Mit Bomber Crew liefern die Entwickler von Runnerducks einen interessanten Genremix.

Bei Bomber Crew handelt es sich um einen Mix aus Simulation, Survival und Rogue Like. Die Entwickler haben sich verschiedene Elemente geschnappt, diese in den Mixer geworfen und raus gekommen ist ein Smoothie mit dem Titel Bomber Crew. Eine Story gibt es nicht wirklich. Wir managen unseren Bomber samt Crew und müssen im zweiten Weltkrieg für Großbritannien Aufträge erledigen. Diese Reichen von zerbombe U-Boote bis hin zu, zerbombe eine Waffenfabrik, schließlich managen wir einen Bomber. Doch bevor wir uns in luftige Höhen schwingen können und unseren Feinden den Gar aus machen, gilt es zunächst eine Crew zu rekrutieren, sowie den Bomber nach unseren Wünschen aufzurüsten.

Bei der Rekrutierung gilt es natürlich auf die verschiedenen Werte zu achten. Glücklicherweise werden die Kandidaten bereits vorab auf ihre möglichen Posten aufgeteilt. Bekommen wir beispielsweise drei Piloten zur Wahl und entscheiden uns für einen, fallen die nächsten beiden weg, um dann durch zwei andere Rekruten, für noch offene Posten, ersetzt zu werden. Ein kleiner Tipp von mir persönlich, mir hat es zu beginn sehr geholfen, auf eine hohe Überlebensfähigkeit zu achten. Diese erhöht die Chance, dass ein Crewmitglied einen Abstürz überlebt und danach weiterhin zur Verfügung steht. Nachdem wir uns für die Crew entschieden haben, gilt es diese einzukleiden. Bei der Ausrüstung sollte man auch auf verschiedene Faktoren achten. Statten wir unsere Crew beispielsweise mit Sauerstoffflaschen aus? Diese bringen zwar, dass sie in großer Höhe noch immer genügend Luft haben, verringern allerdings das Bewegungstempo rapide. Benötigt unsere Crew dicke Jacken oder reicht ein leichter Overall. Bei MG Schützen empfiehlt es sich beispielsweise, diese mit einer Panzerung auszustatten, auch wenn sie dadurch extrem langsam werden.

Haben wir unsere Crew fertig zusammengestellt, können wir uns endlich der Maschine widmen. Hier können wir nahezu alles einstellen. Von zusätzlicher Ausrüstung, über das Kaliber der MGs, bis hin zur Lackierun. Nahezu alles kann verändert werden. Allerdings gilt es bei der Ausrüstung stets auf das Gewicht zu achten, packen wir unseren Bomber zu voll ohne die Leistung der Motoren zu erhöhen bleibt der Vogel am Boden. Neben Feuerkraft und Panzerung gibt es auch hier wieder Ausrüstungsgegenstände, welche das Überleben nach einem Absturz sichern sollen, wie das Schlauchboot für Wasserabstürze, Fallschirme oder besonders wichtig, wenn man hinter feindlichen Linien abstürzt, die Brieftaube.

Nun sind wir endlich fertig können eine Mission wählen und uns in die Lüfte erheben. Jedes Crew Mitglied sitzt von Haus aus auf seinem Posten, einzig der Bombenschütze wechselt zwischen Bombe und Front-MG, ansonsten kann nahezu jedes Crew Mitglied auf seinem Posten bleiben. Gesteuert wird nicht direkt, sondern über einen Druck auf die Leertaste öffnet sich das Fokus-Fenster, mit welchem wir Aktionen in Auftrag geben. Der Navigator markiert den Kurs, welcher als Icon erscheint. Nun müssen wir als Spieler dieses Icon markieren, damit der Pilot den Kurs korrigiert und das Ziel ansteuert. Im weiteren Verlauf der Mission markieren wir feindliche Jäger oder unser zu bombardierendes Ziel. Besonders wichtig ist hierbei das Markieren der feindlichen Jäger, da sonst die Rohre unserer MG-Schützen kalt bleiben und wir so ziemlich schnell das zeitliche segnen werden. Diese Art der Steuerung erscheint zunächst gewöhnungsbedürftig und langweilig, doch recht schnell wird einem bewusst, dass man als Spieler ziemlich schnell unter Stress geraten kann, wenn man die Feindlichen Jäger anvisiert, aber in der Zwischenzeit unser Pilot gemütlich am noch nicht markierten Ziel vorbei fliegt. 

