A Plague Tale: Innocence im Test

Mit einem ungewöhnlichen Setting und dichter Atmosphäre möchte uns A Plage Tale: Innocence in seinen Bann ziehen.

A Plague Tale: Innocence, entwickelt vom Französischen Entwickler Asobo Studio. Wie, die kennt Ihr nicht? Nun ja die Mädels und Jungs sind auch nicht gerade für aufwändige AAA Titel bekannt. Umso interessanter ist es, dass die Entwickler sich in Zeiten der Multiplayer Titel auf ein Stealth/Horror Adventure einlassen. Gerade für einen kleinen Entwickler ist es nicht üblich, nicht auf den Hype Train aufzuspringen, also beleuchten wir A Plague Tale: Innocence einfach mal näher.

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Wir schlüpfen in die Rolle der jungen Amicia de Rune. Als Tochter des noblen Robert sowie seiner Frau Béatrice de Rune, durfte Sie bis dato die Sonnenseite des Lebens im französischen Mittelalter kennen lernen. Dies änder sich jedoch, als bei einem Ausflug in den Wald der Hund der de Runes von etwas verschlungen wird. Kaum zurück zu hause, wird das Dorf sogleich von Soldaten der Inquisition angegriffen und niedergebrannt.

Amicias Aufgabe ist es, ihren kleinen Bruder, Hugo, vor den Wachen zu schützen. Als wäre das in der Rolle eines Kindes nicht schon schwierig genug, leidet Hugo auch noch an einer Krankheit, welche uns zunächst noch unbekannt ist. Da in Hugo ungeahnte Kräfte schlummern, sind die Soldaten der Inquisition stetig auf der Suche nach dem Jungen. Grund genug für uns also das Weite zu suchen. 

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Da wir uns in der Rolle eines Kindes befinden, welches darüber hinaus den noch jüngeren Bruder schützen will, ist es klar, dass wir nicht umher laufen, und Gegner in voller Rüstung zerlegen. Mit nichts weiterem als einer Schleuder bewaffnet, gilt es unbemerkt unseren Weg zu finden.

Mal ist abwarten der Schlüssel zum Erfolg, ein andermal müssen wir Gegner mit Steinen ablenken, und unbemerkt weiter ziehen. In unseren Möglichkeiten bleiben wir also recht begrenzt, doch genau dieser Punkt ist es, was letztendlich die Spannung erzeugt. Mit den wenigen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, die beiden de Rune Kinder in Sicherheit zu bringen. 

Aber als wären Soldaten in voller Rüstung nicht schon genug, wird das Land auch von einer fürchterlichen Rattenplage heimgesucht. Diese Biester sind extrem aggressiv, und nagen alles was Ihnen zwischen die Zähne kommt bist auf die Knochen ab. Das einzige, womit man ihnen Herr werden kann, sind Feuer und Licht. Doch mit einer brennenden Fackel umher zu laufen, ist nicht gerade das, was man in einem Stealth Game macht. Darüber hinaus, lässt sich, sollten wir über Feuer verfügen, nicht so leicht etwas brennbares finden, um einer Rattenhorde ausweichen zu können. 

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Gerade die Geschichte ist es, was uns Fesselt. Die beiden Kinder, welche mit ihrem Schicksal zurecht kommen müssen, und Amicia, die Zeitgleich auch für ihren Bruder verantwortlich ist, sind glaubwürdig geschrieben und auch vertont worden. Auch die anderen Charaktere, welche die Kinder auf ihrer Reise treffen, fallen nie aus der Rolle, und als Spieler merken wir, wie schlecht es den Menschen in diesem mittelalterlichen Frankreich geht.

Wir haben also eine wirklich gut geschriebene und präsentierte Story, doch wie steht es nun genau ums Gameplay? Nun wie bereits erwähnt, sind wir in unseren Möglichkeiten ziemlich beschränkt, was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass wir zwei Kinder auf der Flucht um ihr Leben begleiten. Ein paar Gimmicks gibt es dann doch. Zu Beginn des Spiels, lernen wir Amicias Schleuder kennen und zu nutzen. Die Steinschleuder lässt sich im Spielverlauf aufrüsten, für beispielsweise mehr Reichweite. Diese Verbesserungen sind zwar nett, allerdings nicht zwingend notwendig. 

Ab und an dürfen wir uns dann auch noch eines Rätsels annehmen. Meist handelt es sich um Schalterrätsel, wie wir sie aus Resident Evil kennen. Allerdings sind die Rätsel immer gut durchdacht, und nicht zu schwer, sodass der Spielfluss dadurch nicht gestört wird.

Mochten wir:

  • liebevolle Charaktere
  • spannend erzählte Geschichte
  • dichte Atmosphäre

Mochten wir nicht:

  • fehlende Abwechslung im Gameplay

Durch die nicht allzu vielen Möglichkeiten, wie wir uns spielerisch bewegen können, wirkt A Plague Tale doch recht repetitiv. Hier schleichen, dort Ratten verscheuchen und ein nicht allzu schweres Schalterrätsel lösen. Klingt nicht nach sonderlich viel Abwechslung oder? Auf der einen Seite könnte ich jetzt die Abwechslung bemängeln, auf der anderen hat mich die Story von A Plague Tale so dermaßen in den Bann gezogen, wie es ein Spiel schon länger nicht mehr getan hat.

Die Flucht der beiden Kinder aus dem Zuhause, der furchterregenden Inquisition, sowie ein Land, welches gerade in Angst durch die Plage versinkt und daher den Kindern nur selten Hilfe bietet sind wohl mehr als genug, um eine Spannende Geschichte zu tragen.

Wertung:

8/10



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