Rocket League war zu seinem erscheinen sofort ein Hit. Nun folgte ein Port für die Nintendo Switch.

Könnt ihr euch noch daran erinnern? Mittlerweile ist es gut 2 Jahre her, seit die erste Version von Rocket League auf der PS4 und den PC erschien. Damals waren nahezu alle Gamer von dem Titel begeistert und auch in der E-Sport Szene war Rocket League vertreten. Nun folgt ein Port für die Nintendo Switch, welche sich mittlerweile als Paradies für Indie Titel herausgestellt hat. Rocket League auf der Switch kommt mit den meisten Funktionen daher, welche die bereits erschienen Versionen auch beinhalten. Einzig und alleine die transparenten Tore, sowie ein Voice-Chat werden noch vermisst. Allerdings arbeitet Entwickler Psyonix fleißig weiter, um das optimale Spielgefühl zu schaffen. Auch eines der wohl besten Features aller Zeiten ist in der Switch Version enthalten. Die Rede ist natürlich von der Crossplay Funktion. So können wir nicht nur gegen andere Switch Besitzer antreten, sondern auch gegen Spieler auf der Xbox One und dem PC. Einzig und alleine Sony hat die Einladung zu der Party noch nicht angenommen, aber so ist das nun mal.

Das Spielprinzip selber ist nicht sonderlich kompliziert. Zwei Tore, ein Ball und eine ausgewogene Anzahl an Spielern und schon kann die Hatz beginnen. Allerdings ist der Begriff „easy to learn, hard to master“, wohl die Grunduhilosophie der Entwickler gewesen, denn immerhin bewegen wir uns nicht nur auf dem Boden sondern können per Knopfdruck mittels Boost abheben um so auch höhere Bälle abzuwehren. Besonders wichtig bei solchen Moves, die ingame Aerials genannt werden, ist das Timing. Dies ist allerdings Übungssache wofür das Spiel uns einen eigenen Trainingsmodus bietet.

Zudem ist es möglich in einem lokalen Spiel über den Split Screen zu zocken, allerdings wissen wir, dass der Fokus von Rocket League nicht im Offline-, sondern im Online-Modus liegt. Online haben wir die freie Wahl in welcher Größenordnung wir antreten, sei es 1v1, 2v2 etc. Allerdings müssen wir immer vorher unsere 10 Platzierungsmatches bestreiten, welche uns anhand unserer Fähigkeiten in einer Liga einstufen. Solltet ihr zunächst in der Bronze Liga landen, besteht kein Grund zur Verzweiflung. Gerade Anfänger dürften es hier besonders schwer haben und ein gutes Gefühl für das Spiel zu entwickeln dauert nun mal etwas.

Besonders cool ist es, sich zusammen mit einem Kumpel die Rangliste nach oben zu kämpfen. Random Mitspieler sind auch in Rocket League keine Ausnahme. Mal habt ihr gechillte Mitspieler, mal aggressivere Zeitgenossen, welche vorzeitig das Match verlassen und so jedem der Anwesenden das Spiel versauen. Da hilft nur eines: Staub runter klopfen und weiter machen. Im Spiel selber gibt es für quasi alles Punkte. Passen, Tore verhindern, Tore schießen usw. für gewonnene Spiele erhält man sogar Bonuspunkte, welche nach dem Match auf das eigene Konto gut geschrieben werden. Sind einmal genügend Punkte für ein Level Up erreicht, spendiert uns das Spiel Belohnungen kosmetischer Natur, wie etwa einen neuen Titel oder Aufkleber für unsere Karossen. Diese zusätzlichen Schönheiten für unsere Autos können wir theoretisch auch für Echtgeld im In-Game-Shop erwerben, nur spielrelevant sind sie keinesfalls. Aber leider bleibt auch Rocket League nicht von Lootboxen verschont. Während des Zockens ist es möglich Kisten zu erhalten, welche bestimmte neue Animationen oder Sticker etc. beinhalten. Der Haken an der Sache ist, um eine solche Truhe zu öffnen, wird ein Schlüssel benötigt, der zunächst gegen Echtgeld gekauft werden muss. Einziger Wermutstropfen, ein Teil des Gewinns den die Entwickler mit dieser Mechanik einnehmen, fließt in die Preisgelder der Turniere, wodurch wieder der E-Sport gefördert wird.

Fazit

Durch die Mithilfe von Entwickler Panic Button (welche bereits an dem Port von Doom mitgewirkt haben) ist Rocket League auf der Switch ein solider Titel geworden, der im TV Modus mit 60 FPS läuft. Zu Beginn hat man eventuell besonders als Anfänger einige frustige Minuten vor sich, doch das ändert sich, sobald man ein Gefühl für das Gameplay entwickelt. Ich kann Rocket League zum einen jedem empfehlen, der eine Switch sein eigen nennt und nicht immer nur stationär auf dem PC oder der PS4/Xbox spielen möchte. Andernfalls ist der fehlende Voice Chat ein großes Minus, da das Spiel mit Taktik und Absprache am besten funktioniert. Aber immerhin soll der Voice Chat nachgereicht werden, wodurch sich dieser Punkt erübrigen würde.

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