Die Welt braucht mehr Helden, auch auf der Nintendo Switch!

Endlich ist sie da. Die Nintendo Switch Version von Blizzards Heldenshooter Overwatch.

Viel Zeit ist seit dem Release von Overwatch im Mai 2016 vergangen. Vieles hat sich verändert, doch im Kern ist Blizzards Heldenshooter immer das gewesen, was er jetzt auch ist. Klar darf heutzutage eine Nintendo Switch Version nicht fehlen, auch wenn 3,5 Jahre seit dem ursprünglichen Release schon recht lang ist, und wir in Bälde, zumindest sagen das die Gerüchte, eine Ankündigung von Overwatch 2 auf der Blizzcon sehen werden. Doch halten wir uns nicht mit dem auf, was eventuell sein könnte, werfen wir einen genaueren Blick auf Overwatch für die Nintendo Switch.

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Was wird uns geboten?

Fangen wir doch mit einer der beiden wichtigsten Fragen an, wenn es um einen Port für ein Spiel geht, welches sich so einer großen Beliebtheit erfreut wie Overwatch. Was wird uns in der Switch Fassung geboten? Nun im Grunde alles, was ihr auch schon aus der PC, Xbox One, PS4 Version kennt. Knackige Multiplayer Action, inklusive den diversen Arcade Modi, hier gibt es keinerlei Abstriche. Kenner wissen allerdings, dass es sich bei Overwatch um einen reinen Multiplayer Titel handelt, ein aktives Nintendo Switch Online Abo ist also Voraussetzung. Zum glück erhaltet ihr beim Kauf von Overwatch 3 Monate Nintendo Switch Abo kostenlos dazu, somit könnt ihr direkt loslegen, solltet ihr noch kein Online Abo besitzen. Kauft ihr das Spiel übrigens in der Retail Box, erhaltet ihr lediglich einen Download Code, mit welchem sich das Spiel aus dem Nintendo E-Shop ziehen lässt. 

Wo ihr allerdings mit klaren Abstrichen rechnen müsst, ist bei der Optik. Versteht mich nicht falsch, die Nintendo Switch zeigt einmal mehr, wie viel Power unter diesem doch recht kleinem Gerät steckt, und das Spiel läuft stets flüssig mit 30FPS, allerdings sieht das Game dann doch so aus, als würdet ihr auf einem schwachen PC mit den niedrigsten Grafikeinstellungen zocken. Die Rede ist hier von verwaschenen Texturen, und auch die Aufschriften, welche die Wände zieren sind nicht wirklich lesbar. Das alles sind aber Punkte über die man hinwegsehen kann, denn die Performance ist gut, und das Spiel läuft auch im Handheld Modus stets flüssig. 

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Um richtigen Spielgenuss zu erleben empfiehlt es sich aber, mit einem Nintendo Switch Pro Controller zu spielen. Grund hierfür ist das wohl etwas in die Hose gegangene Layout des rechten JoyCons. Der Rechte Analogstick sitzt einfach viel zu hoch, als das mit dem Gerät längere Sessions angenehm wären, darunter leidet auch das Aiming. Bei mir natürlich aus einem anderen Grund, ich bin normalerweise auf dem PC unterwegs, und ihr könnt euch denken, wie die Leistung da aussieht, wenn man Plötzlich mit einem Joypad spielt. Spoiler, nicht gerade berauschend.

Nun gut das ist natürlich kein Problem des Spiels an sich, denn mit einem Nintendo Switch Pro Controller lässt sich durchaus vernünftig zocken. Ein kleines Gimmick gibt es dann bei der Steuerung doch. Neigt ihr die Console, oder den Pro Controller, Bewegt sich das Sichtfeld des Charakters ein klein wenig. Mit etwas Übung, lässt sich so das Aiming mitunter verfeinern, auf den ersten Blick jedoch, fühlt sich das Feature recht ungewohnt an, vor allem wenn man eine nicht mit dem zielen zusammenhängende Handbewegung durchführt, und der Charakter plötzlich das Blickfeld verreißt.

Zum Abschluss habe ich mir das wohl größte Manko aufgehoben, welches für mich als langjähriger Overwatch Spieler wohl das Größte Problem dar stellt. Unterwegs die Möglichkeit zu haben, Overwatch in doch relativ guter Qualität zu spielen ist schon mal geil. Wenn ich jetzt noch mit meinem bestehenden Account spielen kann umso besser. Nun da haben wir das Problem. Wir können nämlich, wie in Diablo 3, nicht mit unserem bereits bestehenden Account loslegen, was bedeutet, dass wir von vorne beginnen müssen. Für Spieler, welche bereits seit einiger Zeit spielen und mitunter eine Menge Legendärer Skins haben, ist das ein sehr fahler Beigeschmack, da es in Overwatch außerhalb der Competitiven Szene sonst nichts zu tun gibt, außer Lootboxen zu erfarmen und so die coolsten Skins zu ziehen.

Mochten wir:

  • Flüssige Framerate trotz vieler Effekte
  • Alle Inhalte der anderen Versionen mit dabei
  • Bewegungssteuerung für die Nintendo Switch

Mochten wir nicht:

  • Lange Ladezeiten bis die Modelle erscheinen
  • verwaschene Texturen
  • spielen mit bereits vorhandenem Account nicht möglich

Generell haben wir mit der Nintendo Switch Version von Overwatch einen soliden Port erhalten. Alle bekannten Features sind mit dabei, das Spiel läuft stabil mit 30 FPS und die Nintendo Switch exklusive Bewegungssteuerung fühlt sich wie eine recht coole Ergänzung zu der ,für mein Empfingen, recht groben Controller Steuerung an. Wäre da nicht das Problem mit der Crosssave Funktion. Für Spieler die einfach nur unterwegs zocken wollen, ist diese Version genau richtig, für mich persönlich leider nicht, da ich jemand bin, der gerne Skins sammelt, und jetzt nochmal von vorne Anfangen? No way! Vielleicht bekommen wir mit einem Update nachträglich noch einmal die Möglichkeit dazu, aber bis dahin werde ich wohl bei meinem PC bleiben wenn es um Overwatch geht.

Wertung:

8/10



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