Gut vier Jahre nach ihrem letzten Auftritt in Bayonetta 2 auf der WiiU kommt die Umbra Hexe zurück, diesmal auf der Nintendo Switch.Ach ja Bayonetta vor kurzem erst erschien eine Neuauflage für den PC, nun sind der Titel aus dem Jahr 2009 Bayonetta, sowie der WiiU exklusive Titel Bayonetta 2 für die Nintendo Switch erhältlich. In diesem Artikel möchte ich beide Spiele behandeln, also fange ich zunächst mit Bayonetta Teil 1 an. Ja, technisch läuft die PC-Version etwas glatter und sieht ein wenig glänzender aus, allerdings fühlt und passt Bayonetta perfekt zu Nintendos kompakter, aber vielseitiger Plattform. Der WiiU-Port war brauchbar, aber er war auch anfällig für einige schwammige Texturen und schmerzhafte Verlangsamungen, ein Verbrechen für ein Spiel, dass so schnelllebig und tödlich genau ist. Zum Glück wurden diese Probleme gelöst und das Spiel läuft auf Nintendos Hybridkonsole reibungslos.

Bevor wir zu tief in die Neuerungen einsteigen, wollen wir einen Blick darauf werfen, was Bayonetta zu einem so zeitlosen Klassiker macht – und noch wichtiger, warum dieser Titel ein must have für jeden volljährigen Nintendo Switch Besitzer ist. Als geistiger Nachfolger der “ Devil May Cry“ Serie ist Bayonetta ein schnelles Action-Adventure, das mit der akrobatischsten, haarorientierten Interpretations-Tanzklasse der Welt gekreuzt wird. Mit Pistolen in jeder Hand, sowie an beiden High Heels festgeschnallt, nutzt die Titelhexe Bayonetta Magie, Nahkampfangriffe und einen endlosen Strom von Kugeln, während sie einen Weg durch die palastartigen Straßen des Himmels und die schwarzen Höhlen der Hölle bahnt. Die Tiefe der Combos ist immer noch erstaunlich für ein Spiel, das ursprünglich im Jahr 2009 herauskam. Mit einer riesigen und wunderbar mannigfaltigen Reihe von Feinden und Bossen verwandelt sich jeder, der weiß, wie man diese Züge anwendet und welche am besten aneinander reiht Kämpfe in ein blutgetränktes Puzzle.

Doch lasst uns zu dem zurückkehren, was neu und anders ist. Wie bereits erwähnt, läuft die Switch-Version von Bayonetta deutlich flüssiger als der 2014er WiiU-Port. Mit der neuen leistungsstärkeren CPU und GPU der Nintendo Switch erwartet uns eine deutlich flüssigere Bildrate. Die Kamera ist immer noch ein wenig klobig, vor allem in der Hitze des Gefechts verliert man gerne den Überblick. Quick Time Events sind leider immer noch eine Sache und sie sind genauso unfair und völlig überflüssig wie im Jahr 2009. Zum Glück ist die Switch-Version mit ihrem Checkpointing fehlerverzeihend und beeindruckend schnell mit dem Laden. Ich bin jemand der überwiegend im Handheld Modus zockt, auch hier gibt es nichts zu bemängeln. Die damals auf der WiiU holprige Umsetzung der Touch Features wurde überarbeitet, sodass die Steuerung nun reibungslos funktioniert.

Kommen wir nun aber zu einem der damaligen must have Titel für WiiU Besitzer, Bayonetta 2. Genau wie sein Vorgänger, nimmt Bayonetta 2 das over the Top Gameplay, magisch angetriebene Nahkampfangriffe mit herrlich brutalem Waffenspiel kombiniert – und schichtet es in ein Spiel, das noch wahnsinniger ist als das Original. Die Geschichte, die den Mätzchen der Hexe und ihren fortwährenden Auseinandersetzungen mit den bestialischen Kräften des Himmels, oder Paradiso, wie sie in Bayonetta bekannt ist, folgt, während sie nach dem wahren Tor der Hölle jagt, ist ebenso unerklärlich und geradezu lächerlich , aber das ist Teil seines anhaltenden Charmes. Es spielt keine Rolle, ob die Handlung keinen zusammenhängenden Sinn ergibt, weil es einfach so viel Spaß macht, gottgleiche Bosse zu töten. Somit bleibt auch in Teil 2 die Formel nahezu unverändert. 

Visuell ist Bayonetta 2 eines der am besten aussehenden Spiele auf der Nintendo Switch. Es läuft bei 720p und 60fps, ähnlich wie das Original Bayonetta, aber frei von den viel älteren und matschigeren Texturen des Originals, schlendert der Nachfolger auf Nintendos modernem Handheld mit seidenweichen Grafiken und einer Performance, die nie stottert oder an Verlangsamung leidet. Die neue Umgebung im mediterranen Stil von Noatun und Fimbulventr, wo der Großteil von Bayonetta 2 stattfindet, nutzt dies mit seinen hellen und schönen Aussichten. 

Glücklicherweise wurde das völlig sinnlose Angel Attack-Minispiel des Originals fallen gelassen und an dessen Stelle gelangen wir nach Muspelheim, einem dunklen Reich, das durch Portale zugänglich ist, die über Noatun und darüber hinaus verstreut sind. Jedes Portal enthält eine Herausforderung mit einem bestimmten Modifikator (nur Gegner mit abgeworfenen Waffen besiegen, keinen Schaden erleiden, usw.) durch das Absolvieren können wir spezielle Gegenstände wie Hexenherzen oder kaputte Mondperlen erlangen. Jede Herausforderung ist an ein bestimmtes Portal gebunden und kann beliebig oft wiederholt werden.

Der brillante Tag Climax-Modus – mit dem wir mit einem Freund sechs aufeinanderfolgende Wellen von Engeln und Bossen der Engel bekämpfen, kehrt vollständig zurück, wobei Online- und lokales Spiel erneut unterstützt werden. Wobei hier die Bandbreite an Partnern bereits größer sein dürfte als zu WiiU Zeiten, denn immerhin wurde die Nintendo Switch bereits öfter verkauft. 

Mochten wir:

Mochten wir nicht:

Obwohl die Original Titel bereits einige Jahre her sind, kann ich Bayonetta 1 und 2 jedem Fan von Action lastigen Spielen nur wärmstens empfehlen. Vor allem die Neuauflage von Teil 2 hat es mir besonders angetan. Es läuft ohne Probleme sowohl im Handheld als auch im TV Modus und sieht hier, wie da fantastisch aus. Man könnte sich zwar an der sexualisierten Darstellung der namensgebenden Hexe stoßen, hat man diese Hürde allerdings genommen werdet ihr genauso wie ich eine Menge Spaß mit den beiden Titeln haben.Wertung:

9/10

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