Atomic Heart - das nächste Bioshock?

In dem Material welches wir Spieler im Vorfeld sehen konnten sah Atmoic Heart wie das Spiel aus, auf welches Bioshock Fans sehnlichst waren. Abgefahrenes Design, Spezialkräfte und ein kreatives Setting. Nun ist Atomic Heart da und die Frage die im Raum steht, ob das Spiel das hält was durch Trailer versprochen wurde.

Kommen wir zum Setting, angesiedelt ist Atomic Heart in einer alternativen Zeitlinie. Nach dem zweiten Weltkrieg hat die Sowjetunion das Polymer entdeckt, wodurch enorme Fortschritte in der Wissenschaft und Robotik gemacht wurden. Roboter für jede Tätigkeit wurden entwickelt, die Rede ist auch von Neuroimplantaten und ähnlich wie in Bioshock Infinite werden uns zu Spielbeginn fliegende Städte präsentiert.

Wir schlüpfen in die Rolle von Major Sergej Netschajew, allerdings werden wir im Spiel meist entweder als Genosse Major oder Agent P-3 angesprochen. Ausgerüstet sind wir mit einer KI in unserem Handschuh die den Namen Charles trägt. Unser Auftrag lautet zunächst, Dr. Setschenow treffen. Auf dem Weg zum Doc können wir gleich etwas die schicke Stadt bestaunen, welche zur Einführung der neuesten Erfindung, Kollektiv 2.0, festlich geschmückt wurde. 

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An dieser Stelle sind wir als Spieler eigentlich direkt in den Bann gezogen, die Spielwelt wirkt glaubwürdig, die Menschen erfreuen sich an dieser Utopie. Sogar eine Parade können wir bestaunen. Allerdings geht nach diesem kurzen Intro dann das eigentliche Spiel los und von dieser anfänglichen Euphorie bleibt eigentlich recht wenig zurück, aber dazu später mehr.

Eigentlich sollte unser Handschuh ein Upgrade erhalten, doch natürlich bricht während der Anreise der Roboter Aufstand los und wir landen zunächst einmal unter der Erde in einer Forschungsanlage. Der Beginn läuft recht Linear ab. Nach Abschluss der ersten Station auf unserer Reise entlässt uns Atomic Heart in seine Open World. Nun gut der ein oder andere Leser weiß vermutlich schon, dass ich nicht gerade der größte Fan von den diversen Open Worlds bin, und das bleibt auch in Atomic Heart weiterhin so. 

Bereits kurz nach dem Komplex war ich ziemlich genervt, überall Kameras die einen entdecken und schaltet man dann noch einen feindlichen Roboter aus, rückt auf einmal ein Haufen anderer Blechkumpanen heran weil man doch von einer Kamera entdeckt wurde. Solid Snake nur ohne vernünftiges Stealth System.

Allerdings verfliegt das recht rasch, denn zum einen erhalten wir natürlich bessere Waffen, zum anderen bekommt auch Charles einige Upgrades mit neuen Fähigkeiten. Recht früh erhalten wir den Schockangriff, mit welchen sich Feinde kurzzeitig lähmen lassen. Da es in dem Spiel auch ein kleines Skillsystem gibt, lässt sich diese Fähigkeit auch weiter ausbauen, sodass gleich mehrere Gegner getroffen werden können.

Für diese Upgrades müssen wir natürlich Materialien sammeln. Diese finden wir in besiegten Gegnern oder Kisten. Natürlich darf heutzutage auch ein crafting System nicht fehlen. Upgrades und neue Waffen lassen sich in den Speicherräumen herstellen, wo die KI des Automaten uns ständig mit anzüglichen Bemerkungen verlegen macht. Was mich hier wirklich nervt ist das Inventar gefummel. Wenn jetzt noch das Lager begrenzt wäre hätte ich direkt Resident Evil Flashbacks.

Hat man sich allerdings bereits nach wenigen Spielstunden ein kleines Arsenal, sowie Verbesserungen für Charles erspielt, machen die anfangs doch recht hakeligen Kämpfe durchaus Spaß. 

Was durchaus positiv auffällt ist die Kreativität und Gegnervielfalt in dem Spiel. Es gibt allerhand unterschiedlicher Robos zu bekämpfen und nicht nur das. Auch humanoide Feinde treffen wir, diese wirken vom Design her allerdings eher so, als wären sie aus The Last of Us entsprungen, wobei mich das weniger stört, immerhin finde ich das Gegnerdesign in TLoU ziemlich cool.

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Aber kommen wir nun zu dem Punkt der mich am meisten an Atomic Heart stört. Die Open World. diese bietet uns nicht wirkliche optische Highlights, noch ist sie sonderlich interessant. Eher kommt bei der Open World in diesem Spiel das Gefühl auf, dass sie nur da ist um die Spielzeit zu strecken. Klar das ist immer der Sinn hinter einer Open World, aber in Atomic Heart fühlt sich das hier noch offensichtlicher an. 

Allerdings muss ich die Teststationen positiv hervorheben. Wie die Hauptmissionen auch finden diese in Bunkern unter der Erde statt. Der Clou hier sind allerdings die Rätsel. Abseits von normalen Türschlössen bekommen wir in Atomic Heart wirklich unterhaltsame Rätsel geliefert welche nie zu schwer aber dennoch fordernd sind. 

Auch positiv hervorheben muss ich die Minispiele zum öffnen von Türen. Man erinnert sich noch an das lästige Minispiel mit den Leitungen aus Bioshock 1. In Atomic Heart bekommen wir unterschiedliche Aufgaben geboten. Mal ein Farbenspiel, mal geht es ums Timing. 

Mochten wir:

  • Cooler Artstyle
  • Gute Sprachausgabe
  • Guter Mix aus Fähigkeiten nutzen und ballern
  • Schon auf normalen Schwierigkeitsgrad recht fordernd
  • Tolles Setting und Inszenierung
  • Cooles Rätseldesign

Mochten wir nicht:

  • Open World wirkt eher gezwungen
  • abseits der Handlung nichts zu tun bis auf die Teststationen
  • Hauptcharakter ziemlich unsympathisch

Ich muss sagen eigentlich hatte ich mich ziemlich auf Atomic Heart gefreut, in meinem Kopf war das Spiel Bioshock 4. Ganz so ist es ja dann leider nicht geworden. Gerade beim Gegnerdesign waren die Entwickler äußerst kreativ, aber sonst ist Atomic Heart leider nicht so gut wie das große Vorbild.

Wenn ihr Bock auf B-Movie Action habt ist Atomic Heart definitiv für ein paar Abende unterhaltsam, allerdings darf man keine tiefe Story mit überraschenden Wendungen erwarten.

Wertung

6,5/10

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