Zwar bieten weder die Story noch das Gameplay von Warhammer: Vermintide 2 große Innovation, dennoch macht es gewaltig viel Spaß.

Die Fantasy-Welt von Ubersreik  muss sich erneut der Bedrohung durch die Skaven stellen und wieder liegt es an den fünf Helden Bardin, Kerillian, Victor, Sienna und Kruber sich dieser Bedrohung zu stellen. Im Klartext bedeutet das eine Menge Ratten und ein Haufen fliegender Körperteile, genau das macht Warhamemr Vermintide 2 so unterhaltsam. In bester Left 4 Dead oder Killing Floor Manier steuern wir unsere Helden in diesem Coop Abenteuer durch die verschiedenen Levels und versuchen den Skaven das Handwerk zu legen. Zwar sind die zur Verfügung stehenden Manöver nicht so ausgefuchst wie bei einem For Honor, doch wen stört das schon, wenn dafür der Rest stimmt. Warhammer: Vermintide 2 möchte uns etwas mehr bieten als nur metzeln und so kommt es, dass wir einen Hauch von Rollenspiel mit dabei haben. Zwar nicht so ausgeprägt wie bei einem Dragon Age, doch genug um unseren Helden zu spezialisieren. Nach und nach sammeln wir im Spiel Erfahrungspunkte, wodurch wir natürlich im Level aufsteigen. Alle 5 Level dürfen wir dann in der Lobby einen Passiven Skill festlegen und so den Helden weiter spezialisieren. Ob nun auf den Nahkampf spezialisiert, oder besonders gerne mit einer dicken Flinte, die Wahl bleibt uns überlassen.

Größe Stärken und Schwächen

Die größte Stärke von Warhammer. Vermintide 2 ist aber zugleich seine größte Schwäche, das Zusammenspiel. Mit Freunden gemeinsam im Discord macht es unheimlich viel Spaß sich durch die Gegnerhorden zu prügeln und taktisch gegen die Rattenoger oder Chaos Spawns vorzugehen. Auf der anderen Seite jedoch, ist dies gar nicht erforderlich. Spielen wir Solo werden wir mit 3 anderen Spielern zusammengeworfen und metzeln fröhlich nebeneinander her, meist ohne Kommunikation da es schlicht nicht notwendig ist. Eine klassische Rollenverteilung gibt es nämlich nicht. Weder müssen wir die Gegner verlangsamen, noch unsere Verbündeten als Heiler unterstützen. Lediglich wenn wir eines besitzen können wir unseren Mitspielern wie in Left 4 Dead auch ein Medipack rauf klatschen, viel verschenktes Potential an dieser Stelle.

Warhammer durch und durch

Auch wenn das etwas seichte Gameplay ein bisschen sauer aufstößt, bleibt neben den wuchtigen Kämpfen noch das Leveldesign und genau dieses lässt das Warhammer Feeling perfekt aufkommen. In den 13 unterschiedlichen Missionen werden wir über Kornfelder, in tiefe Dungeons oder in Burgen mit grandioser Aussicht geführt. Besonders die Details sorgen für Stimmung, öfter finden wir am Wegesrand die Überreste von überfallenen Reisenden oder die aufgehängten Körper der Burgbewohner, zartbesaitete Menschen könnten die Augen zusammenkneifen.

Was darf heutzutage in einem Spiel nicht fehlen? Richtig die Lootboxen! Doch zum Glück wird aus Warhammer: Vermintide 2 keine Cash Cow gemacht, die der Entwickler melkt bis sie austrocknet. Die Lootboxen gibt es nach jedem abgeschlossenen Level als Belohnung und diese enthalten immer eine Waffe sowie zwei weitere Gegenstände. Im Unterschied zum ersten Vermintide jedoch werden diese Gegenstände nicht komplett zufällig ausgewürfelt, sondern sind immer auf die Klasse zugeschnitten, mit welcher wir gerade spielen, so kann man sich bequem seinen Lieblingshelden hochzüchten.

Mochten wir:

Mochten wir nicht:

Auch wenn einige Schwächen des ersten Teils ausgemerzt wurden, bleibt noch immer die seichte Geschichte sowie die blassen Helden, denen wir auch nach mehreren Spielstunden wenig bis kaum Sympathie entgegenbringen können. Als zusätzliche Herausforderung für das Endgame gibt es die sogenannten Heroic Deeds, in welchen wir bekannte Level und neuen Umständen erneut spielen dürfen. Coop und Splatter Freunde sollten auf jeden Fall zuschlagen, nirgends bekommt man so ein wuchtig schönes Nahkampffeeling wie in Warhammer: Vermintide 2.Wertung:

8 / 10

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