Das ultimative Smash Bros

Nach The Legend of Zelda Breath of the Wild und Super Mario Odyssey haben wir mit Smash Bros Ultimate den nächsten must have Titel für alle Switch Besitzer

Könnt ihr glauben, dass der Release des ersten Super Smash Bros. auf dem N64 mittlerweile schon 20 Jahre zurück liegt? Nun ich auch nicht so ganz, doch mit Smash Bros Ultimate fällt erst auf, welchen Sprung die Serie gemacht hat, denn Nintendo hat uns das ultimative Smash Erlebnis versprochen, und auch geliefert. Das Spielprinzip ist nach wie vor einzigartig, zwar gibt es immer wieder Konkurrenten die versuchen es zu kopieren, doch verschwinden sie alle immer wieder schnell in der Versenkung wie beispielsweise Sony´s PlayStation All-Stars Battle Royale, welches zwar seinerzeit ebenfalls ein vielversprechendes Roaster an Charakteren hatte, allerdings Smash Bros nicht das Wasser reichen konnte.

Das Spielprinzip von Smash Bros. ist recht simpel gehalten, ganz nach dem Prinzip Easy to learn, hard to master. Anders als in Beat´em ups üblich, müssen wir keine langen Kombos auswendig können, jeder Charakter verfügt über sein eigenes Moveset, welches bei dem entsprechenden Tastendruck ausgelöst wird. Mit diesen Angriffen gilt es nun, unseren Gegner so viel Schaden wie möglich zuzufügen, um diesen dann von der Plattform zu werfen, denn umso mehr Schaden ein Charakter erlitten hat, desto einfacher lässt er sich vom Boden katapultieren. Dies wird uns anhand einer % Anzeige am unteren Bildschirmrand gezeigt. Sollten wir dann doch mal in die Verlegenheit kommen, von der Karte geworfen zu werden, haben wir noch immer die Möglichkeit mittels Doppelsprung sowie Spezialmoves wieder auf die Karte zu gelangen, doch da wir jeden davon nur einmal nach Bodenkontakt ausführen können, sollten diese gut getimed sein.

Gekämpft wird auf mehr als 100 verschiedenen Stages, welche allesamt aus bekannten Vorlagen aus Games der spielbaren Charaktere entspringen. Dabei ist jede Stage einzigartig. Im normalen Modus eines Levels passieren Zufallsereignisse, mein liebstes Beispiel ist die Stage Regenbogen Raserei, welche aus dem gleichnamigen Super Mario 64 Level benannt ist. Anstatt einer statischen Plattform mit Zufallsereignissen, sind die Spieler während des kämpfens gezwungen, wie in einem side scroll Jump ´n run, zu laufen, und sich währenddessen aus dem Bildschirm zu katapultieren. Natürlich gibt es noch einige andere Vertreter dieser Art, doch Regenbogen Raserei ist hiervon meine liebste. Es lassen sich auch neben einer Stage, zwei auswählen, um während des Geschehens einen dynamischen Ortswechsel zu vollziehen. Natürlich bietet jede Stage auch ihre eigenen Themes, unter anderen mit Neuinterpretationen richtiger Klassiker, also kann sich auch die Musik von Smash Bros sehen oder eher hören lassen. Neben den Stages und den Eigenheiten gibt es da noch die Hilfsitems. Auch hier hat man sich nicht lumpen lassen, und so sind seit dem Ursprung auf dem N64 ein Haufen Items hinzu gekommen, wobei manche Gegenstände nur Kopien von bereits bestehenden sind. Doch das macht nichts, solange der Spielspaß gegeben ist. Besonders Pokébälle, sowie Helfertrophäen sind besonders hilfreich. Bei Benutzung eines solchen Items erscheint ein zufälliges Pokémon/Helfer welcher für einen kurzen Zeitraum unseren Gegner Schaden zufügt. Mal mehr, mal weniger, je nachdem ob wir Glück haben oder nicht. Diese Items zählen wohl neben der Smash Bombe zu den am heißesten umkämpften. Mit der Smash Bombe könnt ihr die ultimative Fähigkeit eines Charakters aktivieren, und auf Knopfdruck freisetzen. Dieser Move ist meist ein direkter Kill, doch eine Garantie das dieser trifft gibt es nicht. Übrigens lässt sich jede Stage auch in einer Omega Variante spielen, sodass die Eigenheiten des Schlachtfeldes, sowie alle Items deaktiviert sind, und ihr nur euren Skill zur Verfügung habt um zu gewinnen.

