Das reinste Schlachtfest - Evil Dead

Tanz der Teufel, Armee der Finsternis, Ash vs. Evil Dead dienen als Vorlage für diesen asymmetrischen Multiplayer Splattertitel. Kultige und unterhaltsame Filme bzw. Serie, doch was Videospieladaptionen angeht, sieht es nicht ganz so rosig aus. Zwar erschienen in der Vergangenheit einige Titel, doch wirklich erwähnenswert sind diese nicht. Vielleicht schafft das neue „Evil Dead: The Game“ hier Abhilfe.

Mit Saber Interactive sind auch keine Neulinge am Werk, wenn es um spaßige Multiplayer Ballereien geht, immerhin hat das Studio 2019 das doch unterhaltsame World War Z veröffentlicht. 

Anzeige

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Evil Dead: The Game um einen Asymmetrischen Multiplayer. Wir spielen entweder als einer von Vier Überlebenden oder aber als Dämon. Als Mensch können wir aus vier unterschiedlichen Klassen wählen: Anführer, Krieger Jäger und Unterstützung. Wobei die Entwickler in jede Rolle eine Version des Protagonisten Ash Williams gepackt haben, denn so kann jeder der gerne möchte als Ash spielen. Etwas verwirrend aber okay warum nicht.

Anführer können Teammitglieder stärken und sind etwas resistenter gegen Angst, Krieger fungieren als Nahkämpfer, Jäger als Fernkämpfer und Unterstützer können Verbündete in der Nähe heilen und Angst nehmen. 

In der Theorie zumindest, den in der Praxis unterscheiden sich die Klassen dann doch recht wenig von einander. So kann man auch als Fernkämpfer mühelos Zombies verprügeln, sollte keine geeignete Fernkampfwaffe zu finden sein.

Jede Runde starten wir nämlich ohne Waffen oder andere Gegenstände. So ist es auch nicht verwunderlich, dass den Spielern von den Entwicklern ein einfaches Werkzeug in die Hand gelegt wird zur Verständigung, nebst Voice Chat versteht sich. Durch einen einfachen Tastendruck können wir Gegenstände anpingen und so unseren Mitspielern signalisieren wo ein nützliches Item für unsere Kumpanen liegen könnte. 

Allerdings sollten wir uns nicht allzu lange damit aufhalten, denn zum erfolgreichen Abschluss einer Runde bleiben uns lediglich 30 Minuten. In dieser Zeit müssen wir drei Kartenteile finden, durch diese werden uns die Fundorte des kandarischen Dolches, sowie der fehlenden Seiten des Necronomicons mitgeteilt.

Bei solch einem Fundort angekommen, gilt es zunächst das Gebiet vor anrückenden Gegnerhorden zu verteidigen und schließlich das Objekt der Begierde einzusacken. Anschließend werden noch manifestierte dunkle Mächte auf der Karte markiert, welche es zu beseitigen gilt ehe wir weiter ziehen.

Zu guter Letzt erscheint noch das Necronomicon, welches von uns zwei Minuten lang beschützt werden muss. Anschließend sind die bösen in die Hölle verbannt und wir haben die Runde gewonnen, zumindest als Überlebender. 

Anzeige

Der Dämon setzt natürlich alles daran eben dies zu verhindern. Doch um dies zu bewerkstelligen muss die überlebenden Truppe erst einmal gefunden werden. Sind diese mit einem Auto unterwegs, oder ballern sich den Weg durch die Horden, ist es für den Dämonen Spieler umso einfacher die Horden zu schicken und Fallen zu stellen.

Als Dämon sind wir zunächst gestaltlos auf der Map unterwegs und sammeln Höllenenergie ein, welche dafür verwendet wird um Fallen zu legen und Deadites zu beschwören. Zusätzlich können wir mit ausreichend Energie sogar die Kontrolle über Autos und niedere Dämonen übernehmen. 

Darüber hinaus können wir auch körperlos durch Überlebende hindurch fliegen, um ihnen Angst einzujagen. Umso mehr Angst eine Spielfigur hat, desto mehr Schaden erleidet diese durch unsere Fallen und Beschwörungen. Mit der Zeit leveln wir auch in einer Session auf, um mehr Dämonen beschwören zu können, kürzere Abklingzeiten zu erhalten, oder aber einen Boss zu beschwören, welchen wir auch direkt selber kontrollieren können.

Allerdings ist der Clou, dass man als Dämon nicht weiß, wo die Überlebenden sich genau befinden, sofern diese nicht wild ballernd über die Map laufen müssen wir also zunächst etwas suchen. Apropos Map, zum Release gibt es Zwei Karten mit unterschiedlichen Witterungen, eine dritte Karte soll in einem kostenlosen DLC noch folgen. 

Allerdings gibt es Gameplay technisch einige Macken, welche erwähnt werden müssen. So kann man als Überlebender Energie wiederherstellen indem man Cola trinkt. Allerdings muss die Animation bis zum Ende durchgezogen werden, wird diese vorher unterbrochen erhalten wir keine Energie. Vielleicht ist das so gewollt, allerdings wirkt der Zeitraum welcher abgewartet werden muss schon recht lang. 

Auch das Balanceing ist ein Problem. Sieht man sich als Dämon gegen ein eingespieltes Team gematcht, ist es ziemlich sicher, dass die Überlebenden den Sieg davon tragen werden. Da hilft es auch nicht einen Boss spawnen zu lassen. Anders genau so. Gegen Vier Einzelkämpfer hat der Dämonenspieler leichtes Spiel, das ist allerdings bei solchen asymmetrischen Multiplayern öfter das große Problem.

Mochten wir:

  • Atmosphäre
  • Große Maps
  • Viele Fähigkeiten welche erspielt werden können

Mochten wir nicht:

  • Sehr repetitives Gameplay
  • Klassen spielen sich zu ähnlich
  • Balancing Probleme

Trotz der eindeutigen Problemzonen ist Evil Dead: The Game bei weitem kein schlechtes Spiel. Die Runden machen durchaus Spaß und als Kenner der Vorlagen gibt es auch immer wieder kleine Anspielungen.

Der fehlende Umfang könnte den ein oder anderen etwas stören. Dies sage ich bewusst, da ich es als Hunt: Showdown Spieler ja gewohnt bin auf nur drei unterschiedlichen Maps zu spielen. Allerdings schadet es an dieser Stelle, dass man als Dämon die Fallen nicht frei platzieren kann sondern nur an dafür vorgesehenen Orten. Hat man einige Zeit als Dämon verbracht, weiß man auf der Überlebenden Seite halt direkt, wo sich eine Falle befinden könnte.

Evil Dead: The Game hat definitiv noch Luft nach oben, auch wenn das Spiel für ein oder zwei Runden zwischendurch durchaus zu gebrauchen ist.

Wertung

6/10

Sniper Elite V im Test

Sniper Elite V im Test Man nennt ihn „Den Schatten“. Im Vorbergenden verübt er Attentate, Infiltriert Feindliche Festungen und Neutralisiert große Anführer. Moment mal worüber