Hidden Deep - Das Horror Adventure im Early Access Test

Bei Hidden Deep handelt es sich um ein Indie Horror Sci-Fi Rätsel Adventure. Entwickelt wird das ganze vom Ein-Mann Unternehmen Cogwheel Softwares. Gepublished hingegen von einem Studio welches dem ein oder anderen ein Begriff sein dürfte, Daedalic Entertainment. 

Daedalic hat hierbei nicht nur das Publishing von Hidden Deep übernommen sondern den Titel auch noch gesponsort. Dies sollte eigentlich für sich sprechen, denn bei den hauseigenen Games wird großen Wert auf Qualität gelegt. Nun gut das ist nun eigentlich wieder Geschmackssache oder Fanboy Meinung. Allerdings geht es in diesem Beitrag um Hidden Deep also beleuchten wir die Tiefen des Oceans näher.

Hidden Deep nimmt sich klassische Sci-Fi Filme zum Vorbild wie etwa „Alien“ oder „The Thing“. Mit diesem Wissen können wir gleich erahnen was uns in etwa erwarten könnte. Uns verschlägt es in ein Bergwerk auf dem Grund des Ozeans. Dummerweise ist der Kontakt zur Station abgerissen und so gilt es nun die Geheimnisse des Bergwerks zu lüften. Präsentiert wird das Spiel in einem coolen Retro Look, welcher trotz der beschränkten Grafikleistung stimmig wirkt. Auch an dieser Stelle spricht der kleine Fan aus mir, aber ich liebe Pixel Art nun mal, vor allem wenn sie gut gemacht ist. 

Obwohl es natürlich weitaus schönere Spiele gibt ist der Stil von Hidden Deep auf einem guten Niveau, spielerisch hingegen bewegen wir uns auf einem anderen Level. Versteht mich jetzt nicht falsch es macht tierisch Spaß die Höhlen zu erkunden, auch Rätseleinlagen bekommen wir in aller Regelmäßigkeit präsentiert, einfach grandios! Allerdings ist das Spiel teilweise noch von Bugs geplagt, aber nun gut immerhin ist Hidden Deep nicht umsonst ein Early Access Titel. 

Die größten Probleme mit denen ich zu kämpfen hatte, resultierten meist darin, dass ich einen Level mehrfach spielen musste. Mal konnte meine Figur keine Items mehr aufheben, ein andermal bin ich in ein Loch gefallen und immer wieder in dem Abgrund gespawnt. Solche Bugs hoffe ich wird es in der finalen Version nicht geben.

Was hingegen richtig cool ist, ist der Schwierigkeitsgrad. In der Regel segnen wir relativ schnell das zeitliche, dies macht allerdings wenig da wir oft kurz vor der Stelle des Ablebens respawnen. In Hidden Deep spielen wir nun mal keinen aufgepumpten Supersoldaten. Fallen wir zu hoch sterben wir, schwingen wir mit zu hohem Tempo gegen eine Wand sterben wir. Man muss also stetig darauf achten, sich nicht zu gewagt zu bewegen. Zwar hat man von Start weg 20 Leben, allerdings sind diese schneller verbraucht als ihr „Facehugger“ rufen könnt. Zumindest, wenn ihr euch unvorsichtig bewegt. 

Zur Erkundung werden den Spielern allerhand nützliche Gadgets gegeben. Das Wichtigste voran ist wohl der Enterhaken. Dieser hilft sowohl beim abseilen, sowie auch beim erklimmen von Schächten. Aber auch praktische Seilrutschen können mit dem Teil errichtet werden. Diese sind besonders nützlich wenn wir in einer Mission Techniker zur Seite gestellt bekommen. Diese sind oft nur dazu da um Fahrzeuge oder Kräne zu bedienen und verfügen kaum über Ausrüstung. Kurzum mit unserem Hauptcharakter räumen wir den Weg frei, errichten Seilrutschen und bringen Seile an, an denen sich die Techniker abseilen können. Das größte Problem hierbei, wir kontrollieren jeden Charakter. Per Tastendruck wechseln wir einfach auf eine andere Figur und übernehmen die Steuerung. Hierbei müssen wir stets die HP Anzeige der Kollegen im Auge behalten, denn immerhin steht dieser nun unbewegt in der Gegend herum, ein Festessen für Aliens.

Apropos Viehzeug, hier bekommen wir allerhand ekelhafte Biester vorgesetzt welche uns das Licht relativ schnell ausknipsen. Zum Glück sind wir ja bewaffnet. das Zielen funktioniert die meiste Zeit gut, es sei denn, wir hängen gerade an einem Seil herum. Da nun unser Charakter schaukelt, ist es mit dem Zielen auch nicht mehr so einfach, was wieder zum Schwierigkeitsgrad passt.

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch einmal die Soundkulisse. Mit relativ wenig wird es geschafft, eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen.

Mochten wir:

  • Leveldesign
  • Soundkulisse
  • Pixelart
  • Setting

Mochten wir nicht:

  • Noch arg viele Bugs
  • Steuerung muss noch optimiert werden

Hidden Deep hat mir an sich relativ viel Spaß gemacht, wenn es denn mal funktioniert hat. Von Zeit zu Zeit haben diverse Kinderkrankheiten wie eben die ungenaue Steuerung oder aber seltsam platzierte Respawnpunkte für Frust gesorgt. Level öfter zu wiederholen weil irgendetwas nicht funktioniert wie es soll macht nun mal relativ wenig Spaß.

Wenn es dann aber mal läuft dann läuft es und das auf einem ziemlich unterhaltsamen Niveau. Schon jetzt im Single-Player liefert Hidden Deep gute Ideen welche für Motivation sorgen, wenn dann in hoffentlich naher Zukunft noch der Co-Op Modus integriert wird, sollte richtig viel Spaß dabei sein. Ich hoffe, dass der Entwickler es schafft, bis zum Release die bestehenden Kinderkrankheiten auszubessern. Wenn ihm dies gelingt erwartet euch mit Hidden Deep definitiv ein spannendes und unterhaltsames Horror Adventure.

Wertung

6,5/10

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