Zu Beginn hatte ich ja das Roaster eines anderen Spiels erwähnt, nun hier liegt eindeutig eine der weiteren Stärken von Smash Bros. Wir haben hier das größte Crossover der Spielegeschichte. Am Anfang gestaltet sich die Charakterauswahl klassisch, mit dem Team aus dem Ursprünglichen Smash Bros auf dem N64 legen wir los, und erspielen uns bis dato 63 weitere Kämpfer, welche zufällig nach absolvierten Matches auf uns los gelassen werden. Um diese Charaktere freizuschalten müssen wir sie zuerst im Kampf besiegen, doch keine Sorge solltet ihr unterliegen, es gibt stets eine weitere Chance erneut gegen einen Challanger anzutreten. Gesamt bietet uns Smash Ultimate also 69 Kämpfer im Hauptspiel + jene welche durch DLCs mit dem Fighters Pass hinzugefügt werden. Mit von der Partie sind alle Charaktere, welche bis dato in einem Smash Bros zu sehen waren, plus gesamt elf neue Kämpfer.

Neben dem klassischen Smash Modus können wir auch in diversen anderen Spielmodi antreten, beispielsweise im recht umfangreichen Story Modus. Wir starten mit Kirby und müssen nach und nach alle weiteren Kämpfer befreien, welche zu Beginn in einer dramatischen Cutscene Galeem unterliegen. Fortan können wir über eine Overworld Karte navigieren, und uns nach und nach geklonten Kämpfern stellen, und so die Welt weiter enthüllen, und die Kameraden befreien. Natürlich kann Kirby auch auf Knopfdruck gegen einen anderen bereits erlösten Charakter ausgetauscht werden. Als Belohnung für unsere Mühen winken uns Wissenspunkte und Geister. Mit diesen Wissenspunkten können wir unsere Kämpfer stärken, was im Verlauf auch bitter notwendig ist, denn einige Gegner haben es echt in sich.

Zu guter letzt möchte ich noch einige Worte über die einzige, aber auch größte Enttäuschung von Smash Ultimate verlieren, den Online Modus. In der heutigen Zeit, in der man sich nur noch selten zum gemeinsamen zocken im Wohnzimmer trifft, oder es aufgrund großer Entfernungen teils nicht mehr möglich ist, wird ein stabiler online Modus immer wichtiger. Und genau an diesem Punkt schwächelt das ganze, die Stabilität der Verbindung. Verwendet wird eine Peer to Peer Verbindung, was zur Folge hat, sobald einer der Mitspieler über eine instabile Verbindung verfügt, laggen alle anderen. Hier sollte vor dem Starten nach der Stärke der Verbindung gefiltert werden um Frustmomente zu vermeiden. Ein anderer Punkt, welcher allerdings wohl nur mich persönlich stört, ist das fehlen einer Rangliste. Zwar erscheint, sobald ihr genügen Punkte gesammelt habt der Elite Modus, in welchem ihr überwiegend gegen bessere Spieler antreten werden, allerdings hätte ich mir eine Rangliste mit vernünftigen MMR gewünscht.

Mochten wir:

  • Gigantische Auswahl an Kämpfern
  • Ebenso große Auswahl an Stages
  • Einsteigerfreundliche Steuerung

Mochten wir nicht:

  • Oft Probleme mit der Verbindung
  • Zusammenspiel mit Freunden wurde umständlich gelöst

Alleine durch das Freispielen der gigantischen Kämpferrige ist man einige Zeit beschäftigt, und hier lasse ich die Sammelmöglichkeit der Geister komplett außen vor. Würde man ein 100% Spiel anstreben, kommt man bei Smash Bros Ultimate wohl nie zu einem Ende, und sollte einem doch mal langweilig werden, bleibt noch immer der Online Modus, welcher leider öfter unter Verbindungsproblemen leidet. Nichts desto trotz hat Nintendo uns die ultimative Smash Erfahrung versprochen, und wir haben sie auch bekommen. Wer nun alles freigespielt hat und nach mehr hungert, kann sich ja auf die kommenden DLC Charaktere freuen, oder seine Amiibos leveln, bis diese unschlagbar werden.

Wertung:

9/10



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