Der Fluch kehrt zurück! Mit einem neuen Spielkonzept will uns das Reboot von Black Mirror überzeugen.

Das 2004 erschienene „Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele“ fesselte Adventure Freunde und trieb die männlichen Mitglieder der Familie Gordon durch einen Fluch in den Wahnsinn und machte sie zu Mördern. Nun in dem Reboot der Serie vom bremischen Entwickler King Art leben die Ereignisse rund um die Familie Gordon neu auf, mit einigen Änderungen sowohl was das Gameplay betrifft, als auch das Setting. So sind die Geschehnisse nicht mehr, wie in den ersten Serienteilen, in den 1980er Jahren angesiedelt, sondern in den 1920er. Auch der Ort hat sich etwas verändert. Die Handlung spielt nun in Schottland und nicht mehr wie zuvor in England.

Geister, Geister, Weißbrot!

Die Geschichte beginnt mit dem Selbstmord von John Gordon, der Vater unserer Spielfigur David. Als dieser von dem tragischen Ereignis erfährt, wird er nach Black Mirror Castle gerufen, um sein Erbe anzutreten. Zu beginn dürfen wir Bekanntschaft mit Davids Großmutter schließen, welche alles andere als eine liebe Omi ist und bereitet David einen nicht gerade herzlichen Empfang. Kurz darauf werden wir vom Butler des Hauses auf unser Zimmer geleitet und dürfen wir des Nachts das Gemäuer im Kerzenschein erkunden und erste Gespräche führen.

Die früheren Serienvertreter waren waschechte Point & Click Vertreter. Nun aber steuern wir David aus der Third Person Perspektive, ähnlich wie wir es aus den Tell´Tale Adventures kennen und haben von Zeit zu Zeit einige Punkte zu untersuchen. Auffällig hierbei ist, dass bei manchen Stellen die Kamera peinlichst genau auf das Objekt gerichtet sein muss, um damit interagieren zu können. Bei der Untersuchung selber schwenkt die Kamera um, sodass wir das jeweilige Objekt genauer unter die Lupe nehmen können.

Ab und an stellt uns das Spiel auch vor Entscheidungen ohne wirklichen Zeitdruck. Sagen wir an dieser Stelle die Wahrheit, verwenden wir einen Draht um das Schloss zu knacken etc. Leider fallen diese Entscheidungen kaum ins Gewicht. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass uns ein Charakter darauf anspricht, warum wir dann und wann nicht dieses und jenes getan haben. 

 

Wie in den alten Serienteilen auch spielen Geister eine große Rolle. So kann unser Protagonist, wie damals auch schon, sterben, wenn wir zu lange in der Nähe der Geister verharren. Dies gilt sowohl für die Visionen, als auch für die Quick Time Events. Besagte Events dürfen natürlich in einem Adventure der heutigen Zeit nicht fehlen. Leider fallen diese spielerisch sehr simpel aus. Was es hingegen in sich hat, sind einige der Rätsel. Ja manche sind durchaus simpel, aber andere wiederum können durchaus Kopfzerbrechen verursachen und es empfiehlt sich von Zeit zu Zeit externe Notizen zu machen. 

Die Sache mit der Optik

Optisch kann man Black Mirror durchaus nachsagen, dass die Modelle der Gegenstände und der Charaktere nicht auf neuestem Stand sind. Daran kann man sich stören, muss man aber nicht, denn immerhin bekommen wir ein stimmiges Gesamtpaket. Wenn wir des Nachts mit der Kerze das alte Gemäuer erkunden, untermalt mit dem grandiosen Soundtrack kommt durchaus richtiges Gruselfeeling auf. 

Fazit

Ich muss gestehen, ich persönlich habe keinen der alten Teile gespielt, daher bin ich auch ohne jegliche Vorkenntnisse an das Spiel ran gegangen und diese sind zum Glück auch nicht nötig, da es sich bei Black Mirror um einen kompletten Neustart handelt. Wie bereits erwähnt, kann man sich an der Grafik stören und auch das nach jedem Raumwechsel einige Sekunden nur ein schwarzer Bildschirm gezeigt wird, ist nicht optimal, allerdings schaue ich eher auf das große Ganze. Die durchweg spannende Geschichte mit einigen Höhen und Tiefen und die Atmosphäre beim nächtlichen Erkunden fand ich so packend, dass die 8 Stunden Spielzeit an mir wie im Flug vorbei zogen. Solltet ihr also Fans von Adventures sein, könnte Black Mirror durchaus euer Ding sein.

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