Also gilt es stets zu beachten, was will ich zuerst erledigen und die Crew rechtzeitig in Stellung zu schicken. Wie anfangs erwähnt übernimmt der Front-MG Schütze gleichzeitig die Position des Bomben-Schützen. Hierfür müssen wir unser Crewmitglied markieren und der neuen Position zuweisen. Nun erhalten wir eine weitere Ansicht. Durch das Fadenkreuz des Schützen können wir sehen, wo die Bombe landen wird. Nun gilt es noch die gewünschte Bombe auszuwählen, die Klappe zu öffnen und auf den richtigen Augenblick zu warten. Währenddessen steht die Zeit allerdings nicht still. Feuern unsere MG Schützen munter auf Gegner, wird ihre Munition bald zu neige gehen. Leider können die beiden Hampelmänner nicht selbstständig nachladen, sodass wir sie manuell schicken müssen. Einerseits nervig aber andererseits lebt dieses Spiel davon, dass wir unsere Aktionen so gut timen wie möglich und immerhin reicht eine Markierung und ein druck auf die R Taste aus, um den Schützen zum Munition holen und nachladen zu bewegen. Werden wir beschossen, nimmt unser Bomber selbstverständlich Schaden. Ein Glück haben wir einen Ingenieur an Bord. Dieser erledigt noch während des Fluges diverse Reparaturen an der Sauerstoffzuleitung, der Hydraulik, Elektronik oder sogar an den Motoren. Diese können ebenfalls ausfallen, oder Feuer fangen und werden noch während des Fluges von unserem todesmutigen Ingenieur repariert, indem dieser einfach mal aus der Klappe steigt, über die Tragfläche robbt und den Motor repariert. Fängt ein Bereich des Flugzeuges Feuer, muss zunächst eines der Crewmitglieder, mit einem an Bord befindlichen Feuerlöscher, ausgestattet werden. Nun kann dieser die Flammen bekämpfen. Im Laufe der Zeit werden unsere Crewmitglieder immer besser in ihrem Job und unser Bomber immer stärker. Und hier kommt das Roguelike-Element zu tragen. Werden wir einmal abgeschossen, ist unser Bomber verloren, das ist nun mal so. Allerdings gibt es noch eine kleine Möglichkeit unsere Crew oder zumindest einige Mitglieder zu retten, indem wir diese eben vor Missionsbeginn mit Gegenständen ausrüsten, welche das Überleben vereinfachen.

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Fazit

Bomber Crew ist keineswegs realistisch, weder der Look, noch das Gameplay beweisen dies. Doch ich hatte ungemein viel Spaß damit, meine kleinen Soldaten quer durch den Flieger zu scheuchen und dabei zuzusehen wie feindliche Jäger von meinen MG-Schützen abgeschossen werden. Zwar werden die Missionen nach einiger Zeit leicht eintönig, da diese nur aus zerbombe dies oder das bestehen, aber auf der anderen Seite was erwarte ich für Missionen von einem Bomber? Eben genau das dieser Zeug zerbombt. Das Rogue-like Element mit dem Verlieren sämtlicher Gegenstände bzw Verbesserungen des Bombers spornt auch immer wieder an, die Maschine heil nach hause zu bringen. Ich hatte bis jetzt ungemein viel Spaß und freue mich schon auf die Version für die Nintendo Switch.

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