings gibt es hier noch Crysis 3, dessen Spielzeit gerade mal 6 Stunden beträgt, wenn man langsam unterwegs ist.

Crysis 3 ist, würde ich sagen, wohl die große Enttäuschung im Paket. Nicht nur die relativ kurze Spielzeit schlagen hier zu Buche, auch hat sich im Vergleich zu der Version von 2013 nicht sonderlich viel getan. Allerdings muss man hierbei auch anmerken, dass Crysis 3 damals wie heute schlichtweg fantastisch aussieht. Allerdings waren 2013 schon potente Rechner von Frameeinbrüchen geplagt, das Remaster hat diese Probleme nicht, endlich also Crysis 3 flüssig spielen! Nun das klingt nicht gerade nach dem Kaufgrund für ein Remaster, denn grafisch hat sich wirklich nicht viel Verändert, zumindest auf den PC schwenken wir nun also zur Nintendo Switch Version rüber. Zum Zeitpunkt als ich Crysis 3 gespielt habe, hatte ich bereits meine OLED Switch in den Händen und was soll ich sagen, es war mir ein regelrechtes Volksfest. Ich habe zwar keinen Vergleich zu Crysis 3 auf der alten Switch, kann allerdings sagen, dass der Unterschied zu Crysis 2 auf meiner alten Switch und Crysis 3 auf der OLED Switch deutlich aufgefallen ist. Durch das größere Display und die Satteren Farben hatte ich ein richtiges Action Feuerwerk in den Händen. 

Spielerisch hat sich nicht sonderlich viel verändert zu Crysis 2, der Nanosuit hat ein paar neue Funktionen bzw. freischaltbare Upgrades und es gibt einen Bogen, welcher den Stealth Modus nicht deaktiviert. Dieser dürfte allerdings wohl der Hauptgrund dafür sein, warum Crysis 3 sich schlichtweg einfacher und weniger spektakulär anfühlt als die beiden Vorgänger. Andererseits wäre doch als Goodie für Käufer der Remastered Trilogy der Bogen in Crysis 1 und 2 ideal gewesen, doch ich schwefe ab. 

Storytechnisch bringen wir in Crysis 3 das zu Ende was in Crysis 1 begann, ein gelungener Abschluss einer Geschichte, auch wenn mich gen Ende hin einige Sachen gestört haben. Während der Missionen in Crysis 3 begleitet uns unser alter Teamkamerad Psycho. Wir erfahren gen Ende hin nicht was aus diesem Charakter wird, schade! Auch weiß ich bis heute nicht was aus Nomad wurde, der Figur welche wir in Teil 1 verkörpern. Zumindest wenn man nicht die Comics gelesen hat, solche Randinfos finde ich sollten in einem nachfolgenden Titel erwähnt werden, eventuell gibt es diese Info vielleicht in einer Datenbank und ich habe sie nur nicht gefunden. 

Mochten wir:

  • Sehr gute Performance
  • Crysis 2 sieht (auf dem PC) fantastisch aus
  • Nanosuit Action optimal umgesetzt
  • Gyrosteuerung (in der Switch Version)
  • Auf der Nintendo Switch noch immer ziemlich ansehnlich

Mochten wir nicht:

  • Grafische Verbesserungen in Crysis 3 kaum der Rede wert
  • Gegner KI manchmal ziemlich dämlich
  • lineares Level Design in Crysis 2

Die Crysis Remastered Trilogy ist wohl eines der besten Action Pakete welches man sich holen kann. Die stimmige Action mit der doch coolen Sci-Fi Story tun ihr übriges. Das man diese drei Action Blockbuster nun auch auf der Nintendo Switch unterwegs spielen kann ist sozusagen das Sahnehäubchen. Einzig vermisse ich in dieser Sammlung Crysis Warhead, dieses Spiel erzählt Crysis 1 aus der Sicht von Psycho. Während Nomad es mit Aliens zu tun bekommt, kämpft Psycho eher einen klassischen Krieg. Vielleicht folgt dieser Teil noch in Zukunft, doch bis dahin kann man die Crysis Remastered Trilogy für 49,99€ im Nintendo E-Shop kaufen. Für diese Summe bekommt man als Spieler auch eine geballte Ladung Action geboten. 

Wertung

8/10

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